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Janus Henderson Horizon Global Technology Fund: Die technologische Disruption nimmt Fahrt auf - Fondsanalyse
21.09.18 13:30
Janus Henderson Investors
London (www.fondscheck.de) - Konvergierende Trends erzeugen den perfekten Sturm für weitere disruptive Veränderungen im Technologiesektor. Richard Clode, Manager des Janus Henderson Horizon Global Technology Fund (ISIN LU0070992663 / WKN 989234) und Portfoliomanager im Global Technology Team von Janus Henderson Investors, erläutert die Chancen und wie Anleger mögliche Fallstricke meiden, die mit dem damit verbundenen Hype einhergehen können.
Die Technologiebranche sei noch nie ein Hort der Ruhe gewesen. Dieses Jahr sei in dieser Hinsicht keine Ausnahme angesichts der anschwellenden Störgeräusche, die von neuen gesetzlichen Bestimmungen und vor allem protektionistischen Bestrebungen ausgehen würden. Technologieaktien würden indes weiterhin besser als der breitere Aktienmarkt abschneiden. Für Schlagzeilen hätten in den letzten Wochen Apple und Amazon gesorgt: Als erste börsennotierte US-Unternehmen hätten sie mit ihrem Börsenwert die Ein-Billion-Dollar-Marke geknackt. Wie aber sehe der Ausblick für den Technologiesektor aus?
Die technologische Disruption gewinne an Fahrt, begleitet von unaufhaltsamer Konvergenz technologischer Trends. Die Hälfte der Weltbevölkerung sei mittlerweile online und verfüge über Mobilgeräte. Das eröffne den Zugang zu immer mehr Verbrauchern, während rasante Fortschritte im digitalen Zahlungsverkehr die Monetisierung von Online-Diensten ermöglichen würden. In vielen Schwellenländern würden die Menschen lernen mit dem Smartphone zu bezahlen, noch bevor sie eine Kreditkarte hätten. China entwickle sich derweil mit rasantem Tempo zu einer bargeldlosen Gesellschaft.
Diese wichtigen Rahmenbedingungen würden sich neue Trends in der Cloud und bei künstlicher Intelligenz zunutze machen. Die Cloud demokratisiere die Technologie, habe sie doch einen massiven Rückgang der Kosten für Rechenleistung bewirkt und ermögliche es jedem, überall, jederzeit und zu sehr niedrigen Kosten auf Cloud-Dienstleistungen zuzugreifen. Amazon, Alibaba und Co. würden die nächste Generation der Technologiefirmen heranziehen, die wie Netflix und Spotify komplett in der Cloud aufgebaut seien. Auch die künstliche Intelligenz habe endlich einen Wendepunkt erreicht. Die rasant gesunkenen Kosten für Rechenleistung - getrieben durch das Mooresche Gesetz und die Cloud - würden maschinelles Lernen und neuronale Netze in einem Ausmaß möglich machen, das vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen sei. Dramatisch sinken derweil die Kosten für Datenanalysen, sodass wir Durchbrüche in Bereichen wie der Bild- und Sprachverarbeitung erleben, so die Experten von Janus Henderson Investors. Alexa von Amazon sei hierfür ein gutes Beispiel.
Anders als früher würden sich diese Technologien rasant zu kommerziellen Produkten entwickeln, da sie aufgrund der weltweiten Verbreitung des Internets, der Cloud und der Digitalisierung des Zahlungsverkehrs schneller als jemals zuvor Abnehmer fänden. Hierdurch komme eine Positivspirale für Technologieunternehmen in Gang, die neue Technologien ähnlich schnell monetisieren und Gewinne in sich rapide entwickelnde Neuerungen reinvestieren könnten.
Unter den weltweit 20 Unternehmen mit den höchsten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) (Amazon, Samsung, Alphabet, VW, Microsoft, Intel, Roche, Apple, Merck, Daimler, Johnson & Johnson, Novartis, Toyota, Pfizer, Facebook, Honda, Oracle, BMW, Cisco, Sanofi) fänden sich neun Technologieunternehmen, wovon drei die Spitzenplätze belegen würden. Diese neun Technologiefirmen würden allein 111 Milliarden Dollar pro Jahr in Forschung und Entwicklung investieren. Dies würden sie aus den enormen Gewinnen finanzieren, die sie mithilfe laufender Innovationen generieren würden. Damit würden sie Technologieprodukte und -dienstleistungen schaffen, die den Nerv der Verbraucher treffen würden.
