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Japanische Märkte im Fokus


20.02.07 14:01
F&C Asset Management

London (aktiencheck.de AG) - Der Topix beendete den Monat 2,4% fester bei 1.721 Zählern, so die Experten von F&C Asset Management.

Am 25. Januar habe der Nikkei 225 erstmals seit rund sechseinhalb Jahren die Marke von 17.600 Zählern überschritten. Gegen Monatsende habe der Markt stagniert, was auf eine Erholung des Rohölpreises und auf höhere Zinsen am langen Ende zurückzuführen gewesen sei. Der Nikkei 225 habe am Monatsende bei 17.383 Zählern geschlossen. Gemessen in JPY habe dies einen Zuwachs um 0,9% dargestellt.

Aufgrund von mehreren Faktoren sei es dem japanischen Leitindex gelungen, das Hoch seit der Technologie-Blase zu überschreiten: solide makroökonomische Indikatoren, eine Schwäche beim JPY gegenüber den großen Währungen im Zuge der Entscheidung der Bank of Japan, die Leitzinsanhebungen auszusetzen, sowie die Erwartungen an die Unternehmensgewinne. Das Momentum japanischer Aktien habe stagniert, nachdem US-Aktien am 25. Januar verloren hätten. Die Marktteilnehmer hätten sich besorgt gezeigt, dass der japanische Aktienmarkt zu hoch gestiegen sei, während US-Aktien auf Widerstand gestoßen seien. Der REIT-Index der Börse Tokio sei aufgrund der hohen Preisniveaus an den weltweiten Immobilienmärkten im Januar 11,2% höher geklettert.

Die japanischen Auftragseingänge im Maschinenbau seien im November um 3,8% gestiegen. Gegenüber dem vergleichbar moderaten Vormonatsanstieg von 2,8% sei dies ein moderater Zuwachs gewesen. Der Index der Industrieproduktion sei im Dezember um 0,7% gestiegen. Damit seien die drei Monate bis Dezember das dritte Quartal in Folge gewesen, in dem die Industrieproduktion angezogen habe. Für den Konjunkturausblick habe es Anzeichen einer Erholung gegeben, bei den privaten Konsumausgaben hätten sich kaum Veränderungen gezeigt und bei den Auftragseingängen der Unternehmen habe es eine Erholung gegeben.

Insgesamt habe sich die Situation am Arbeitsmarkt verschlechtert. Der Umsatz japanischer Kaufhäuser sei im Oktober erstmals seit zwei Monaten gesunken, da die Nachfrage nach Herbst- und Winterkleidung aufgrund der milden Temperaturen rückläufig gewesen sei. Die Kerninflation (ohne verderbliche Güter) für ganz Japan habe bei plus 0,1% im Dezember gelegen, gegenüber plus 0,2% im Vormonat. Dies sei unter anderem auf die geringeren Preise für Ölerzeugnisse zurückzuführen gewesen. Die Bank of Japan habe die Leitzinsen bei ihrer Sitzung im Januar einen weiteren Monat in Folge unverändert belassen.

Die japanische Wirtschaft wachse weiterhin solide, da die Unternehmensgewinne, die Inflation und die Investitionen seitens der Unternehmen zugenommen hätten. Das größte Risiko für den japanischen Markt bestehe in der externen Wirtschaftssituation, insbesondere in den USA. Die Experten von F&C Asset Management würden ihren Fokus auf Sektoren behalten, die auf die Binnennachfrage ausgerichtet seien. Dazu würden die wachstumssensitiven Branchen Immobilien, Einzelhandel und Banken zählen. Bei den Exportwerten würden die Experten Unternehmen bevorzugen, die weltweit wettbewerbsfähig seien. Für besonders attraktiv halte man die Bereiche Automobilbau und Autozulieferer. (Ausgabe Januar 2007) (20.02.2007/ac/a/m)