MFS Meridian Global Total Return Fonds: Gefahrenherd USA


19.03.25 09:30
MFS Investment Management

Boston (www.fondscheck.de) - "Die USA sind zu einer Quelle der Unsicherheit geworden, was zusammen mit der angespannten Weltlage für neue Herausforderungen sorgt. Dabei könnten sich verschiedene Regionen recht unterschiedlich entwickeln", sagt Pilar Gomez-Bravo, Co-CIO von MFS Investment Management und Fondsmanagerin des MFS Meridian Global Total Return Fonds (ISIN LU1529513290 / WKN A2DHG1).

Die Notenbanken würden zurückhaltend reagieren und vor großen Entscheidungen auf eindeutigere Zahlen warten. Dieser konservative Ansatz sei sinnvoll, weil Zölle, Einwanderungspolitik, Deregulierung, Fiskalpolitik und Energiepolitik zu einer schwierigen Gemengelage führten. Das US-Haushaltsdefizit sei ein wesentliches Hindernis für die Wirtschaftspolitik von Trump. Zwar helfe es den USA, dass der US-Dollar die Weltreservewährung sei, doch irgendwann könnte ein Punkt erreicht sein, an dem die Märkte das Haushaltsdefizit nicht mehr so leicht hinnähmen.

Ein schwächerer Dollar und höhere Langfristrenditen könnten Anzeichen dafür sein, dass der Markt das Defizit kritischer sehe. Dennoch rechnen die Experten von MFS Investment Management zumindest kurzfristig nicht mit einem großen Kurseinbruch wie in Großbritannien oder Frankreich.

Die größte Sorge der Experten sei ein möglicher Handelskrieg, der in den Anleihekursen noch nicht vollständig berücksichtigt sei. Weil er große Auswirkungen auf den Welthandel und die wirtschaftliche Stabilität haben könnte, sollten Investoren die Entwicklung genau im Blick behalten. Hinzu komme, dass manche Positionen stark überkauft seien, was zu Liquiditätsengpässen führen könnte. Zurzeit seien die Märkte zwar liquide, wenn aber Leverage abgebaut werde, wie letztes Jahr beim Yen-Carry-Trade, könnten die Kurse ordentlich fallen. Das könnte viele Anleger und Anlegerinnen auf dem falschen Fuß erwischen.

Aus Sicht der Experten drohe in den USA keine Rezession, auch wenn die wirtschaftliche Ungleichheit im Land noch immer groß sei, Teile der Bevölkerung nach wie vor Finanzprobleme hätten und die politische Unsicherheit dem Konsum- und Geschäftsklima schaden dürfte. Ein weiteres Konjunkturrisiko sei Trumps Aktionismus. Die US-Wirtschaft könnte daher erst einmal nachgeben, bevor manche der wachstumsfreundlicheren Maßnahmen wirkten.

Zur Person: Pilar Gomez-Bravo sei von Morningstar als eine der sechs besten Fondsmanagerinnen in Europa bezeichnet worden. Sie bringe fast drei Jahrzehnte Erfahrung mit, die sie unter anderem bei Lehman Brothers, Neuberger Berman und weiteren Finanzdienstleistern gesammelt habe. Seit 2013 sei sie bei MFS und sei 2023 zur Co-Chief Investment Officer für festverzinsliche Wertpapiere befördert worden.

Für den MFS Meridian Global Total Return nutze sie ihre Expertise im Bereich Global Fixed Income. Der Fonds zeichne sich durch einen Fokus auf niedrig-bewertete Investment-Grade-Anleihen aus. Das Team halte üblicherweise dreimal mehr BBB-bewertete Papiere als vergleichbare Wettbewerber und setze mit seinem Analystenteam auf Anleihen, die kurz vor einem Rating-Upgrade stünden. (19.03.2025/fc/a/f)