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Jupiter Global EM Equity Unconstrained-Fonds: Versteckte Chancen bei Schwellenländeraktien - Fondsanalyse
05.09.16 11:48
Jupiter AM
London (www.fondscheck.de) - Passive, auf Schwellenländer-Large-Caps fokussierte Investoren übersehen oftmals drei Anlagebereiche: Mid-Cap-Aktien mit Wachstumspotenzial, so genannte Hacke-und-Schaufel-Aktien sowie unterbewertete Bankaktien in Grenzmärkten. Für aktive, auf Fundamentaldaten ausgerichtete Anleger wie uns eröffnen sich dadurch attraktive Chancen, so Ross Teverson, Fondsmanager des Jupiter Global Emerging Markets Equity Unconstrained SICAV (ISIN LU1148012757 / WKN A12GH4) bei Jupiter Asset Management.
Schwellenländeraktien hätten sich seit ihrem Tiefstand im Januar dieses Jahres deutlich erholt. Dennoch würden die Bewertungen vieler Schwellenländeraktien eher zurückhaltend bleiben, wodurch sich weiterhin eine Reihe von attraktiven Investmentchancen biete. Dies gelte insbesondere für den Mid-Cap-Bereich, da sich hier vorhandene Wachstumsaussichten noch nicht in den Aktienkursen widerspiegeln würden. Gegenteilig verhalte es sich bei bestimmten Large-Cap-Aktien aus den Emerging Markets, deren Wachstumsaussichten allgemein bekannt seien. Sie seien in den letzten Jahren im Verhältnis zu ihren Unternehmensgewinnen teurer geworden: Zunehmend risikoscheue Anleger hätten sich auf eine relativ kleine Gruppe von Large-Cap-Aktien konzentriert, die sie als qualitativ hochwertig erachtet hätten.
Beispiele für diese Investmentchancen im Mid-Cap-Bereich würden sich sowohl über verschiedene Regionen wie auch Branchen in den Schwellenländern verteilen. Eine Aktie, die die Experten im Jupiter Global Emerging Markets Equity Unconstrained SICAV halten würden, sei die des brasilianischen Bildungskonzerns für Privatuniversitäten Ser Educacional. Das Unternehmen sei gut aufgestellt, um vom strukturellen Wachstum bei Bildungsausgaben in Brasilien zu profitieren. Auch die Aktie des indonesischen Immobilienentwicklers Bumi Serpong sei von einem sehr niedrigen Preisniveau aus gestartet und deren Entwicklung sei an die Marktdurchdringung von Wohnbaudarlehen gekoppelt. Das Unternehmen werde begünstigt von Indonesiens extrem starken demographischen Daten: Hohe Haushaltsgründungsraten würden eine starke Nachfrage nach genau der Art von Immobilien schaffen, die Bumi Serpong baue.
Es werde gesagt, dass bei einem Goldrausch die Lieferanten von Schürfwerkzeugen diejenigen seien, die am meisten Geld machen würden und nicht die Goldgräber selbst. Das moderne Äquivalent für solche Geschäfte in Schwellenländern seien Unternehmen, die sich in Trend-Sektoren bewegen oder mit disruptivem Wandel beschäftigen würden. Hierzu würden beispielsweise das Wachstum bei Elektroautos, der Trend zu industriellen Automationssystemen oder die Umstellung auf erneuerbare Energien zählen. Nehme man BizLink in Taiwan. Sie seien ein wichtiger Lieferant von Kabelbäumen für Tesla, einer der modernsten Hersteller von Elektroautos. Die Aktie von BizLink befinde sich im Bestand der beiden Fonds Jupiter Global Emerging Markets Equity Unconstrained SICAV und Jupiter China Select SICAV (ISIN LU0329070832 / WKN A0NBGW). Zwar sei BizLink im Vergleich zu Tesla das weniger schillernde Unternehmen, erwirtschafte aber hohe und konstante Margen. Tesla als richtungsweisendes Unternehmen habe hingegen noch einen gewissen Weg vor sich, bis es Gewinne erzielen werde.
