Kupfer spekulative Netto-Long-Positionen auf höchstem Stand seit August 2011


05.03.12 13:02
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Metallpreise starten verhalten in die neue Handelswoche und geben in der Breite moderat nach, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Dies erfolge im Einklang mit einem festeren US-Dollar und schwächeren asiatischen Aktienmärkten. Der chinesische Premierminister Wen Jiabao habe heute Morgen auf dem jährlichen Volkskongress die offizielle Wachstumsprognose moderat nach unten revidiert. Demnach solle die chinesische Wirtschaft in diesem Jahr wie von den Analysten bereits schon zuvor erwartet um 7,5% wachsen, für die Inflation werde eine Zielrate von 4% angestrebt. In den vergangenen Jahren sei stets ein Wirtschaftswachstum von 8% anvisiert worden.

Zugleich werde die chinesische Regierung ihre "proaktive" Fiskalpolitik und "umsichtige" Geldpolitik beibehalten, was auf eine weitere Lockerung der letztgenannten hindeute. Die Auswirkungen des niedrigeren Wachstums auf die Nachfrage nach Metallen und die Metallpreise selbst dürften sich daher in Grenzen halten.

Wie die CFTC-Statistik zur Marktpositionierung der spekulativen Finanzanleger zeige, hätten diese in der Woche zum 28. Februar ihre Netto-Long-Positionen bei Kupfer um 17% ausgeweitet. Mit 15,5 Tsd. Kontrakten würden sie auf dem höchsten Stand seit Anfang August 2011 liegen. Damit hätten die spekulativen Finanzinvestoren zum Preisanstieg von Kupfer in der Beobachtungsperiode beigetragen.

Unterdessen stehe die Produktion in der Grasberg-Mine in Indonesien weiter still. Bestrebungen des Minenbetreibers, die Produktion heute nach einem bislang einwöchigen Ausfall wieder anzufahren, sei von der Gewerkschaft eine Absage erteilt worden. (05.03.2012/ac/a/m)