LBBW Zyklus Strategie R Fonds: 04/2022-Bericht, Wertzuwachs von 0,7% - Fondsanalyse


23.06.22 11:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel der Anlagepolitik des LBBW Zyklus Strategie R ist es, bei Beachtung des Risikogesichtspunktes einen möglichst hohen Vermögenszuwachs zu erwirtschaften, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der LBBW Zyklus Strategie sei ein dividendenorientierter Fonds, der Erkenntnisse aus der "Behavioral Finance" (Börsenpsychologie) nutze. Anhand eines eigens entwickelten Dividenden-Zyklus würden Aktien selektiert und deren Kaufzeitpunkt bestimmt. Die Strategie habe das Ziel einer positiven Jahresperformance bei gleichzeitig hohem ordentlichem Ertrag und niedriger Volatilität (Schwankungsbereich). Den Anlageschwerpunkt würden derzeit Euroland-Aktien bilden. Sollte das Modell keine geeigneten Aktien anzeigen, so erfolge eine Investition im Rahmen der vorgegebenen Anlagegrenzen z.B. in Anleihen. Mehr als 50% des Aktivvermögens des Fonds würden in Kapitalbeteiligungen i. S. d. § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt.

Die sogenannten stagflationären Tendenzen hätten im April weiter zugenommen. Einerseits habe Chinas Null-Covid-Politik zu Unterbrechungen der globalen Lieferketten geführt, während das Importembargo gegenüber russischen Rohstoffen das Rohstoffangebot knapp gehalten habe. Diese ungünstige Gemengelage habe das globale Wachstum vor allem über die Angebotsseite beeinträchtigt und das Inflationsprofil auf deutlich erhöhtem Niveau gehalten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien die Preise im Euroraum um 7,5% und in den USA um 8,5% gestiegen. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Euroraums habe im ersten Quartal eine schleppende und uneinheitliche Dynamik gezeigt, während das Wachstum des US-BIP um 1,4% rückläufig gewesen sei.

Aktienmärkte hätten im April teils deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Der DAX habe den Monat mit einem Kursverlust von rund 2,2% beendet. Der marktbreite STOXX Europe 600 habe ca. 0,57% verloren. Die US-Standardwerte hätten den April mit ca. -8,7% beendet und US-Technologiewerte hätten mit ca. 13% stark verloren (jeweils in USD).

Der Anleihemarkt habe sich im April dem globalen Trend steigender Zinssätze nicht entziehen können. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sei um ca. 0,60% auf rund 2,94% und die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen von ca. 0,55% auf rund 0,94% gestiegen. Der Euro habe zum US-Dollar mit rund -4,7% deutlich verloren und mit ca.1,054 US-Dollar je Euro geschlossen.

Die Volatilität (Häufigkeit und Intensität der Preisschwankungen) des Fonds habe innerhalb des letzten Laufzeitjahres bei rund 16,28% gelegen und sei damit geringer gewesen als beispielsweise die des EURO STOXX 50-Index, welche bei ca. 17,31% gelegen habe. Die Aktienquote habe zum Monatsende rund 99,0% betragen. Mit der Auswahl und Gewichtung innerhalb der Branchen seien im April mit dem Industriesektor (z.B. Huhtamaki), der Telekommunikationsbranche (z.B. KPN) und dem Gesundheitssektor (z.B. Sanofi) jeweils relative Vorteile erzielt worden, hingegen habe sich die Gewichtung in der Chemiebranche (z.B. Covestro), der Einzelhandelsbranche (z.B. Kesko) sowie im Versorgungssektor (z.B. E.ON) im Marktvergleich als weniger gut erwiesen. Der Schwerpunkt der Investitionen habe nach Ländern in Deutschland gelegen, gefolgt von Frankreich und den Niederlanden. Die größten Branchenanteile im Fonds hätten Versicherungswerte, die Automobilbranche, der Bausektor und Technologiewerte gebildet. (Stand vom 29.04.2022) (23.06.2022/fc/a/f)






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