Kupferpreis in diesem Jahr bislang um 15% gestiegen


10.02.12 14:18
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Gemäß Daten der chinesischen Zollbehörde hat China im Januar mit knapp 414 Tsd. Tonnen 14% mehr Kupfer importiert als im Jahr zuvor, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes seien die Daten allerdings verzerrt, sodass die Aussagekraft diesmal eingeschränkt sei. Denn während die Feierlichkeiten dieses Jahr im Januar stattgefunden hätten, seien die Märkte in China 2011 eine Woche lang im Februar geschlossen. D.h. aber auch, dass die Kupferimporte im Januar 2012 ohne das Neujahrsfest wahrscheinlich noch deutlich höher ausgefallen wären.

Allerdings scheine China derzeit über Bedarf zu importieren, wie ein Blick auf die lokalen Lagerbestände zeige. Denn die Kupfervorräte in den Lagerhäusern der SHFE seien in dieser Woche auf knapp 200 Tsd. Tonnen und damit einen Rekordwert gestiegen. Da aktuell die Verfügbarkeit von Kupfer im Reich der Mitte relativ hoch sei, könnte es in den kommenden Monaten zu einem Nachlassen der Importdynamik kommen.

Zudem sei der Kupferpreis in diesem Jahr bislang um 15% gestiegen, sodass auch deshalb die Käufe Chinas an den internationalen Märkten abnehmen könnten. Da die chinesischen Importe zuletzt preisbewegend gewesen seien, könnten im Falle geringerer Importe die Metallpreise unter Druck kommen. Die Einfuhren von Aluminium hätten im Januar mit 92,1 Tsd. Tonnen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres gelegen. (10.02.2012/ac/a/m)