Lazard European HighYield 11'10-Bericht


13.12.10 17:05
Lazard Asset Management

Delaware (aktiencheck.de AG) - Der Lazard European HighYield setzt auf die Erzielung einer attraktiven Rendite durch eine diversifizierte Anlage in europäische Hochzinsanleihen, so die Experten von Lazard Asset Management.

Im November habe der europäische High Yield-Markt deutlich verloren. Der Markt, repräsentiert durch den Merrill Lynch Index European Issuers/European Currencies, 100%, abgesichert in EUR, habe eine negative Wertentwicklung von -4,86% verzeichnet.

Ungeachtet von positiven Wirtschaftszahlen aus den USA und Europa habe erneut die Staatsanleihenkrise in diesem Monat im Fokus gestanden und für negative Kursbewegungen gesorgt. Der irische Staat habe, ähnlich wie zuvor Griechenland, ein finanzielles Rettungspaket von EUR 85 Mrd. erhalten. Das Geld werde zur Sanierung des Bankensystems und zur Sicherstellung der Staatsliquidität verwandt. Mittlerweile würden sich die Märkte allerdings auf ähnliche Maßnahmen für weitere Länder wie Portugal und Spanien fokussieren, was weiterhin für hohe Volatilität bei Staatsanleihen und "Sovereign CDS" sorgen werde.

Die Unternehmenszahlen im High-Yield-Sektor seien trotz der Turbulenzen an den Kapitalmärkten weiterhin positiv ausgefallen. Beispielsweise hätten der internationale Kabelnetzbetreiber UPC, als auch seine deutsche Tochter Unity Media gute Unternehmenszahlen berichten können. Auch andere Kabelanbieter, wie z. B. Kabel Deutschland und Ono hätten im abgelaufenen Quartal von der starken Nachfrage nach "high speed"-Internet profitiert.

Ebenfalls positiv seien die Daten für den Autovermieter Europcar ausgefallen, der wie der italienische Telefonanbieter Wind, solide Zahlen berichtet habe. Auch der britische Fernsehsender ITV habe positive Quartalsdaten veröffentlicht. Zu den wenigen enttäuschenden Resultaten hätten erneut die Bilanzzahlen der skandinavischen Reederei Stena gehört.

Auch im November hätten High-Yield-Emittenten das zu Monatsbeginn noch freundliche Marktumfeld genutzt, um Anschlussfinanzierungen für auslaufende Kredite zu bekommen. Beispielweise hätten Unternehmen wie z. B. Europcar, R&R Ice Dream und TVN Unternehmensanleihen begeben.

Ende November seien Anleihen von Oester Volksbank, Europcar, Fiat, HSH Nordbank, Hypo Real Estate, MDM Bank, Pipe Holdings und RBS aus dem Index herausgefallen. Ende November seien Anleihen von BAA, Bes Finance, Europcar, Exova, FCE Bank, R&R Ice Cream, KUKA, Pipe Holdings, Siemens Enterprise, Telenet, TVN, Wind und Zagrebacki Holdings in den Index aufgenommen worden.

Trotz des Rückschlags, den das High-Yield-Segment im November zu verzeichnen gehabt habe, gehe man davon aus, dass der Markt das Jahr 2010 mit einem deutlichen Wertzuwachs beenden könne.

Auch für den Beginn des neuen Jahres seien die Experten optimistisch gestimmt und würden den Trend für positive Erträge weiterhin intakt sehen. Das High-Yield-Universum beinhalte kaum Emittenten aus Griechenland, Irland, Italien und Spanien. Vielmehr sei der Fokus auf Emittenten aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die zuletzt sehr positive Unternehmenszahlen berichtet hätten. Wie in den vergangenen Monaten würden allerdings auch die kommenden Wochen von hohen Volatilität geprägt sein. (Stand vom 01.12.2010) (13.12.2010/fc/a/f)