Kupferpreise nachgegeben


07.05.12 13:27
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Metalle konnten sich dem Preisrutsch der Energieträger am Freitag zumindest teilweise entziehen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Insbesondere Nickel habe sich gegen den Abwärtstrend der zyklischen Rohstoffe gestemmt und den Handel unverändert beendet. Gestern sei in Indonesien die neue Exportsteuer für Rohstoffe in Kraft getreten. Diese betrage im Durchschnitt 20% und gelte für 14 Rohmaterialien - auch für Nickel. Da Indonesien der weltweit drittgrößte Nickelminenproduzent sei, könnte dies das Angebot am globalen Nickelmarkt merklich einschränken.

Aufgrund eines Bankfeiertages finde heute an der Londoner Metallbörse kein Handel statt. Die Metallpreise dürften allerdings wohl morgen den weiteren Rückgang der Energiepreise nachvollziehen.

In Shanghai und in New York gäben die Kupferpreise bereits heute schon nach. Nachdem die spekulativen Finanzinvestoren bei Kupfer im April ihre Netto-Long-Positionen fast vollständig abgebaut hätten, seien sie in der Woche zum 1. Mai wieder stark ausgeweitet worden. Mit 15,6 Tsd. Kontrakten befänden sich die Netto-Long-Positionen auf dem höchsten Niveau seit vier Wochen. Damit hätten die spekulativen Finanzinvestoren maßgeblich zum 3,6%-igen Preisanstieg von Kupfer in der Beobachtungsperiode beigetragen. Da der Preis nach dem Datenstichtag bereits wieder um 3,1% gefallen sei, dürften die Wetten auf steigende Preise mittlerweile wieder reduziert worden sein. (07.05.2012/ac/a/m)