Japanfonds kaufenswert


05.07.04 12:15
Aktienservice Research

Die Analysten von "Aktienservice Research" empfehlen derzeit ein Engagement in einen Japanfonds.

Japans Wirtschaftswachstum habe sich zu Jahresbeginn zwar etwas abgeschwächt, sei aber immer noch stärker als erwartet ausgefallen. Von Januar bis März habe die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal real um 1,4 Prozent zugelegt. Beachtlich, denn das sei das siebte Quartalsplus in Folge gewesen. Hochgerechnet auf das laufende Jahr ergebe sich damit ein Zuwachs von gut 5,6 Prozent.

Positiv sei auch, dass die bislang von den Ausfuhren und den Unternehmensinvestitionen getragene Erholung auch auf den privaten Konsum übergesprungen sei, der in Japan immerhin gut die Hälfte der wirtschaftlichen Leistung ausmache. Die Kapitalinvestitionen seien im ersten Quartal des laufenden Kalenderjahres um 2,4 Prozent gestiegen, die Verbraucherausgaben um ein Prozent. Auch auf dem Arbeitsmarkt sei der Aufschwung spürbar. Die Arbeitslosenquote sei auf vier Prozent zurückgegangen, die Zahl der offenen Stellen habe inzwischen einen Stand wie zuletzt am Ende der spekulativen Boomjahre in den Achtzigern erreicht, und nicht zuletzt würden auch die Einkommen klettern.

Die Erfolge würden nicht von ungefähr kommen. Die japanischen Unternehmen hätten in den Jahren der Krise die Chancen der internationalen Arbeitsteilung konsequent genutzt, indem sie Arbeitsplätze, die nicht mehr wettbewerbsfähig gewesen seien, in die Nachbarländer exportiert hätten. Gleichzeitig sei in Erfolg versprechende Absatzmärkte im Ausland investiert worden, was sich später als tragende Säule des Aufschwungs herauskristallisiert habe. Japan profitiere damit gleichzeitig vom Boom in den USA und vom Aufschwung bei seinen asiatischen Nachbarn. Des Weiteren finanziere sich die japanische Industrie nur zu einem Bruchteil über Fremdkapital, die Quote sei so gering wie noch nie in der Nachkriegsgeschichte.

Zu den größten Unwägbarkeiten in Japan gehöre derzeit der hohe Ölpreis und die künstlich herbeigeführte Wachstumsabschwächung der chinesischen Wirtschaft. Sollte sich Chinas Konjunktur spürbar abkühlen, könnte das auch den japanischen Exportsektor in Mitleidenschaft ziehen. Allerdings sollte man davon ausgehen, dass der chinesischen Regierung mit den von ihr angewendeten Handgriffen zur Wachstumsabschwächung eine weiche Landung gelinge. Ohnehin sollte eine mögliche Abschwächung der Konjunktur im Reich der Mitte den japanischen Markt nicht allzu sehr in Mitleidenschaft ziehen, da es für die meisten japanischen Exporte keine Substitute gebe.

Viel stärker ins Gewicht würden die Argumente fallen, die für eine Fortsetzung der binnenwirtschaftlichen Erholung sprechen würden. Da die Unternehmen bereits das vierte Jahr in Folge ihre Gewinne hätten deutlich steigern können und das Bewertungsniveau des Marktes nicht nur im historischen Vergleich, sondern auch im Hinblick auf die Märkte in den USA und Europa günstig erscheine, sollte auf jeden Fall noch Luft nach oben sein.

Für Anleger, die auf eine Fortsetzung der Erholung in Japan spekulieren wollen, bieten sich nach Ansicht der Analysten von "Aktienservice Research" der Invesco GT Nippon Enterprise (ISIN LU0028119526 / WKN 973793), der Parvest Japan Small Cap und der DIT-Wachstum Japan zum Einstieg an.






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