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Der Markt überwindet die Angst
20.02.13 12:03
MFS Investment Management
Boston (www.aktiencheck.de) - Die US-Wirtschaft wächst jetzt seit fast vier Jahren, so James Swanson, CFA, Chief Investment Strategist bei MFS Investment Management.
Endlich würden sich auch die bislang noch schwachen Sektoren erholen. Der für den Arbeitsmarkt sehr wichtige Wohnimmobiliensektor habe vier Jahre lang unter einem Angebotsüberhang gelitten. Jetzt scheine er aber wieder zum Leben zu erwachen. Es werde mehr gebaut und die Hauspreise würden steigen. Um ein Einfamilienhaus zu bauen, würden viele Arbeitskräfte benötigt, sodass eine wachsende Nachfrage auch die Beschäftigungssituation verbessere. Und wenn wieder mehr Stellen geschaffen würden, könnten die Verbraucher auch mehr Geld ausgeben. Das sorge für Wachstum und steigende Unternehmensgewinne.
Früher seien Aktienportfolios oft sehr konzentriert und kurzfristig ausgerichtet gewesen, doch das scheine sich jetzt zu ändern. Es komme zu einem echten Mentalitätswechsel. Auch kämen weniger schlechte Nachrichten aus Madrid, Athen und Washington. Die Investoren seien wieder optimistischer und würden stärker auf die Entwicklung der einzelnen Unternehmen und Sektoren achten. Wenn es dabei bleibe, dürften bessere Zeiten für fundamental orientierte Investoren anbrechen. Diese würden darauf achten, welche Unternehmen die besten Produkte, die wettbewerbsfähigsten Preise und die solidesten Bilanzen hätten.
Der schnelle Wechsel der Risikobereitschaft, der beispielsweise Hedgefondsmanager und andere aggressive Investoren zu raschen Käufen und Verkäufen veranlasst habe, lasse offensichtlich nach. Denn auch die Sorgen um den Euroraum und die Angst vor einem möglichen Auseinanderbrechen würden nachlassen. Mit ihrer Versicherung, die europäischen Banken auch in Zukunft zu stützen, habe die Europäische Zentralbank die Investoren beruhigt. Auch die Bundesregierung habe ihren Teil dazu beigetragen, indem sie erklärt habe, konsequent auf eine besser funktionierende europäische Fiskalunion hinzuarbeiten. In den USA seien die Konjunktursorgen zurückgegangen, da der Kongress umfangreiche Einkommensteuererhöhungen abgewendet habe.
Seit 2009 wachse der Anteil der Unternehmensgewinne an der amerikanischen Wirtschaftsleistung. Die Berichtssaison für das vierte Quartal 2012 mache deutlich, dass überraschend hohe Gewinne zunehmend mit Kursanstiegen belohnt würden und der Markt Aktien abstrafe, deren Gewinne enttäuschen würden. In den letzten drei Jahren schien man die Unternehmensergebnisse weitgehend zu ignorieren, denn die Marktteilnehmer waren zwischen zwei Alternativen hin- und hergerissen: Risiken erhöhen oder Risiken vermindern, so die Experten von MFS Investment Management.
Typisch für eine Phase mit schnellen Wechseln der Risikobereitschaft seien die sehr hohen Korrelationen zwischen Märkten, Sektoren, Ländern und Einzelwerten. Immer wieder sei es vorgekommen, dass die Fundamentaldaten der Einzelwerte keine Rolle mehr gespielt und die Investoren nur auf ihren Investitionsgrad geachtet hätten. 2012 und auch in den ersten Wochen des neuen Jahres seien die Korrelationen stark zurückgegangen.
