Erweiterte Funktionen
Lazard European HighYield Halbjahresbericht
06.12.07 13:22
Lazard Asset Management
Delaware (aktiencheck.de AG) - Die letzte Berichtsperiode vom 01.04.2007 bis zum 30.09.2007 stand nach anfänglich positiver Entwicklung ganz im Zeichen der Krise am amerikanischen Hypothekenmarkt, diese wurde durch eine Vielzahl von Ausfällen in dem als ohnehin problematisch eingestuften Subprime-Segment ausgelöst, so die Experten von Lazard Asset Management zum Lazard European HighYield.
Vor Eintreten der Krise sei die Nachfrage nach Rendite und Kreditprämie weiterhin groß geblieben und habe in einem von niedrigen Risikoprämien geprägten Markt bei den Investoren zu einer Akzeptanz nachteiliger Anleihebedingungen zugunsten höherer Risikoaufschläge geführt.
Nach kurzzeitigen Tiefstständen im Mai hätten sich die Risikoprämien zum Ende der Berichtsperiode durch den von der Hypothekenkrise ausgelösten Druck auf die Finanzwirtschaft ausgeweitet. Gegen Ende September habe sich, getrieben durch die zur Verfügung gestellte Liquidität seitens der Zentralbanken und der anschließenden Zinssenkung der Federal Reserve Bank (FED), der Start einer Aufholjagd des High Yield-Marktes gezeigt. Insbesondere die weiteren Risikoaufschläge der Monate Juli und August würden den europäischen High Yield-Markt zum Wiedereinstieg attraktiv machen.
Allgemein habe sich der Hochzinsbereich während der letzten Berichtsperiode äußerst volatil gezeigt. Nach einer positiven Entwicklung im Mai habe der High Yield-Markt in den darauf folgenden Monaten schwer unter der so genannten "Flucht in die Qualität" leiden müssen. Trotz guter fundamentaler Daten und einer in Europa zufriedenstellend verlaufenden Konjunktur habe sich der durch die Immobilienkrise in den USA entstandene Vertrauensverlust in ABS/MBS unter anderem auch auf die Hochzinsanleihen ausgeweitet.
Genötigt durch eine drohende Liquiditätskrise, hätten die Zentralbanken daraufhin ihre bis dato restriktive Politik gelockert und den Banken die dringend benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt. Die zusätzliche Zinssenkung der FED im September habe den ohnehin schon schwachen normalen Rentenmarkt belastet und dem High Yield-Segment zum Ablauf der Berichtsperiode dann wieder zu einer ansatzweise neuen Energie verholfen.
Der Lazard European HighYield habe im Berichtszeitraum eine Performance von -2,95% erzielen können und damit deutlich unter dem Ertragsniveau von Staatsanleihenportfolios oder sonstigen Investment Grade-Indices gelegen, welche von der bereits angesprochenen "Flucht in die Qualität" hätten profitieren können. Gegenüber dem gesamten High Yield-Markt (repräsentiert durch den Merrill Lynch European High Yield, European Issuers and Currencies-Index, 100% abgesichert in EUR), der -1,50% verloren habe, habe der Fonds leichte Abschläge hinnehmen müssen.
Der High Yield-Markt stehe im Moment vor einem Scheideweg, bzw. einer möglichen Trendwende. Sollte es dem High Yield-Markt gelingen, zu einer baldigen Normalisierung und der Wiederherstellung des Anlegervertrauens zu kommen, berge das augenblickliche Umfeld von guten Fundamentaldaten, geringen europäischen Ausfallraten und angemessenen Risikoprämien zukünftig ein interessantes Ertragspotenzial. Andererseits hänge das Damoklesschwert der Immobilienkrise immer noch schwer über dem Gesamtmarkt und könnte durch neu eintreffende Negativmeldungen für erneute Turbulenzen sorgen.
Vor dem Hintergrund der zum Ende der Berichtsperiode angespannten Lage bleibe abzuwarten, inwieweit die Investmentbanken versuchen würden, etwaige Neuemissionen zu platzieren und den Markt somit weiter zum Leben zu erwecken. Generell sei jedoch eine Steigerung des idiosynkratischen Risikos, bzw. einer selektiven Verschlechterung der Kreditqualität zu beobachten. Dementsprechend würden ein Verständnis der Anleihebedingungen sowie eine detaillierte Unternehmensanalyse jedes einzelnen Emittenten zunehmend wichtigere Rollen spielen.
Bezug nehmend auf die Berichtsperiode sollte der Hauptfokus weiterhin auf die Liquidität, die Nachfrage nach Neuemissionen und auf die gesamtwirtschaftliche Verfassung gerichtet sein. Hier sei entscheidend, inwiefern mögliche Nachwirkungen das High Yield-Umfeld beeinflussen könnten. Die Einstellung der Experten von Lazard Asset Management gegenüber dem europäischen High Yield-Markt konstituiere sich jedoch positiv. Die weiteren Spreads aus Juli und August, die konstante Nachfrage nach attraktiven Anlagemöglichkeiten und ein langsam wieder erstarkendes Vertrauen seitens der Anleger würden einen sich immer weiter stabilisierenden Markt erwarten lassen.
