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Mais ist momentan zu heiß


06.09.10 14:41
Rohstoff-Trader

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Notierungen für Mais erreichten am Freitagnachmittag ein neues 23-Monatshoch und konnten dadurch die mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen, so die Experten vom "Rohstoff-Trader".

Man wolle daher näher auf die Beweggründe der Händler eingehen jetzt in diesen Rohstoff zu investieren.

In Russland sei es in diesem Jahr zu massiven Waldbränden gekommen, die große Teile der Ernte zerstört hätten. Während man zuerst die Handelsbeschränkungen für den Export von Weizen nur für Gerüchte gehalten habe, habe sich diese Annahme erst vor wenigen Wochen verfestigt. Die Exporte seien abgesagt worden, um die knappen Lagerbestände nicht zu gefährden. Präsident Putin habe den Exportbann nun in dieser Woche noch einmal bekräftigt und damit Benzin ins Feuer geschüttet.

Bisher habe man angenommen, dass die USA genügend Weizen hätten. Allerdings sei die internationale Nachfrage derart groß, dass man annehme, dass selbst den USA der Weizen langsam ausgehen könnte. Daher würden sich die Verbraucher nach Alternativen umsehen und Weizen durch Mais zu ersetzen versuchen. Allerdings gebe es hier inzwischen auch Probleme!

Während das amerikanische Landwirtschaftsministerium noch mit einem Ertrag von 165 Scheffeln (amerikanische Maßeinheit) pro Acre (amerikanische Flächeneinheit) rechne, würden private Institute nur von einem Ertrag von 158 Scheffeln ausgehen. Dies würde die amerikanische Versorgung mit Mais deutlich in Bedrängnis bringen und treibe daher die Kurse nach oben. Am Freitag sei es laut den Experten vorliegenden Informationen zu starken Käufen seitens Hedge Fonds und anderer Investoren gekommen.

Obwohl Mais interessant aussehe, seien die Notierungen bereits sehr weit gelaufen. Man solle daher auf Rücksetzer warten und dann kaufen, wenn die Medien ihr Interesse verlieren würden. Momentan sei dieser Rohstoff zu heiß! (06.09.2010/ac/a/m)