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Kupfer als Konjunkturindikator
17.10.11 09:26
DekaBank
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach wie vor beschäftigt die Kapitalmärkte die Frage, ob die Weltwirtschaft erneut in eine Rezession rutschen wird oder ob diese doch noch vermeidbar ist, berichten die Analysten der DekaBank.
Ein beliebter Konjunkturindikator aus dem Rohstoffsektor sei die Kupferpreisentwicklung. Kupfer als eines der bedeutendsten Industriemetalle werde vornehmlich im Bauwesen, im Maschinenbau und in der Elektrotechnik verwendet. Deshalb sei der Kupferpreis starken zyklischen Schwankungen unterworfen. Die Preisänderungen bei Kupfer würden gut zur weltwirtschaftlichen Dynamik passen. Mit wenigen Ausnahmen würden die Zyklen des Kupferpreises und der weltweiten Einkaufsmanagerindices (PMI) recht synchron verlaufen.
Der Kupferpreis sei auf den tiefsten Stand in diesem Jahr gefallen. Während Kupfer im Juli noch um 43% teurer gehandelt worden sei als ein Jahr zuvor, sei im September nur ein Plus von 6% (yoy) übrig geblieben. Die Oktoberzahlen würden bislang sogar auf einen Rückgang im Vorjahresvergleich hindeuten. Zu dieser Entwicklung passe auch die Positionierung der Rohstoffspekulanten. Ende September seien die nicht-kommerziellen Kupferhändler dazu übergegangen, mehrheitlich auf fallende Kupfernotierungen zu setzen. Eine Netto-Short-Positionierung habe es bei den Kupferspekulanten zuletzt vor zwei Jahren gegeben.
Dabei komme starke Unterstützung für den Kupferpreis von der Angebotsseite. Streiks würden die Produktion in verschiedenen Ländern wie Peru und Indonesien behindern. Auf der Nachfrageseite spiele China die erste Geige. Etwa ein Drittel des globalen Kupferkonsums gehe auf China zurück, wo die Nettoimporte von Kupfer in den letzten Wochen von mäßigem Niveau aus sogar angezogen hätten. Dass die chinesische Kupfernachfrage noch ordentlich sei, zeige sich zudem in leicht fallenden Lagerbeständen am Börsenplatz Shanghai. Dagegen komme Europa nur für ca. 15% der globalen Kupfernachfrage auf.
Der Blick auf den Kupferpreis und den Welt-PMI bestätige das Bild, dass die Stimmungsindikatoren dem makroökonomischen Umfeld etwas davon gelaufen seien. Bei einer weiteren Verschlechterung des Makrosentiments werde wohl der Abwärtsdruck auf den Kupferpreis bestehen bleiben und noch eine Weile die Knappheit am Kupfermarkt in den Hintergrund drängen. Die Vergangenheit zeige, dass ein leichter Rückgang des Kupferpreises im Vorjahresvergleich nicht auf eine globale Rezession hindeuten müsse. Seit dem Jahr 2000 sei allerdings eine Verbilligung von Kupfer deutlich im zweistelligen Prozentbereich (yoy) mit einer globalen Rezession einhergegangen. (17.10.2011/ac/a/m)
Ein beliebter Konjunkturindikator aus dem Rohstoffsektor sei die Kupferpreisentwicklung. Kupfer als eines der bedeutendsten Industriemetalle werde vornehmlich im Bauwesen, im Maschinenbau und in der Elektrotechnik verwendet. Deshalb sei der Kupferpreis starken zyklischen Schwankungen unterworfen. Die Preisänderungen bei Kupfer würden gut zur weltwirtschaftlichen Dynamik passen. Mit wenigen Ausnahmen würden die Zyklen des Kupferpreises und der weltweiten Einkaufsmanagerindices (PMI) recht synchron verlaufen.
Dabei komme starke Unterstützung für den Kupferpreis von der Angebotsseite. Streiks würden die Produktion in verschiedenen Ländern wie Peru und Indonesien behindern. Auf der Nachfrageseite spiele China die erste Geige. Etwa ein Drittel des globalen Kupferkonsums gehe auf China zurück, wo die Nettoimporte von Kupfer in den letzten Wochen von mäßigem Niveau aus sogar angezogen hätten. Dass die chinesische Kupfernachfrage noch ordentlich sei, zeige sich zudem in leicht fallenden Lagerbeständen am Börsenplatz Shanghai. Dagegen komme Europa nur für ca. 15% der globalen Kupfernachfrage auf.
Der Blick auf den Kupferpreis und den Welt-PMI bestätige das Bild, dass die Stimmungsindikatoren dem makroökonomischen Umfeld etwas davon gelaufen seien. Bei einer weiteren Verschlechterung des Makrosentiments werde wohl der Abwärtsdruck auf den Kupferpreis bestehen bleiben und noch eine Weile die Knappheit am Kupfermarkt in den Hintergrund drängen. Die Vergangenheit zeige, dass ein leichter Rückgang des Kupferpreises im Vorjahresvergleich nicht auf eine globale Rezession hindeuten müsse. Seit dem Jahr 2000 sei allerdings eine Verbilligung von Kupfer deutlich im zweistelligen Prozentbereich (yoy) mit einer globalen Rezession einhergegangen. (17.10.2011/ac/a/m)
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