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Konjunktur: bessere Daten im August
18.09.12 12:48
MFS Investment Management
Boston (www.aktiencheck.de) - Im August profitieren risikobehaftete Wertpapiere von der Erwartung einer weiteren Lockerung der Geldpolitik, besseren Konjunkturdaten und niedrigeren Anleihenwerten in den europäischen Problemländern, so die Experten von MFS Investment Management.
In den USA würden bessere Arbeitsmarktmarkt-, Export- und Immobilienmarktdaten die schwachen Investitionen und Staatsausgaben ausgleichen. Für dieses Jahr erwarte man ein Wachstum von etwa 2%. Europa bleibe in der Rezession, aber in China gebe es Anzeichen einer Stabilisierung.
Robert Spector, CFA Portfolio Manager bei MFS: "Es ist schwer zu beurteilen, ob der jüngste Kursaufschwung eher besseren Konjunkturdaten oder den Erwartungen einer lockeren Geldpolitik zu verdanken ist. FED-Chairman Ben Bernanke hat angedeutet, dass die Hürden für neue geldpolitische Maßnahmen niedrig sind. Zeitpunkt und Art der Maßnahmen stehen zwar noch nicht fest, doch halten wir ein erneutes Quantitative Easing für wahrscheinlich. Wir bezweifeln aber, ob dies Wirtschaft und Märkte langfristig voranbringen wird."
Für Europa könne mit weiteren Maßnahmen der EZB gerechnet werden. Jüngst habe Präsident Mario Draghi ein neues Ankaufprogramm für kurzlaufende Staatsanleihen bekannt gegeben. Durch Käufe am Sekundärmarkt sollten die Renditen von Anleihen aus den Peripherieländern, insbesondere aus Spanien und Italien, gesenkt werden. Sie lägen zwar zurzeit unter ihren Höchstständen, seien aber nach wie vor zu hoch bewertet. Um in den Genuss von EZB-Hilfen zu kommen, würden diese beiden Länder aber wohl zunächst Hilfen aus der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) bzw. dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) beantragen müssen, die an Auflagen gebunden sein würden. Spanien und Italien müssten sich dann zu weiteren Reformen und Sparprogrammen bereit erklären.
Robert Spector weiter: "Die Frage ist, ob Spanien und Italien Hilfen beantragen werden. Bisher haben Regierungen Hilfsanträge gestellt, wenn Marktturbulenzen Überhand nahmen und ein Staatsbankrott die Alternative gewesen wäre. Zurzeit herrscht relative Ruhe, sodass Hilfsanträge an EZB und Rettungsfonds nicht wirklich drängen. Auf jeden Fall wird hier in den kommenden Monaten eine Quelle der Unsicherheit sein." (18.09.2012/ac/a/m)
In den USA würden bessere Arbeitsmarktmarkt-, Export- und Immobilienmarktdaten die schwachen Investitionen und Staatsausgaben ausgleichen. Für dieses Jahr erwarte man ein Wachstum von etwa 2%. Europa bleibe in der Rezession, aber in China gebe es Anzeichen einer Stabilisierung.
Für Europa könne mit weiteren Maßnahmen der EZB gerechnet werden. Jüngst habe Präsident Mario Draghi ein neues Ankaufprogramm für kurzlaufende Staatsanleihen bekannt gegeben. Durch Käufe am Sekundärmarkt sollten die Renditen von Anleihen aus den Peripherieländern, insbesondere aus Spanien und Italien, gesenkt werden. Sie lägen zwar zurzeit unter ihren Höchstständen, seien aber nach wie vor zu hoch bewertet. Um in den Genuss von EZB-Hilfen zu kommen, würden diese beiden Länder aber wohl zunächst Hilfen aus der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) bzw. dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) beantragen müssen, die an Auflagen gebunden sein würden. Spanien und Italien müssten sich dann zu weiteren Reformen und Sparprogrammen bereit erklären.
Robert Spector weiter: "Die Frage ist, ob Spanien und Italien Hilfen beantragen werden. Bisher haben Regierungen Hilfsanträge gestellt, wenn Marktturbulenzen Überhand nahmen und ein Staatsbankrott die Alternative gewesen wäre. Zurzeit herrscht relative Ruhe, sodass Hilfsanträge an EZB und Rettungsfonds nicht wirklich drängen. Auf jeden Fall wird hier in den kommenden Monaten eine Quelle der Unsicherheit sein." (18.09.2012/ac/a/m)


