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Mais- und Sojapreise springen wieder an


11.10.10 09:38
Rohstoff-Trader

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Am Freitag veröffentlichte das amerikanische Landwirtschaftsministerium neue Statistiken bezüglich der aktuellen Mais- und Sojabohnenernte, so die Experten vom "Rohstoff-Trader".

Die Daten hätten einige Händler in Chicago und an der Wall Street überrascht. Es sei gemeldet worden, dass die Maisproduktion um 3,8 Prozent geringer ausfallen werde als zuvor erwartet. Auch bei den Sojabohnen habe man die Produktionsschätzung um zwei Prozent verringert. Dennoch werde sich vor allem bei Mais eine sehr hohe Ernte einstellen, die jedoch gerade ausreichen werde, die Nachfrage zu decken. Aufgrund der Waldbrände in Russland sei die dortige Weizenproduktion deutlich zurückgegangen und nun würden die Verbraucher nach neuen Alternativen suchen. Amerikanischer Mais sei hier eine gute Wahl.

Auf diese Nachricht hin hätten vor allem die Hersteller von Traktoren an der Wall Street zulegen können. Diesen werde enormes Potenzial in den kommenden Monaten zugesagt, da die hohen Preise für Mais und Sojabohnen zu einem verstärkten Anbau dieser Rohstoffe führen würden. Hierfür würden die Landwirte jedoch enorme Menge an Saatgut, Dünger und wahrscheinlich auch die ein oder andere neue Maschine benötigen. Ganz gegensätzlich hierzu hätten sich jedoch die Aktien von Firmen aus der Nahrungsmittelindustrie entwickelt. Diese müssten nun mehr Geld für ihre Grundrohstoffe zur Herstellung von Brot, Corn Flakes und anderen Nahrungsmitteln ausgeben.

Da die Notierungen für Mais und Soja schon sehr weit gelaufen sind, sehen die Experten vom "Rohstoff-Trader" das Potenzial nach oben eher begrenzt. Vor allem da die Ernte bereits laufe, werde das Angebot immer größer werden und saisonal bedingt auf die Kurse drücken. Zudem sei damit zu rechnen, dass die Anbaufläche für Mais und Soja deutlich erweitert werde und daher in der kommenden Saison ein deutliches Überangebot entstehen sollte. Kurzfristige Trader könnten versuchen, die Welle nach oben noch zu reiten. Mittelfristige Händler sollten jedoch bereits jetzt schon nach Short-Möglichkeiten Ausschau halten. (11.10.2010/ac/a/m)