Erweiterte Funktionen
Konjunkturelle Verbesserung in der Eurozone
26.02.15 13:02
Erste Asset Management
Wien (www.fondscheck.de) - Das konjunkturelle Umfeld in der Eurozone hat sich in den vergangenen Wochen etwas aufgehellt. Zu dieser Einschätzung kommt Gerhard Winzer, Chefvolkswirt bei der Fondsgesellschaft Erste Asset Management.
"Die Konjunkturaufhellung hat mehrere Gründe: der gefallene Ölpreis, ein schwächerer Euro, ein geringerer Einsparungsdruck seitens der Staaten und die verbesserte Kreditvergaberichtlinien der Banken", so Winzer weiter. Das alles schlage sich in einem Anstieg der Umfrageindikatoren, wie beispielsweise dem ifo-Index wieder.
In diesem verbesserten Umfeld habe sich der Rat der Europäischen Zentralbank dazu entschlossen, die Zentralbankgeldmenge so lange auszuweiten, bis die Erreichung des Inflationszieles absehbar sei. Das halte die Renditen der Anleihen auf einem sehr niedrigen, teilweise sogar negativen Niveau. "Weil das für den privaten Sektor investierbare Volumen von Staatsanleihen schrumpft und auch die Renditen negativ sind, werden Investoren in Wertpapierklassen mit potentiell höherer Rendite, wie zum Beispiel Aktien, gedrängt. Das führt zu Kursanstiegen vieler Wertpapierklassen wie z.B. Unternehmensanleihen und Aktien", bilanziere Winzer.
Zu guter Letzt verstärke die vorläufige Einigung zwischen Griechenland und der Eurogruppe das positive Umfeld. Die Renditeaufschläge für das Kreditrisiko von Staatsanleihen wie z.B. Spanien und Italien seien als Reaktion darauf gefallen. Das größte Zugeständnis der Eurogruppe sei, dass die Einsparungsziele etwas aufgeweicht werden könnten. Sollten die Reformvorschläge von Griechenland ausreichen, dürfte die Eurogruppe einen niedriger als ursprünglich veranschlagten Budgetüberschuss exklusive Zinszahlungen für dieses Jahr akzeptieren. Abseits davon hätten sich die Finanzminister der Eurozone gegenüber Griechenland durchsetzen können.
"Die verbesserten Konjunkturindikatoren, die Anleihekäufe seitens der Zentralbank und die Einigung von Griechenland mit der Eurogruppe schaffen auf kurze Sicht ein positives Umfeld für risikobehaftete Wertpapierklassen in der Eurozone", resümiere Winzer mit Blick auf die derzeitige Lage. (26.02.2015/fc/a/m)
"Die Konjunkturaufhellung hat mehrere Gründe: der gefallene Ölpreis, ein schwächerer Euro, ein geringerer Einsparungsdruck seitens der Staaten und die verbesserte Kreditvergaberichtlinien der Banken", so Winzer weiter. Das alles schlage sich in einem Anstieg der Umfrageindikatoren, wie beispielsweise dem ifo-Index wieder.
Zu guter Letzt verstärke die vorläufige Einigung zwischen Griechenland und der Eurogruppe das positive Umfeld. Die Renditeaufschläge für das Kreditrisiko von Staatsanleihen wie z.B. Spanien und Italien seien als Reaktion darauf gefallen. Das größte Zugeständnis der Eurogruppe sei, dass die Einsparungsziele etwas aufgeweicht werden könnten. Sollten die Reformvorschläge von Griechenland ausreichen, dürfte die Eurogruppe einen niedriger als ursprünglich veranschlagten Budgetüberschuss exklusive Zinszahlungen für dieses Jahr akzeptieren. Abseits davon hätten sich die Finanzminister der Eurozone gegenüber Griechenland durchsetzen können.
"Die verbesserten Konjunkturindikatoren, die Anleihekäufe seitens der Zentralbank und die Einigung von Griechenland mit der Eurogruppe schaffen auf kurze Sicht ein positives Umfeld für risikobehaftete Wertpapierklassen in der Eurozone", resümiere Winzer mit Blick auf die derzeitige Lage. (26.02.2015/fc/a/m)


