Erweiterte Funktionen
Lyxor Hedge Fund Index im November um 1,3% gestiegen
15.12.14 09:10
Lyxor Asset Management
Paris (www.fondscheck.de) - Der Lyxor Hedge Fund Index stieg im November um 1,3% (seit Jahresbeginn +0,1%), so die Experten von Lyxor Asset Management in ihrer aktuellen "Lyxor Expert Opinion".
Acht von zwölf Indices von Lyxor hätten den Monat im Plus geschlossen, angeführt vom Lyxor CTA Long Term Index (+7,8%), dem Lyxor CTA Short Term Index (+5,9%), dem Lyxor Special Situation Index (+3,0%) und dem Lyxor L/S Equity Market Neutral Index (+1,6%).
Die Mitte Oktober eingesetzte Rally habe sich im November fortgesetzt, ohne sich jedoch auf die wichtigsten Staatsanleihen auszuwirken. Risikoreiche Anlagen seien von der Reflationsdynamik in Japan, China und voraussichtlich auch Europa gestützt worden. Gleichzeitig sei der beschleunigte Absturz der Rohölpreise eine Umschichtung von Anlagen angestiegen, aus der sich zahlreiche thematische Handelsmöglichkeiten ergeben hätten. CTAs hätten im Monatsverlauf beeindruckende +7,8% geliefert, gefolgt von den kurzfristigen Modellen, den Special Situations und den Long-Biased-L/S-Aktienfonds. Die Kreditstrategien seien im Monatsverlauf hinterhergehinkt.
L/S-Aktienfonds hätten sowohl eine starke Beta- als auch eine starke Alpha-Performance verzeichnet. Eine Reihe von makrobezogenen Themen habe zu klaren Sektorumschichtungen und zur Generierung von Alpha geführt. Die Fonds hätten bedeutende Beteiligungen an den Verbrauchersektoren der Industrieländer gehalten, die als Folge der geringeren Ölpreise eine Outperformance erzielt hätten. Im Zuge des stärkeren Aufschwungs seien Industriewerte von US-Managern neu gewichtet worden.
Auch auf steigende Zinssätze reagierende Sektoren hätten zugelegt. Die Positionen in Versorgungsunternehmen und Unternehmen, die hohe Dividenden ausschütten würden, hätten eine Schubwirkung gespürt. Dagegen seien die Positionen im Finanzsektor nur schwach gewachsen. Die positiven Reflationstrends seien durch die flachere Zinskurve und Regulierungsbedenken in den USA aufgewogen worden. Ein wichtiger Differenzierungsfaktor sei der Energiesektor gewesen. Die europäischen Fonds hätten dank ihres seit Ende des Sommers bestehenden kurzfristigen Engagements im Sektor eine bessere Performance als die amerikanischen erzielt. Die US-Fonds hätten mehr Zeit benötigt, um ihre Energiepositionen im Laufe des Monats zu reduzieren.
Die japanischen Fonds hätten sowohl besser als die US-amerikanischen als auch als die europäischen Fonds abgeschnitten. Neben der Intervention der Bank of Japan (BoJ) hätten sie davon profitiert, dass die Parlamentswahl und die Verschiebung der zweiten Verbrauchssteuererhöhung bestätigt worden seien. Dementsprechend hätten japanische Fonds begonnen am Monatsende Gewinne einzufahren und ihre Portfolios weiterhin auf Unternehmen mit höherer Marktkapitalisierung ausgerichtet.
Die Schwellenländer hätten im Umfeld der schwächeren Rohstoffe mit Problemen zu kämpfen gehabt, was den US-Dollar und die Zuflüsse zu den G3-Märkten gestärkt habe. Die Renditen der Schwellenländerfonds seien niedriger gewesen. Die Portfolio-Umschichtung zum asiatischen Finanzsektor stehe mit den Erwartungen einer weiteren quantitativen Lockerung vonseiten der People's Bank of China in Einklang. Schließlich hätten sich die breitere Streuung und die stärkere Konzentration auf die (während der Korrektur relativ wenig beachteten) Ertragsberichte positiv auf marktneutrale Fonds ausgewirkt. Aus den Qualitäts- und Ertragsfaktoren sowie den konträren quantitativen Faktoren hätten sich interessante Möglichkeiten ergeben.
