Kupfer auch durch festeren US-Dollar belastet


20.06.11 13:42
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Neben den anderen Rohstoffpreisen stehen auch die Metalle zum Wochenauftakt unter Druck, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Grund hierfür sei die anhaltende Verunsicherung und hohe Risikoaversion unter den Marktteilnehmern, die sich auch in schwachen asiatischen Aktienmärkten widerspiegle. Die EU-Finanzminister hätten sich gestern bei ihrem Treffen in Brüssel nicht auf eine gemeinsame Lösung der Schuldensituation in Griechenland einigen können. Daneben belaste ein festerer US-Dollar die Preise.

Allerdings könnten sie einen Teil ihrer anfänglichen Verluste bereits wieder wettmachen. Kupfer beispielsweise handle um die psychologisch wichtige Marke von 9.000 USD je Tonne. Die spekulativen Finanzanleger hätten bei Kupfer in der Woche zum 14. Juni die dritte Woche in Folge ihre Netto-Long-Positionen um 11% bzw. 900 auf 8.954 Kontrakte ausgeweitet. Dies entspreche einem 6-Wochenhoch. Der Aufbau der Positionen sei jedoch von einem sehr niedrigen Niveau aus erfolgt und solle daher nicht überbewertet werden. Der Kupferpreis habe in der Beobachtungsperiode dementsprechend auch kaum reagiert. Sollten die spekulativen Finanzanleger demnächst wieder verstärkt auf steigende Preise setzen, dürften die Metalle und insbesondere Kupfer gut unterstützt sein. (20.06.2011/ac/a/m)