Kupferpreis von Pessimismus der Finanzanleger belastet


20.08.12 11:52
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Metallpreise zeigen sich zum Auftakt in eine relativ datenarme Handelswoche verhalten und geben in der Breite moderat nach, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Allerdings halte sich z.B. Kupfer noch über der Marke von 7.500 USD je Tonne, die am Feitag zum ersten Mal seit einer Woche wieder überschritten worden sei. Preisunterstützende Nachrichten seien am Wochenende aus China gekommen, wo Daten des Nationalen Statistikbüros zufolge die Hauspreise im Juli in 49 der 70 in der Statistik erfassten Städte gestiegen seien. Dies sei der höchste Anteil seit 14 Monaten und dürfte auf die zwei Zinssenkungen sowie Anreize für Erstkäufer zurückzuführen sein. Die Marktteilnehmer dürften diese Woche mit Interesse die Veröffentlichung der detaillierten chinesischen Handelsbilanz verfolgen, die Aufschluss über die aktuelle Nachfragedynamik, vor allem bei Metallen, im Reich der Mitte geben werde.

Die spekulativen Finanzinvestoren hätten im Falle von Kupfer in der Woche zum 14. August ihre Netto-Short-Positionen die zweite Woche in Folge um 31% auf 10,8 Tsd. Kontrakte ausgeweitet. Dies entspreche dem höchsten Stand seit sieben Wochen. Damit hätten die Finanzanleger zum Preisrückgang von Kupfer in der Beobachtungsperiode beigetragen. Der hohe Pessimismus stehe derzeit zwar einem deutlichen Preisanstieg entgegen, allerdings bilde dieser auch den Boden für nachhaltig höhere Preise, sollte die Stimmung drehen. (20.08.2012/ac/a/m)