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M&G (Lux) European Strategic Value Fund: Der Aktienmarkt bekommt ein anderes Gesicht
24.05.22 11:27
M&G Investments
London (www.fondscheck.de) - Ist die aktuelle Value-Rally eine Momentaufnahme oder startet jetzt das lange erwartete Comeback? Die ehrliche Antwort: "Wir wissen es nicht", sagt Richard Halle, Manager des M&G (Lux) European Strategic Value Fund.
"Anders als unsere Kollegen aus dem Growth-Bereich ist ein echter Value-Investor immer vorsichtig, wenn es um Fragen zu künftigen Entwicklungen geht." Halle sehe mehrere gute Gründe für das Scheitern eines Value-Comebacks in den letzten zehn Jahren - und finde, dass diese inzwischen an Gewicht verloren hätten. Das seien die wichtigsten Unterschiede:
1. Umkehr des Wachstumstrends
Die Marktteilnehmer seien lange einem tief verwurzelten und sich selbst verstärkenden Trend zu Wachstums- und Qualitätsaktien gefolgt. Je länger solch ein Trend anhalte, desto mehr Energie sei für eine Umkehr erforderlich. Bisherige Anläufe zu einem Value-Comeback seien allerdings nur kurzlebig und nicht sehr umfassend gewesen. In den letzten zehn Jahren habe vielmehr eher gegolten: Jede Value-Rally sei eine hervorragende Gelegenheit gewesen, auf Wachstum zu setzen.
Nun sei die Rotation hin zu Value jedoch sowohl stark als auch andauernd, wachstumsorientierte Investoren hätten erhebliche Verluste hinnehmen müssen - und zwar nicht nur diejenigen, die spät eingestiegen seien, sondern häufig auch jene, die noch vor Beginn der Corona-Pandemie in Growth investiert hätten.
2. Extreme Streuung bei den Bewertungen
Fakt sei: Der Trend hin zu Value sei auf eine unglaubliche Rally der Wachstums- und Qualitätstitel nach Ausbruch der Corona-Krise gefolgt. Aus Sicht der Experten von M&G Investments sei dies eine Phase des "Dampfablassens" beziehungsweise der Kapitulation gewesen, was am Ende langfristiger Trends durchaus üblich sei. In der Folge seien die Bewertungen so breit gestreut gewesen wie selten zuvor am Aktienmarkt. Und nun spreche schon die Mathematik dafür, dass sich die Rotation aufgrund der extremen Ausgangslage weiter fortsetzen könnte.
3. Die Welt verändere sich
Aktuell erleben wir das Ende mehrerer starker und langfristiger Trends, die bisher Gegenwind für Value bedeutet haben, so die Experten von M&G Investments. Mehr noch, diese Trends würden sich mit ziemlicher Sicherheit umkehren. Zunehmende Globalisierung, immer weiter sinkende Zinsen, Dominanz der Zentralbanken, groß angelegte Kreditschöpfung, unglaubliche Gelddruckerei und Deflation: All dies habe das letzte Jahrzehnt geprägt. Nach Meinung der Experten von M&G Investments hätten diese Faktoren allerdings auch stark zu der extremen Bewertungsstreuung und - die Experten würden es wagen auszusprechen - zu Spekulationsexzessen beigetragen. In den nächsten zehn Jahren werde die Welt - und damit auch der Aktienmarkt - wohl ein anderes Gesicht bekommen.
Ein Aspekt werde dabei nach Meinung der Experten von M&G Investments häufig übersehen: Die meisten Menschen würden Value- und Growth-Titel für zwei unterschiedliche, aber klar voneinander abgegrenzte Gruppen von Aktien halten. In Wirklichkeit seien sie das jedoch nicht. In Zeiten des Wandels könnten einstige Value-Titel durchaus zu neuen "Lieblingen" unter den Wachstumswerten werden - wie zum Beispiel die "langweiligen" Basiskonsumgüteraktien während des TMT-Booms (Technologie, Medien und Telekommunikation). Genau diese seien dann Mitte bis Ende der 2010er Jahre gefeiert worden, als die Anleger "Anleihe-ähnliche" Titel geliebt hätten.
Das gelte ebenso umgekehrt: Auch Wachstumstitel könnten zu Value-Aktien werden. Ein Beispiel dafür seien die Telekommunikationsaktien vor und nach der TMT-Blase oder Banktitel vor und nach der Finanzkrise. Die Experten von M&G Investments seien überzeugt, dass es auch jetzt zu solchen Fällen kommen werde.
4. Wachstumsinvestitionen weiterhin dominant
Aktuell würden die Märkte immer noch sehr stark auf Wachstumstitel setzen und seien bei Value-Aktien "short". Eine Kurzanalyse verschiedener Datenbanken zeige, dass (noch) fast kein Investmentfonds nennenswerte Gelder in Value-Titel investiere. Und bei Privatanlegern dürfte es ähnlich aussehen. Das Potenzial für Value bei einer Umstellung der Anleger sei somit gegeben.
