Kupfer konnte sich bis auf gut 7.600 USD erholen


25.05.12 13:28
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Kupfer konnte sich im gestrigen Handelsverlauf bis auf gut 7.600 USD je Tonne erholen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Die Rohstoffunternehmen würden zurzeit keinen Anlass für eine anhaltende Preisschwäche sehen. Zum einen sei die Bedeutung Europas sei zurzeit sehr gering. Laut WBMS sei auf die Länder der Eurozone im März lediglich 13,6% der weltweiten Nachfrage nach Kupferraffinade entfallen.

Der weltgrößte Kupferrecycler Aurubis (ISIN DE0006766504/ WKN 676650) rechne vor, dass ein Prozentpunkt weniger Wachstum im europäischen Markt sich in einem jährlichem Minderbedarf von 28.000 Tonnen Kupfer niederschlage, was 0,15% des globalen Kupferverbrauchs entspreche. Berücksichtige man, dass allein im Monat Februar laut der International Copper Study Group ICSG der globale Kupfermarkt ein Produktionsdefizit von 110 Tsd. Tonnen verzeichnet habe (saisonal bereinigt), werde die geringe Bedeutung Europas deutlich.

In den ersten beiden Monaten sei das Defizit mit 193 Tsd. Tonnen fast doppelt so hoch ausgefallen wie im Vorjahr. Gleichzeitig würden die Rohstoffkonzerne von einer Erholung der chinesischen Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte ausgehen. Auch der heute gemeldete Wochenrückgang der Lagerbestände in Shanghai um weitere 10% stütze den Preis.

Seit Mitte März seien die SHFE-Lager um gut 30% auf 157 Tsd. Tonnen geschrumpft, was auf einen deutlich engeren Kupfermarkt hindeute als von vielen Beobachtern erwartet. Die LME-Lagerbestände hätten sich seit Oktober 2011 sogar mehr als halbiert. Die Ängste vor einer weiteren Verknappung am Kupfermarkt würden zusätzlich von Spekulationen um die Einführung physisch gedeckter Kupfer-ETFs in den USA geschürt. (25.05.2012/ac/a/m)