Diese technologische Konvergenz und das schiere Ausmaß der Innovationen würden immer schneller immer mehr Branchen von Grund auf verändern. Schon heute stehe die Automobilindustrie ganz im Zeichen der Disruption, wie Elektrofahrzeuge, Fahrdienste und autonomes Fahren anschaulich belegen würden. Seit gut hundert Jahren resultiere der Wettbewerbsvorteil von Autobauern aus der Entwicklung von Verbrennungsmotoren und dem Betrieb von überaus komplexen Produktionsanlagen. Nun müssten sie sich an den Gedanken gewöhnen, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft wesentlich einfachere Autos um Elektromotoren und Batterien herum bauen würden. Zudem müssten sie lernen, Algorithmen zu programmieren, die ihre Autos steuern würden, und Apps zu entwickeln, mit denen man einen Fahrdienst rufen könne. Automobilhersteller würden nicht umhinkommen, sich zu Technologieunternehmen weiterzuentwickeln, um mit neuen den Markt auf den Kopf stellenden Anbietern wie Tesla, Uber und Waymo mithalten zu können. Die weltweit erste kommerzielle autonome Robotaxi-Plattform werde voraussichtlich noch in diesem Jahr von Waymo, dem für autonomes Fahren zuständigen Tochterunternehmen im Alphabet-Konzern, in den USA eingeführt.
Eines der wertvollsten Unicorns (Startup-Unternehmen mit einem Börsenwert von mehr als einer Milliarde Dollar) der Welt sei Ant Financial, die Online-Finanzdienstleistungstochter von Alibaba. Vor kurzem habe Ant 14 Milliarden Dollar an den Finanzmärkten aufgenommen bei einem Börsenwert von 150 Milliarden Dollar. Damit sei es einer der am höchsten bewerteten Finanzdienstleister der Welt, der sogar Goldman Sachs und BlackRock in den Schatten stelle. Ant Financial habe trotz dieser hohen Bewertung globale Investoren für sich gewinnen können, es doch bereits Chinas Finanzindustrie umgekrempelt und sei über seine Beteiligung an Paytm auf dem besten Weg, dies in Indien zu wiederholen. Die Vorstellung, dass 2,5 Milliarden Menschen über ihre Smartphones auf Finanzdienstleistungen zugreifen und damit traditionelle Banken umgehen würden, sei für die Finanzbranche eine beängstigende Aussicht.
Aufregende, disruptive Technologien würden unweigerlich zu einem Hype führen, vor dem sich Anleger schützen sollten. Aber wie? Glücklicherweise würden zum Technologiesektor neben einigen sehr teuren Firmen auch einige der billigsten gehören, die auf dem Markt zu haben seien. Folglich sei der Technologiesektor als Ganzes nur geringfügig höherer bewertet als der Gesamtmarkt. Gute Anlagechancen mit attraktiven Bewertungen seien also reichlich vorhanden. Überteuerte Technologiebereiche zu meiden, sei dabei der Schlüssel zu nachhaltigen und weniger schwankenden Renditen.
Der Wettbewerbsvorteil des Janus Henderson Global Technology Team resultiere aus seinem Anlageprozess, der es ihm ermögliche, erfolgreich "durch den Hype-Zyklus zu navigieren". Dazu gehöre es zu erkennen und zu verstehen, in welcher Phase des Hype-Zyklus - Verbreitung, Marktreife oder gesellschaftliche Akzeptanz - sich eine neue Technologie befinde.
Welche anderen Risiken gebe es? Angesichts der hoch entwickelten globalen Lieferkette sei der Technologiesektor anfällig gegenüber den jüngsten Handelsspannungen. Aber seine eng verflochtenen Handelsmuster und Warenströme würden ihn zu einem schwer angreifbaren Ziel machen. iPhones würden von Apple in Kalifornien entwickelt und in China zusammengebaut. Ein ähnliches Paradoxon sei in Sachen Regulierung zu beobachten: So möchten die Verbraucher mehr personalisierte Dienste, zugleich aber auch mehr Schutz für ihre personenbezogenen Daten. Google habe in den letzten zwei Jahren einen Zuwachs von mehr als 900 Prozent bei Suchanfragen mit dem Zusatz "in meiner Nähe" verzeichnet. Die jüngste Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der Europäischen Union zeige aber auch, dass ein Mittelweg gefunden werden könne.