Chroma ist ein weiteres Unternehmen, in das die Experten von Jupiter Asset Management im Jupiter Global Emerging Markets Equity Unconstrained SICAV investiert sind. Ebenfalls in Taiwan ansässig, liefere Chroma Prüfeinrichtungen für eine Reihe von verschiedenen Segmenten innerhalb der Märkte für Cleantech und erneuerbare Energien. Hierzu würden Solarenergie, Batterien für Elektrofahrzeuge und LEDs zählen. Da die Unternehmensleitung bestrebt sei, Überschüsse an die Aktionäre weiterzugeben, würden die Anleger in der Regel eine ordentliche Dividende erhalten. Chroma sei in seinen Geschäftsbereichen für die Hersteller ein wichtiger Lieferant und könne es sich deshalb leisten, die Preisgestaltung für seine vertriebene Ausrüstung sehr stabil zu halten.
Im Emerging Market-Index seien große staatseigene Banken umfangreich vertreten. Das bedeute, dass es sich dabei um jene Banken handle, die ein Anleger über einen Schwellenländer-ETF möglicherweise im Bestand habe. An diesen weitgehend staatlich kontrollierten Banken festzuhalten, sei jedoch mit großem Risiko verbunden. Ungeregelte oder durch politische Anreize geförderte Kreditvergaben hätten in der Vergangenheit viele dieser Banken mit einer gewissen Menge Not leidender Kredite zurückgelassen. Diese seien vermutlich viel höher, als es offizielle Zahlen darlegen würden und es sei schwer zu beziffern, wie groß dieses Problem wirklich sei. Im Gegensatz dazu werde eine Reihe von Banken in Grenzmärkten zu ähnlichen Bewertungen gehandelt wie ihre größeren Schwellenländer-Pendants. Dort sei jedoch die Aktiva-Qualität besser, Gewinne höher und die Banken verfügen über die langfristig attraktiveren Wachstumsperspektiven.
Die Experten von Jupiter Asset Management bevorzugen insbesondere Banken in Grenzmärkten, die entweder über ein starkes Einlagengeschäft verfügen oder es gegenwärtig aufbauen. Kontoinhaber würden diesen Banken ihr Geld anvertrauen, weil sie ein gutes Filialnetz und leichten Geldzugang bieten und so für sie einen sicheren Ort zur Verwahrung ihres Bargelds darstellen würden.
Gute Beispiele gebe es in Georgien, wo die Experten Anteile an der Bank of Georgia halten würden, in Pakistan, wo sie die Habib Bank im Portfolio hätten, und in Nigeria, wo die Access Bank Teil ihres Bestands sei. Diese Banken würden ein klassisches Retail-Banking-Modell verfolgen und hohe Gewinne durch die Entgegennahme von Einlagen erzielen. Hierauf würden sie geringe Zinsen zahlen und diese in Form von Krediten an Blue-Chip-Unternehmen weitergeben. Das Modell sei weniger riskant, als sich Geld an den Geldmärkten zu leihen und es dann an stärker risikobehaftete Kreditnehmer weiterzugeben. Als Ergebnis der Unterversorgung bei Verbraucherkrediten habe dieses Geschäftsmodell in Grenzmärkten zu hohen Gewinnen und aussichtsreichen Wachstumsperspektiven geführt. (05.09.2016/fc/a/f)
Schwellenländeraktien hätten sich seit ihrem Tiefstand im Januar dieses Jahres deutlich erholt. Dennoch würden die Bewertungen vieler Schwellenländeraktien eher zurückhaltend bleiben, wodurch sich weiterhin eine Reihe von attraktiven Investmentchancen biete. Dies gelte insbesondere für den Mid-Cap-Bereich, da sich hier vorhandene Wachstumsaussichten noch nicht in den Aktienkursen widerspiegeln würden. Gegenteilig verhalte es sich bei bestimmten Large-Cap-Aktien aus den Emerging Markets, deren Wachstumsaussichten allgemein bekannt seien. Sie seien in den letzten Jahren im Verhältnis zu ihren Unternehmensgewinnen teurer geworden: Zunehmend risikoscheue Anleger hätten sich auf eine relativ kleine Gruppe von Large-Cap-Aktien konzentriert, die sie als qualitativ hochwertig erachtet hätten.
