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Kupfer & Co. im Krisenstrudel
03.08.12 12:10
LB Baden-Württemberg
Stuttgart (www.aktiencheck.de) - Die Monatsbilanz der Industriemetalle wies im Juli erneut überwiegend negative Vorzeichen auf, so die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.
Mit der Ausnahme von Blei (+3%) hätten sämtliche NE-Metalle in den zurückliegenden vier Wochen einen Preisrückgang in der Größenordnung von 1% (Aluminium) bis 5% (Nickel) verzeichnet. Beherrschendes Thema an Finanz- und Metallmärkten sei abermals die anhaltende Euro-Schuldenkrise gewesen. Aber auch die Wachstumsabschwächung im Reich der Mitte sorge zunehmend für Nervosität unter den Marktakteuren.
Letzteres dürfte auch der Grund sein, weshalb die besonders "chinalastigen" Basismetalle derzeit so viel schwächer seien als andere konjunkturabhängige Assets. So habe der aus den sechs in London gehandelten Metallen bestehende LMEX Index in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 25% an Wert verloren, während Öl oder Aktien (MSCI World) gerade einmal 9% bzw. 3% nachgegeben hätten.
Aus rein charttechnischer Sicht würden die kommenden Wochen versprechen, für Kupfer und Co. interessant zu werden. Gemessen am LMEX würden auf dem aktuellen Niveau und knapp darunter zwei markante Unterstützungen verlaufen, welche seit 2011 bzw. 2010 nicht mehr unterboten worden seien. Auf der Oberseite nähere sich indes der Abwärtstrend, wodurch eine Keilformation entstehe. Ein Ausbruch in die eine oder andere Richtung könnte demnach spürbare Folgekäufe bzw. -verkäufe nach sich ziehen und der zuletzt eher erratischen Entwicklung eine klarere Richtung geben.
Mittel- bis langfristig würden die Metallmarktperspektiven aber zweifellos von der weiteren Konjunkturentwicklung abhängen. Die Lager würden sich aktuell gespalten zwischen einem erneuten Abgleiten der Weltwirtschaft in die Rezession und einer (geldpolitisch gestützten) Stabilisierung mit moderatem Wachstum präsentieren. Letzteres entspreche auch dem Hauptszenario der Analysten. Die Fundamentaldaten der einzelnen Metalle würden diese Sicht bislang unterstützen, indem sie sich trotz Abschwächung weiter im "grünen" Bereich bewegen würden.
Im unerwarteten Fall eines globalen Abschwungs würden die Analysten Kupfer für besonders "absturzgefährdet" halten, da sich das überdurchschnittlich konjunktursensible Metall bislang relativ robust gezeigt habe und es von allen LME-Werten am weitesten von den eigenen Produktionskosten entfernt notiere. Wenig Luft nach unten hätten nach Erachten der Analysten dagegen die Preise für Aluminium, Nickel und Blei. (03.08.2012/ac/a/m)
Mit der Ausnahme von Blei (+3%) hätten sämtliche NE-Metalle in den zurückliegenden vier Wochen einen Preisrückgang in der Größenordnung von 1% (Aluminium) bis 5% (Nickel) verzeichnet. Beherrschendes Thema an Finanz- und Metallmärkten sei abermals die anhaltende Euro-Schuldenkrise gewesen. Aber auch die Wachstumsabschwächung im Reich der Mitte sorge zunehmend für Nervosität unter den Marktakteuren.
Aus rein charttechnischer Sicht würden die kommenden Wochen versprechen, für Kupfer und Co. interessant zu werden. Gemessen am LMEX würden auf dem aktuellen Niveau und knapp darunter zwei markante Unterstützungen verlaufen, welche seit 2011 bzw. 2010 nicht mehr unterboten worden seien. Auf der Oberseite nähere sich indes der Abwärtstrend, wodurch eine Keilformation entstehe. Ein Ausbruch in die eine oder andere Richtung könnte demnach spürbare Folgekäufe bzw. -verkäufe nach sich ziehen und der zuletzt eher erratischen Entwicklung eine klarere Richtung geben.
Mittel- bis langfristig würden die Metallmarktperspektiven aber zweifellos von der weiteren Konjunkturentwicklung abhängen. Die Lager würden sich aktuell gespalten zwischen einem erneuten Abgleiten der Weltwirtschaft in die Rezession und einer (geldpolitisch gestützten) Stabilisierung mit moderatem Wachstum präsentieren. Letzteres entspreche auch dem Hauptszenario der Analysten. Die Fundamentaldaten der einzelnen Metalle würden diese Sicht bislang unterstützen, indem sie sich trotz Abschwächung weiter im "grünen" Bereich bewegen würden.
Im unerwarteten Fall eines globalen Abschwungs würden die Analysten Kupfer für besonders "absturzgefährdet" halten, da sich das überdurchschnittlich konjunktursensible Metall bislang relativ robust gezeigt habe und es von allen LME-Werten am weitesten von den eigenen Produktionskosten entfernt notiere. Wenig Luft nach unten hätten nach Erachten der Analysten dagegen die Preise für Aluminium, Nickel und Blei. (03.08.2012/ac/a/m)
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