Angesichts der strukturellen Untergewichtung des Technologiesektors an europäischen Märkten wetten Anleger auf die, die disruptiert werden: Wir glauben, dass Anlagen in den Technologiesektor Anlagen in die Disruptoren sind, so die Experten von Janus Henderson Investors. (Ausgabe vom 20.09.2018) (21.09.2018/fc/a/f)
Die Technologiebranche sei noch nie ein Hort der Ruhe gewesen. Dieses Jahr sei in dieser Hinsicht keine Ausnahme angesichts der anschwellenden Störgeräusche, die von neuen gesetzlichen Bestimmungen und vor allem protektionistischen Bestrebungen ausgehen würden. Technologieaktien würden indes weiterhin besser als der breitere Aktienmarkt abschneiden. Für Schlagzeilen hätten in den letzten Wochen Apple und Amazon gesorgt: Als erste börsennotierte US-Unternehmen hätten sie mit ihrem Börsenwert die Ein-Billion-Dollar-Marke geknackt. Wie aber sehe der Ausblick für den Technologiesektor aus?
Die technologische Disruption gewinne an Fahrt, begleitet von unaufhaltsamer Konvergenz technologischer Trends. Die Hälfte der Weltbevölkerung sei mittlerweile online und verfüge über Mobilgeräte. Das eröffne den Zugang zu immer mehr Verbrauchern, während rasante Fortschritte im digitalen Zahlungsverkehr die Monetisierung von Online-Diensten ermöglichen würden. In vielen Schwellenländern würden die Menschen lernen mit dem Smartphone zu bezahlen, noch bevor sie eine Kreditkarte hätten. China entwickle sich derweil mit rasantem Tempo zu einer bargeldlosen Gesellschaft.
Diese wichtigen Rahmenbedingungen würden sich neue Trends in der Cloud und bei künstlicher Intelligenz zunutze machen. Die Cloud demokratisiere die Technologie, habe sie doch einen massiven Rückgang der Kosten für Rechenleistung bewirkt und ermögliche es jedem, überall, jederzeit und zu sehr niedrigen Kosten auf Cloud-Dienstleistungen zuzugreifen. Amazon, Alibaba und Co. würden die nächste Generation der Technologiefirmen heranziehen, die wie Netflix und Spotify komplett in der Cloud aufgebaut seien. Auch die künstliche Intelligenz habe endlich einen Wendepunkt erreicht. Die rasant gesunkenen Kosten für Rechenleistung - getrieben durch das Mooresche Gesetz und die Cloud - würden maschinelles Lernen und neuronale Netze in einem Ausmaß möglich machen, das vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen sei. Dramatisch sinken derweil die Kosten für Datenanalysen, sodass wir Durchbrüche in Bereichen wie der Bild- und Sprachverarbeitung erleben, so die Experten von Janus Henderson Investors. Alexa von Amazon sei hierfür ein gutes Beispiel.
Anders als früher würden sich diese Technologien rasant zu kommerziellen Produkten entwickeln, da sie aufgrund der weltweiten Verbreitung des Internets, der Cloud und der Digitalisierung des Zahlungsverkehrs schneller als jemals zuvor Abnehmer fänden. Hierdurch komme eine Positivspirale für Technologieunternehmen in Gang, die neue Technologien ähnlich schnell monetisieren und Gewinne in sich rapide entwickelnde Neuerungen reinvestieren könnten.
