Jupiter India Select Anlagetipp der Woche


24.10.11 09:11
Euro fondsxpress

München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Euro fondsxpress" stellen den Jupiter India Select als Anlagetipp der Woche vor.

Avinash Vazirani (47) sei im Jahr 2007 zur Londoner Fondsboutique Jupiter gekommen und manage dort den Jupiter India Select. Sein Büro habe er in London. "In Mumbai gibt es zu viele Störgeräusche", sage er. Regelmäßige Reisen nach Indien und gute Kontakte seien völlig ausreichend, um den Fonds zu managen - was seine gute Performance untermauere. Zuvor habe Vazirani bei GEM Dolphin (CEO, 1994 bis 1997), BNP Paribas (CIO für Afrika und Südasien, 1997 bis 2005) sowie als Gründer von Peninsular Capital Partners (2005 bis 2007) gearbeitet. Vazirani sei gebürtiger Inder und mit 16 Jahren nach Großbritannien gekommen, wo er inzwischen 31 Jahre lebe. Seit 16 Jahren betreue er indische Aktienfonds.

"Was ich mache, ist keine Raketenwissenschaft", sage Vazirani. "Ich suche Unternehmen mit guten Geschäftsmodellen, die langfristig wachsen, deren Markt die Konkurrenten nicht erobern können und die von fähigen Managern geleitet werden." Kurz: "Die Champions von morgen in einem wachsenden Markt." Als Beispiel nenne er Nestlé India, das seinen Börsenwert seit 1998 nahezu um das 50-Fache erhöht habe. Vazirani sei ein Stock-Picker, der nur investiere, wenn er das Management kenne und die Unternehmen "Wachstum zu vernünftigen Preisen" bieten würden. Fachleute würden hier vom GARP-Ansatz (Growth at reasonable Prices) sprechen.

Vazirani möge daher unentdeckte Growth-Werte und mische Deep-Value-Titel mit einem Katalysator bei. Teure Titel oder Sektoren, die bei Börsianern gerade in Mode seien, meide er. Im Schnitt halte Vazirani Titel länger als fünf Jahre, seine Umschlagshäufigkeit betrage nur 15 bis 20 Prozent. Er sei also kein Trader, sondern eher ein Buy-and-Hold-Investor.

Vazirani halte meist rund 75 Einzelwerte, derzeit seien es 86. Dabei verfolge er einen All-Cap-Ansatz. Im Schnitt halte er je zur Hälfte Large Caps sowie Midund Small Caps. Derzeit laute die Aufteilung: 41 Prozent Large Caps, 37 Prozent Mid Caps und 17 Prozent Small Caps. Die Top-Ten-Einzelwerte würden 40 Prozent des Portfolios ausmachen. Davon würden 21 Prozent auf die drei größten Titel Godfrey Philips India, Nestlé India und Bharti Airtel entfallen. Bei den Sektoren würden Konsum- (24 Prozent), Finanz- (20 Prozent) sowie Industriewerte (14 Prozent) dominieren.

Über ein und drei Jahre zähle der Jupiter India Select zu den besten 20 Prozent seiner Kategorie und sei in Auf- sowie Abwärtsphasen erfolgreich gewesen. Zudem liege er deutlich vor den beiden Indien-ETFs von db x-trackers und Lyxor auf den S & P CNX Nifty respektive MSCI-India-Index. "In Bubble-Phasen underperformen wir allerdings", sage Vazirani, "bedingt durch unseren fundamentalen Ansatz."

Healthcare-, IT- und Konsumwerte seien in Indien eher teuer, Finanz-, Industrie- sowie Öl- und Gastitel eher günstig, erkläre Vazirani. Doch letztlich sei die Top-Down-Sicht für ihn egal. "Ich investiere nicht in den Markt, sondern in Unternehmen", betone er.

Bei britischen Fondsboutique Jupiter würden die Fondsmanager keiner Hausmeinung folgen, sondern könnten ihren Anlagestil frei umsetzen. Avinash Vazirani agiere beim Jupiter India Select als growthlastiger, aber preisbewusster Stock-Picker, der sich um keinen Index schere.

Für die Experten von "Euro fondsxpress" ist der Jupiter India Select empfehlenswert. (Ausgabe 42 vom 21.10.2011) (24.10.2011/fc/a/f)






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