Event Driven-Fonds hätten eine starke Performance mit einer breiteren Streuung erzielt. Fonds mit Schwerpunkt auf den liquidesten Situationen (Fusionen, aktivistische Large Cap-Positionen) hätten eine bessere Performance als Fonds mit Konzentration auf kleineren, Not leidenden und hochverzinslichen Emissionen erzielt. Der Absturz des Rohölpreises sei ein offensichtlicher Dämpfer gewesen, aber die Manager hätten ihr Engagement im Oktober um rund ein Drittel reduziert und im November den Sektor weiter verringert.
Der Bereich Fusionen habe sich einer schnellen Erholung erfreut. Die während der Korrektur wieder geringeren Spreads von Transaktionen hätten den Weg für eine neue Straffungsrunde geebnet. Ferner hätten die Actavis-Übernahme und die erneut von Medtronics geäußerte Absicht, Covidient zu kaufen, die Bereiche Gesundheit sowie Fusionen und Übernahmen gestärkt.
Die abnehmende Risikoaversion habe den aktivistischsten Positionen eine schöne Rally geboten. Günstig hätten sich auch einige Zugeständnisse an GSE-Unternehmen im finalen Strategieplan ausgewirkt. Am Ende hätten sich einige idiosynkratische Entwicklungen günstig ausgewirkt. Beispielsweise habe Hertz von der Ernennung eines neuen CEO und von einer erneuten Kapitalverpflichtung von Icahn profitiert. Insgesamt habe es bei den Event Driven-Portfolios im Monatsverlauf nur wenig Veränderung gegeben.
Trotz schwächerer Zinssätze hätten die Kreditfonds auch im November verloren. Anhaltende Deflationsgefahren und Unsicherheiten bezüglich des zukünftigen Fed-Zyklus hätten die Investoren davon abgehalten, in Kredite und illiquide Titel anzulegen. Darüber hinaus sei die Krise im Energiesektor sowohl in den USA als auch in den Schwellenländern an den Kreditmärkten spürbar gewesen. Nach einer leichten Verengung der Spreads hätten die europäischen Fonds eine Outperformance erzielt.
Der Peripheriehandel habe unter Volatilität gelitten, das EZB-Ergebnis sei aber insgesamt positiv geblieben. Die Kreditfondshätten, vor allem in den USA, in fast allen Sektoren weiterhin ihr Nettoengagement reduziert. Convertible Arbitrage habe ihre Pendants im Anleihenbereich geringfügig übertroffen. Der Druck auf hochverzinsliche Anlagen, die enttäuschenden Emissionen und deren Kreditengagement seien nur teilweise von ihrem positiven Delta-Engagement aufgewogen worden.
CTAs hätten in diesem Monat wieder einmal herausragende Renditen erzielt, was auf eine starke Kombination aus Makro- und Marktbewegungen zurückzuführen gewesen sei. Die Reflationstrends hätten sowohl die Aktien als auch die Anleihen gestärkt, die den Großteil ihres Engagements darstellen würden.
Die zunehmende wirtschaftliche Divergenz zwischen den USA und dem Rest der Welt habe wiederum zu fortgesetzt positiven Trends bei US-Dollar-Währungspaaren geführt. Der anhaltende Einbruch des Rohöls seit dem Sommer sei das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Die Umschwünge bei Agrarrohstoffen hätten eine marginale Belastung dargestellt. Der Ertragsbeitrag habe sich über die Anlagen verteilt. Alles in allem hätten die Modelle sukzessive ihre Short-Position in Energie, ihre Long-Position in US-Dollar und in US-Anleihen reduziert; die Long-Position in EU-Anleihen und das Long-Exposure in US-Aktien seien verstärkt worden.
Die Global Macro-Fonds seien vorsichtig zu risikoreichen Anlagen verlagert worden. Abgesichert hätten sie positive Renditen verzeichnet. Die starke aus Aktien erzielte Performance sei teilweise von deren impliziten Short-Bond-Hedge in Industrieländern aufgewogen worden. Ihre haussierende Stellung gegenüber dem US-Dollar habe sich leicht günstig ausgewirkt. Sie seien nicht am schlicht und ergreifend brutalen Einbruch beteiligt gewesen, sondern sie hätten mit Relative Value-Geschäften reüssiert und seien schließlich auf den BoJ-Reflationszug aufgesprungen, nachdem sie den Abenomics zunächst skeptisch gegenübergestanden hätten. Sie hätten einige ihrer japanischen und asiatischen Exposures wieder aufgebaut.