Diese technologische Konvergenz und das schiere Ausmaß der Innovationen würden immer schneller immer mehr Branchen von Grund auf verändern. Schon heute stehe die Automobilindustrie ganz im Zeichen der Disruption, wie Elektrofahrzeuge, Fahrdienste und autonomes Fahren anschaulich belegen würden. Seit gut hundert Jahren resultiere der Wettbewerbsvorteil von Autobauern aus der Entwicklung von Verbrennungsmotoren und dem Betrieb von überaus komplexen Produktionsanlagen. Nun müssten sie sich an den Gedanken gewöhnen, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft wesentlich einfachere Autos um Elektromotoren und Batterien herum bauen würden. Zudem müssten sie lernen, Algorithmen zu programmieren, die ihre Autos steuern würden, und Apps zu entwickeln, mit denen man einen Fahrdienst rufen könne. Automobilhersteller würden nicht umhinkommen, sich zu Technologieunternehmen weiterzuentwickeln, um mit neuen den Markt auf den Kopf stellenden Anbietern wie Tesla, Uber und Waymo mithalten zu können. Die weltweit erste kommerzielle autonome Robotaxi-Plattform werde voraussichtlich noch in diesem Jahr von Waymo, dem für autonomes Fahren zuständigen Tochterunternehmen im Alphabet-Konzern, in den USA eingeführt.
Eines der wertvollsten Unicorns (Startup-Unternehmen mit einem Börsenwert von mehr als einer Milliarde Dollar) der Welt sei Ant Financial, die Online-Finanzdienstleistungstochter von Alibaba. Vor kurzem habe Ant 14 Milliarden Dollar an den Finanzmärkten aufgenommen bei einem Börsenwert von 150 Milliarden Dollar. Damit sei es einer der am höchsten bewerteten Finanzdienstleister der Welt, der sogar Goldman Sachs und BlackRock in den Schatten stelle. Ant Financial habe trotz dieser hohen Bewertung globale Investoren für sich gewinnen können, es doch bereits Chinas Finanzindustrie umgekrempelt und sei über seine Beteiligung an Paytm auf dem besten Weg, dies in Indien zu wiederholen. Die Vorstellung, dass 2,5 Milliarden Menschen über ihre Smartphones auf Finanzdienstleistungen zugreifen und damit traditionelle Banken umgehen würden, sei für die Finanzbranche eine beängstigende Aussicht.
Aufregende, disruptive Technologien würden unweigerlich zu einem Hype führen, vor dem sich Anleger schützen sollten. Aber wie? Glücklicherweise würden zum Technologiesektor neben einigen sehr teuren Firmen auch einige der billigsten gehören, die auf dem Markt zu haben seien. Folglich sei der Technologiesektor als Ganzes nur geringfügig höherer bewertet als der Gesamtmarkt. Gute Anlagechancen mit attraktiven Bewertungen seien also reichlich vorhanden. Überteuerte Technologiebereiche zu meiden, sei dabei der Schlüssel zu nachhaltigen und weniger schwankenden Renditen.
Der Wettbewerbsvorteil des Janus Henderson Global Technology Team resultiere aus seinem Anlageprozess, der es ihm ermögliche, erfolgreich "durch den Hype-Zyklus zu navigieren". Dazu gehöre es zu erkennen und zu verstehen, in welcher Phase des Hype-Zyklus - Verbreitung, Marktreife oder gesellschaftliche Akzeptanz - sich eine neue Technologie befinde.
Welche anderen Risiken gebe es? Angesichts der hoch entwickelten globalen Lieferkette sei der Technologiesektor anfällig gegenüber den jüngsten Handelsspannungen. Aber seine eng verflochtenen Handelsmuster und Warenströme würden ihn zu einem schwer angreifbaren Ziel machen. iPhones würden von Apple in Kalifornien entwickelt und in China zusammengebaut. Ein ähnliches Paradoxon sei in Sachen Regulierung zu beobachten: So möchten die Verbraucher mehr personalisierte Dienste, zugleich aber auch mehr Schutz für ihre personenbezogenen Daten. Google habe in den letzten zwei Jahren einen Zuwachs von mehr als 900 Prozent bei Suchanfragen mit dem Zusatz "in meiner Nähe" verzeichnet. Die jüngste Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der Europäischen Union zeige aber auch, dass ein Mittelweg gefunden werden könne.
Angesichts der strukturellen Untergewichtung des Technologiesektors an europäischen Märkten wetten Anleger auf die, die disruptiert werden: Wir glauben, dass Anlagen in den Technologiesektor Anlagen in die Disruptoren sind, so die Experten von Janus Henderson Investors. (Ausgabe vom 20.09.2018) (21.09.2018/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 257,637 € | 254,262 € | 3,375 € | +1,33% | 16.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0070992663 | 989234 | 257,64 € | 167,95 € | |