Beispiele für diese Investmentchancen im Mid-Cap-Bereich würden sich sowohl über verschiedene Regionen wie auch Branchen in den Schwellenländern verteilen. Eine Aktie, die die Experten im Jupiter Global Emerging Markets Equity Unconstrained SICAV halten würden, sei die des brasilianischen Bildungskonzerns für Privatuniversitäten Ser Educacional. Das Unternehmen sei gut aufgestellt, um vom strukturellen Wachstum bei Bildungsausgaben in Brasilien zu profitieren. Auch die Aktie des indonesischen Immobilienentwicklers Bumi Serpong sei von einem sehr niedrigen Preisniveau aus gestartet und deren Entwicklung sei an die Marktdurchdringung von Wohnbaudarlehen gekoppelt. Das Unternehmen werde begünstigt von Indonesiens extrem starken demographischen Daten: Hohe Haushaltsgründungsraten würden eine starke Nachfrage nach genau der Art von Immobilien schaffen, die Bumi Serpong baue.
Chroma ist ein weiteres Unternehmen, in das die Experten von Jupiter Asset Management im Jupiter Global Emerging Markets Equity Unconstrained SICAV investiert sind. Ebenfalls in Taiwan ansässig, liefere Chroma Prüfeinrichtungen für eine Reihe von verschiedenen Segmenten innerhalb der Märkte für Cleantech und erneuerbare Energien. Hierzu würden Solarenergie, Batterien für Elektrofahrzeuge und LEDs zählen. Da die Unternehmensleitung bestrebt sei, Überschüsse an die Aktionäre weiterzugeben, würden die Anleger in der Regel eine ordentliche Dividende erhalten. Chroma sei in seinen Geschäftsbereichen für die Hersteller ein wichtiger Lieferant und könne es sich deshalb leisten, die Preisgestaltung für seine vertriebene Ausrüstung sehr stabil zu halten.
Im Emerging Market-Index seien große staatseigene Banken umfangreich vertreten. Das bedeute, dass es sich dabei um jene Banken handle, die ein Anleger über einen Schwellenländer-ETF möglicherweise im Bestand habe. An diesen weitgehend staatlich kontrollierten Banken festzuhalten, sei jedoch mit großem Risiko verbunden. Ungeregelte oder durch politische Anreize geförderte Kreditvergaben hätten in der Vergangenheit viele dieser Banken mit einer gewissen Menge Not leidender Kredite zurückgelassen. Diese seien vermutlich viel höher, als es offizielle Zahlen darlegen würden und es sei schwer zu beziffern, wie groß dieses Problem wirklich sei. Im Gegensatz dazu werde eine Reihe von Banken in Grenzmärkten zu ähnlichen Bewertungen gehandelt wie ihre größeren Schwellenländer-Pendants. Dort sei jedoch die Aktiva-Qualität besser, Gewinne höher und die Banken verfügen über die langfristig attraktiveren Wachstumsperspektiven.
Die Experten von Jupiter Asset Management bevorzugen insbesondere Banken in Grenzmärkten, die entweder über ein starkes Einlagengeschäft verfügen oder es gegenwärtig aufbauen. Kontoinhaber würden diesen Banken ihr Geld anvertrauen, weil sie ein gutes Filialnetz und leichten Geldzugang bieten und so für sie einen sicheren Ort zur Verwahrung ihres Bargelds darstellen würden.
Gute Beispiele gebe es in Georgien, wo die Experten Anteile an der Bank of Georgia halten würden, in Pakistan, wo sie die Habib Bank im Portfolio hätten, und in Nigeria, wo die Access Bank Teil ihres Bestands sei. Diese Banken würden ein klassisches Retail-Banking-Modell verfolgen und hohe Gewinne durch die Entgegennahme von Einlagen erzielen. Hierauf würden sie geringe Zinsen zahlen und diese in Form von Krediten an Blue-Chip-Unternehmen weitergeben. Das Modell sei weniger riskant, als sich Geld an den Geldmärkten zu leihen und es dann an stärker risikobehaftete Kreditnehmer weiterzugeben. Als Ergebnis der Unterversorgung bei Verbraucherkrediten habe dieses Geschäftsmodell in Grenzmärkten zu hohen Gewinnen und aussichtsreichen Wachstumsperspektiven geführt. (05.09.2016/fc/a/f)