"Die Makroliquidität ist immer noch im Überfluss vorhanden. Aber die geringere Marktliquidität, Deflationsrisiken und die unsichere Notenbankgeschwindigkeit sorgen für häufigere Umschichtungen. Wir bevorzugen ein diversifiziertes Exposure in liquiden risikobehafteten Anlagen", so Jean-Baptiste Berthon, Senior Cross Asset Strategist bei Lyxor Asset Management. (Ausgabe vom 12.11.2014) (15.12.2014/fc/a/f)
Acht von zwölf Indices von Lyxor hätten den Monat im Plus geschlossen, angeführt vom Lyxor CTA Long Term Index (+7,8%), dem Lyxor CTA Short Term Index (+5,9%), dem Lyxor Special Situation Index (+3,0%) und dem Lyxor L/S Equity Market Neutral Index (+1,6%).
Die Mitte Oktober eingesetzte Rally habe sich im November fortgesetzt, ohne sich jedoch auf die wichtigsten Staatsanleihen auszuwirken. Risikoreiche Anlagen seien von der Reflationsdynamik in Japan, China und voraussichtlich auch Europa gestützt worden. Gleichzeitig sei der beschleunigte Absturz der Rohölpreise eine Umschichtung von Anlagen angestiegen, aus der sich zahlreiche thematische Handelsmöglichkeiten ergeben hätten. CTAs hätten im Monatsverlauf beeindruckende +7,8% geliefert, gefolgt von den kurzfristigen Modellen, den Special Situations und den Long-Biased-L/S-Aktienfonds. Die Kreditstrategien seien im Monatsverlauf hinterhergehinkt.
L/S-Aktienfonds hätten sowohl eine starke Beta- als auch eine starke Alpha-Performance verzeichnet. Eine Reihe von makrobezogenen Themen habe zu klaren Sektorumschichtungen und zur Generierung von Alpha geführt. Die Fonds hätten bedeutende Beteiligungen an den Verbrauchersektoren der Industrieländer gehalten, die als Folge der geringeren Ölpreise eine Outperformance erzielt hätten. Im Zuge des stärkeren Aufschwungs seien Industriewerte von US-Managern neu gewichtet worden.
Auch auf steigende Zinssätze reagierende Sektoren hätten zugelegt. Die Positionen in Versorgungsunternehmen und Unternehmen, die hohe Dividenden ausschütten würden, hätten eine Schubwirkung gespürt. Dagegen seien die Positionen im Finanzsektor nur schwach gewachsen. Die positiven Reflationstrends seien durch die flachere Zinskurve und Regulierungsbedenken in den USA aufgewogen worden. Ein wichtiger Differenzierungsfaktor sei der Energiesektor gewesen. Die europäischen Fonds hätten dank ihres seit Ende des Sommers bestehenden kurzfristigen Engagements im Sektor eine bessere Performance als die amerikanischen erzielt. Die US-Fonds hätten mehr Zeit benötigt, um ihre Energiepositionen im Laufe des Monats zu reduzieren.
Die japanischen Fonds hätten sowohl besser als die US-amerikanischen als auch als die europäischen Fonds abgeschnitten. Neben der Intervention der Bank of Japan (BoJ) hätten sie davon profitiert, dass die Parlamentswahl und die Verschiebung der zweiten Verbrauchssteuererhöhung bestätigt worden seien. Dementsprechend hätten japanische Fonds begonnen am Monatsende Gewinne einzufahren und ihre Portfolios weiterhin auf Unternehmen mit höherer Marktkapitalisierung ausgerichtet.
Die Schwellenländer hätten im Umfeld der schwächeren Rohstoffe mit Problemen zu kämpfen gehabt, was den US-Dollar und die Zuflüsse zu den G3-Märkten gestärkt habe. Die Renditen der Schwellenländerfonds seien niedriger gewesen. Die Portfolio-Umschichtung zum asiatischen Finanzsektor stehe mit den Erwartungen einer weiteren quantitativen Lockerung vonseiten der People's Bank of China in Einklang. Schließlich hätten sich die breitere Streuung und die stärkere Konzentration auf die (während der Korrektur relativ wenig beachteten) Ertragsberichte positiv auf marktneutrale Fonds ausgewirkt. Aus den Qualitäts- und Ertragsfaktoren sowie den konträren quantitativen Faktoren hätten sich interessante Möglichkeiten ergeben.