Trotz positiver Gesinnung gegenüber dem High Yield-Markt und der Möglichkeit, aufgrund von Bewertungsabschlägen Kursgewinnpotenzial zu nutzen, bleibe die Einzeltitelauswahl ein eminent wichtiger Bestandteil. Nur so könne sichergestellt werden, dass das Risiko auch adäquat bezahlt werde. Sorgfältige Analyse gepaart mit einer stringenten Ausrichtung anhand der Risikosteuerung würden entscheidende Faktoren bleiben, um in einem komplexen Markt erfolgreich zu agieren. (Stand vom 30.09.2007) (06.12.2007/fc/a/f)
Vor Eintreten der Krise sei die Nachfrage nach Rendite und Kreditprämie weiterhin groß geblieben und habe in einem von niedrigen Risikoprämien geprägten Markt bei den Investoren zu einer Akzeptanz nachteiliger Anleihebedingungen zugunsten höherer Risikoaufschläge geführt.
Nach kurzzeitigen Tiefstständen im Mai hätten sich die Risikoprämien zum Ende der Berichtsperiode durch den von der Hypothekenkrise ausgelösten Druck auf die Finanzwirtschaft ausgeweitet. Gegen Ende September habe sich, getrieben durch die zur Verfügung gestellte Liquidität seitens der Zentralbanken und der anschließenden Zinssenkung der Federal Reserve Bank (FED), der Start einer Aufholjagd des High Yield-Marktes gezeigt. Insbesondere die weiteren Risikoaufschläge der Monate Juli und August würden den europäischen High Yield-Markt zum Wiedereinstieg attraktiv machen.
Allgemein habe sich der Hochzinsbereich während der letzten Berichtsperiode äußerst volatil gezeigt. Nach einer positiven Entwicklung im Mai habe der High Yield-Markt in den darauf folgenden Monaten schwer unter der so genannten "Flucht in die Qualität" leiden müssen. Trotz guter fundamentaler Daten und einer in Europa zufriedenstellend verlaufenden Konjunktur habe sich der durch die Immobilienkrise in den USA entstandene Vertrauensverlust in ABS/MBS unter anderem auch auf die Hochzinsanleihen ausgeweitet.
Der Lazard European HighYield habe im Berichtszeitraum eine Performance von -2,95% erzielen können und damit deutlich unter dem Ertragsniveau von Staatsanleihenportfolios oder sonstigen Investment Grade-Indices gelegen, welche von der bereits angesprochenen "Flucht in die Qualität" hätten profitieren können. Gegenüber dem gesamten High Yield-Markt (repräsentiert durch den Merrill Lynch European High Yield, European Issuers and Currencies-Index, 100% abgesichert in EUR), der -1,50% verloren habe, habe der Fonds leichte Abschläge hinnehmen müssen.
Der High Yield-Markt stehe im Moment vor einem Scheideweg, bzw. einer möglichen Trendwende. Sollte es dem High Yield-Markt gelingen, zu einer baldigen Normalisierung und der Wiederherstellung des Anlegervertrauens zu kommen, berge das augenblickliche Umfeld von guten Fundamentaldaten, geringen europäischen Ausfallraten und angemessenen Risikoprämien zukünftig ein interessantes Ertragspotenzial. Andererseits hänge das Damoklesschwert der Immobilienkrise immer noch schwer über dem Gesamtmarkt und könnte durch neu eintreffende Negativmeldungen für erneute Turbulenzen sorgen.
Vor dem Hintergrund der zum Ende der Berichtsperiode angespannten Lage bleibe abzuwarten, inwieweit die Investmentbanken versuchen würden, etwaige Neuemissionen zu platzieren und den Markt somit weiter zum Leben zu erwecken. Generell sei jedoch eine Steigerung des idiosynkratischen Risikos, bzw. einer selektiven Verschlechterung der Kreditqualität zu beobachten. Dementsprechend würden ein Verständnis der Anleihebedingungen sowie eine detaillierte Unternehmensanalyse jedes einzelnen Emittenten zunehmend wichtigere Rollen spielen.
Bezug nehmend auf die Berichtsperiode sollte der Hauptfokus weiterhin auf die Liquidität, die Nachfrage nach Neuemissionen und auf die gesamtwirtschaftliche Verfassung gerichtet sein. Hier sei entscheidend, inwiefern mögliche Nachwirkungen das High Yield-Umfeld beeinflussen könnten. Die Einstellung der Experten von Lazard Asset Management gegenüber dem europäischen High Yield-Markt konstituiere sich jedoch positiv. Die weiteren Spreads aus Juli und August, die konstante Nachfrage nach attraktiven Anlagemöglichkeiten und ein langsam wieder erstarkendes Vertrauen seitens der Anleger würden einen sich immer weiter stabilisierenden Markt erwarten lassen.
Trotz positiver Gesinnung gegenüber dem High Yield-Markt und der Möglichkeit, aufgrund von Bewertungsabschlägen Kursgewinnpotenzial zu nutzen, bleibe die Einzeltitelauswahl ein eminent wichtiger Bestandteil. Nur so könne sichergestellt werden, dass das Risiko auch adäquat bezahlt werde. Sorgfältige Analyse gepaart mit einer stringenten Ausrichtung anhand der Risikosteuerung würden entscheidende Faktoren bleiben, um in einem komplexen Markt erfolgreich zu agieren. (Stand vom 30.09.2007) (06.12.2007/fc/a/f)