Eine andere oft gestellte Frage laute: Sei die Zeit reif, um bei günstigen Wachstumsaktien einzusteigen? Das könnte das Thema eines längeren Beitrags sein. Die kurze Antwort ist jedoch eindeutig: Unserer Meinung nicht einmal annähernd, so die Experten von M&G Investments. (24.05.2022/fc/a/f)
"Anders als unsere Kollegen aus dem Growth-Bereich ist ein echter Value-Investor immer vorsichtig, wenn es um Fragen zu künftigen Entwicklungen geht." Halle sehe mehrere gute Gründe für das Scheitern eines Value-Comebacks in den letzten zehn Jahren - und finde, dass diese inzwischen an Gewicht verloren hätten. Das seien die wichtigsten Unterschiede:
1. Umkehr des Wachstumstrends
Die Marktteilnehmer seien lange einem tief verwurzelten und sich selbst verstärkenden Trend zu Wachstums- und Qualitätsaktien gefolgt. Je länger solch ein Trend anhalte, desto mehr Energie sei für eine Umkehr erforderlich. Bisherige Anläufe zu einem Value-Comeback seien allerdings nur kurzlebig und nicht sehr umfassend gewesen. In den letzten zehn Jahren habe vielmehr eher gegolten: Jede Value-Rally sei eine hervorragende Gelegenheit gewesen, auf Wachstum zu setzen.
Nun sei die Rotation hin zu Value jedoch sowohl stark als auch andauernd, wachstumsorientierte Investoren hätten erhebliche Verluste hinnehmen müssen - und zwar nicht nur diejenigen, die spät eingestiegen seien, sondern häufig auch jene, die noch vor Beginn der Corona-Pandemie in Growth investiert hätten.
2. Extreme Streuung bei den Bewertungen
3. Die Welt verändere sich
Aktuell erleben wir das Ende mehrerer starker und langfristiger Trends, die bisher Gegenwind für Value bedeutet haben, so die Experten von M&G Investments. Mehr noch, diese Trends würden sich mit ziemlicher Sicherheit umkehren. Zunehmende Globalisierung, immer weiter sinkende Zinsen, Dominanz der Zentralbanken, groß angelegte Kreditschöpfung, unglaubliche Gelddruckerei und Deflation: All dies habe das letzte Jahrzehnt geprägt. Nach Meinung der Experten von M&G Investments hätten diese Faktoren allerdings auch stark zu der extremen Bewertungsstreuung und - die Experten würden es wagen auszusprechen - zu Spekulationsexzessen beigetragen. In den nächsten zehn Jahren werde die Welt - und damit auch der Aktienmarkt - wohl ein anderes Gesicht bekommen.
Ein Aspekt werde dabei nach Meinung der Experten von M&G Investments häufig übersehen: Die meisten Menschen würden Value- und Growth-Titel für zwei unterschiedliche, aber klar voneinander abgegrenzte Gruppen von Aktien halten. In Wirklichkeit seien sie das jedoch nicht. In Zeiten des Wandels könnten einstige Value-Titel durchaus zu neuen "Lieblingen" unter den Wachstumswerten werden - wie zum Beispiel die "langweiligen" Basiskonsumgüteraktien während des TMT-Booms (Technologie, Medien und Telekommunikation). Genau diese seien dann Mitte bis Ende der 2010er Jahre gefeiert worden, als die Anleger "Anleihe-ähnliche" Titel geliebt hätten.
Das gelte ebenso umgekehrt: Auch Wachstumstitel könnten zu Value-Aktien werden. Ein Beispiel dafür seien die Telekommunikationsaktien vor und nach der TMT-Blase oder Banktitel vor und nach der Finanzkrise. Die Experten von M&G Investments seien überzeugt, dass es auch jetzt zu solchen Fällen kommen werde.
4. Wachstumsinvestitionen weiterhin dominant
Aktuell würden die Märkte immer noch sehr stark auf Wachstumstitel setzen und seien bei Value-Aktien "short". Eine Kurzanalyse verschiedener Datenbanken zeige, dass (noch) fast kein Investmentfonds nennenswerte Gelder in Value-Titel investiere. Und bei Privatanlegern dürfte es ähnlich aussehen. Das Potenzial für Value bei einer Umstellung der Anleger sei somit gegeben.
Eine andere oft gestellte Frage laute: Sei die Zeit reif, um bei günstigen Wachstumsaktien einzusteigen? Das könnte das Thema eines längeren Beitrags sein. Die kurze Antwort ist jedoch eindeutig: Unserer Meinung nicht einmal annähernd, so die Experten von M&G Investments. (24.05.2022/fc/a/f)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 21,796 € | 21,558 € | 0,238 € | +1,10% | 17.04./12:54 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU1670707527 | A2JRB0 | 22,52 € | 15,85 € | |