Der Bereich Fusionen habe sich einer schnellen Erholung erfreut. Die während der Korrektur wieder geringeren Spreads von Transaktionen hätten den Weg für eine neue Straffungsrunde geebnet. Ferner hätten die Actavis-Übernahme und die erneut von Medtronics geäußerte Absicht, Covidient zu kaufen, die Bereiche Gesundheit sowie Fusionen und Übernahmen gestärkt.
Die abnehmende Risikoaversion habe den aktivistischsten Positionen eine schöne Rally geboten. Günstig hätten sich auch einige Zugeständnisse an GSE-Unternehmen im finalen Strategieplan ausgewirkt. Am Ende hätten sich einige idiosynkratische Entwicklungen günstig ausgewirkt. Beispielsweise habe Hertz von der Ernennung eines neuen CEO und von einer erneuten Kapitalverpflichtung von Icahn profitiert. Insgesamt habe es bei den Event Driven-Portfolios im Monatsverlauf nur wenig Veränderung gegeben.
Trotz schwächerer Zinssätze hätten die Kreditfonds auch im November verloren. Anhaltende Deflationsgefahren und Unsicherheiten bezüglich des zukünftigen Fed-Zyklus hätten die Investoren davon abgehalten, in Kredite und illiquide Titel anzulegen. Darüber hinaus sei die Krise im Energiesektor sowohl in den USA als auch in den Schwellenländern an den Kreditmärkten spürbar gewesen. Nach einer leichten Verengung der Spreads hätten die europäischen Fonds eine Outperformance erzielt.
Der Peripheriehandel habe unter Volatilität gelitten, das EZB-Ergebnis sei aber insgesamt positiv geblieben. Die Kreditfondshätten, vor allem in den USA, in fast allen Sektoren weiterhin ihr Nettoengagement reduziert. Convertible Arbitrage habe ihre Pendants im Anleihenbereich geringfügig übertroffen. Der Druck auf hochverzinsliche Anlagen, die enttäuschenden Emissionen und deren Kreditengagement seien nur teilweise von ihrem positiven Delta-Engagement aufgewogen worden.
CTAs hätten in diesem Monat wieder einmal herausragende Renditen erzielt, was auf eine starke Kombination aus Makro- und Marktbewegungen zurückzuführen gewesen sei. Die Reflationstrends hätten sowohl die Aktien als auch die Anleihen gestärkt, die den Großteil ihres Engagements darstellen würden.
Die zunehmende wirtschaftliche Divergenz zwischen den USA und dem Rest der Welt habe wiederum zu fortgesetzt positiven Trends bei US-Dollar-Währungspaaren geführt. Der anhaltende Einbruch des Rohöls seit dem Sommer sei das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Die Umschwünge bei Agrarrohstoffen hätten eine marginale Belastung dargestellt. Der Ertragsbeitrag habe sich über die Anlagen verteilt. Alles in allem hätten die Modelle sukzessive ihre Short-Position in Energie, ihre Long-Position in US-Dollar und in US-Anleihen reduziert; die Long-Position in EU-Anleihen und das Long-Exposure in US-Aktien seien verstärkt worden.
Die Global Macro-Fonds seien vorsichtig zu risikoreichen Anlagen verlagert worden. Abgesichert hätten sie positive Renditen verzeichnet. Die starke aus Aktien erzielte Performance sei teilweise von deren impliziten Short-Bond-Hedge in Industrieländern aufgewogen worden. Ihre haussierende Stellung gegenüber dem US-Dollar habe sich leicht günstig ausgewirkt. Sie seien nicht am schlicht und ergreifend brutalen Einbruch beteiligt gewesen, sondern sie hätten mit Relative Value-Geschäften reüssiert und seien schließlich auf den BoJ-Reflationszug aufgesprungen, nachdem sie den Abenomics zunächst skeptisch gegenübergestanden hätten. Sie hätten einige ihrer japanischen und asiatischen Exposures wieder aufgebaut.
"Die Makroliquidität ist immer noch im Überfluss vorhanden. Aber die geringere Marktliquidität, Deflationsrisiken und die unsichere Notenbankgeschwindigkeit sorgen für häufigere Umschichtungen. Wir bevorzugen ein diversifiziertes Exposure in liquiden risikobehafteten Anlagen", so Jean-Baptiste Berthon, Senior Cross Asset Strategist bei Lyxor Asset Management. (Ausgabe vom 12.11.2014) (15.12.2014/fc/a/f)


