Kupfer fällt auf 3-Monatstief


11.04.12 14:26
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Eine stark gestiegene Risikoaversion der Marktteilnehmer im Zuge schwach interpretierter Konjunkturdaten aus den USA und China führten gestern zu hohen Preisverlusten bei den Industriemetallen, berichten die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Diese würden sich heute Morgen zum Teil noch fortsetzen. Kupfer sei gestern um 4% auf 8.025 USD je Tonne und damit den tiefsten Stand seit drei Monaten gefallen. Der Abverkauf sei durch das Unterschreiten der 200-Tage-Linie - ein charttechnisch negatives Signal - noch verstärkt worden. Aluminium sei unter den Industriemetallen der zweitgrößte Verlierer gewesen und sei ebenfalls auf ein 3-Monatstief von 2.065 USD je Tonne gefallen.

Alcoa (ISIN US0138171014/ WKN 850206), einer der weltweit größten Aluminiumproduzenten, habe sich gestern im Rahmen seiner Quartalsberichterstattung vorsichtig optimistisch für den Aluminiummarkt gezeigt. Das Unternehmen erwarte vor allem von der Flugzeug- und Autoindustrie eine hohe Nachfrage. Die Einschätzung von Alcoa, dass der globale Aluminiummarkt in diesem Jahr ein Angebotsdefizit von bis zu 435 Tsd. Tonnen aufweisen könnte, sei für die Analysten dagegen nicht nachvollziehbar.

Denn bislang sei die Aluminiumproduktion trotz einiger Ankündigungen kaum reduziert worden. Alcoa selbst habe seine Produktion im letzten Quartal sogar auf 951 Tsd. Tonnen ausgeweitet. Der Markt bleibe nach Erachten der Analysten auf absehbare Zeit mit Aluminium überversorgt. Im Wesentlichen seien es die hohen Produktionskosten, bedingt durch hohe Energiekosten, die einem deutlichen Preisverfall von Aluminium entgegenstehen sollten. (11.04.2012/ac/a/m)