Trotz der durchweg skeptischen Haltung vieler Marktteilnehmer seien die Kurse 2012 gestiegen - wenn auch bei geringen Handelsvolumina. Sowohl Hedgefonds als auch 45% der aktiv gemanagten Aktienfonds seien mit ihren Erträgen hinter den Marktindices zurückgeblieben. Die konservative Haltung der Investoren habe zu hohen Kassenbeständen geführt. Alle hätten eine Schwächephase erwartet, aber dazu sei es nicht gekommen. Jetzt scheine es, als würden die Investoren ihre Barmittel wieder investieren.
2012 seien Pensionsfonds und große, die Assetklassen übergreifende Investoren in Anleihen und Kasse übergewichtet gewesen. Der Aktienmarktanstieg habe sie auf dem falschen Fuß erwischt. Nun würden diese Investoren offenbar wieder auf Aktien setzen, da ihre Modelle von "risikobehafteten Wertpapieren" jetzt höhere Gesamterträge erwarten würden als von konservativeren Investments.
Große Kursausschläge seien typisch für fallende Märkte. 2012 seien die Kurse aber gestiegen, und die Volatilität sei deutlich zurückgegangen. Investoren, die vor allem auf kurzfristige Marktschwankungen setzen würden, hätten zurzeit nicht viel zu gewinnen.
Nicht nur Gewinn- und Fundamentaldaten, sondern auch Übertreibungen würden für Kursbewegungen sorgen. Jetzt, da die Unsicherheit wegen der Fiskalklippe und der Lage im Euroraum zurückgegangen sei, würden sich Privatanleger und professionelle Anleger wieder sicherer fühlen. Das Vertrauen kehre zurück. (20.02.2013/ac/a/m)
Endlich würden sich auch die bislang noch schwachen Sektoren erholen. Der für den Arbeitsmarkt sehr wichtige Wohnimmobiliensektor habe vier Jahre lang unter einem Angebotsüberhang gelitten. Jetzt scheine er aber wieder zum Leben zu erwachen. Es werde mehr gebaut und die Hauspreise würden steigen. Um ein Einfamilienhaus zu bauen, würden viele Arbeitskräfte benötigt, sodass eine wachsende Nachfrage auch die Beschäftigungssituation verbessere. Und wenn wieder mehr Stellen geschaffen würden, könnten die Verbraucher auch mehr Geld ausgeben. Das sorge für Wachstum und steigende Unternehmensgewinne.
Früher seien Aktienportfolios oft sehr konzentriert und kurzfristig ausgerichtet gewesen, doch das scheine sich jetzt zu ändern. Es komme zu einem echten Mentalitätswechsel. Auch kämen weniger schlechte Nachrichten aus Madrid, Athen und Washington. Die Investoren seien wieder optimistischer und würden stärker auf die Entwicklung der einzelnen Unternehmen und Sektoren achten. Wenn es dabei bleibe, dürften bessere Zeiten für fundamental orientierte Investoren anbrechen. Diese würden darauf achten, welche Unternehmen die besten Produkte, die wettbewerbsfähigsten Preise und die solidesten Bilanzen hätten.
Der schnelle Wechsel der Risikobereitschaft, der beispielsweise Hedgefondsmanager und andere aggressive Investoren zu raschen Käufen und Verkäufen veranlasst habe, lasse offensichtlich nach. Denn auch die Sorgen um den Euroraum und die Angst vor einem möglichen Auseinanderbrechen würden nachlassen. Mit ihrer Versicherung, die europäischen Banken auch in Zukunft zu stützen, habe die Europäische Zentralbank die Investoren beruhigt. Auch die Bundesregierung habe ihren Teil dazu beigetragen, indem sie erklärt habe, konsequent auf eine besser funktionierende europäische Fiskalunion hinzuarbeiten. In den USA seien die Konjunktursorgen zurückgegangen, da der Kongress umfangreiche Einkommensteuererhöhungen abgewendet habe.
Typisch für eine Phase mit schnellen Wechseln der Risikobereitschaft seien die sehr hohen Korrelationen zwischen Märkten, Sektoren, Ländern und Einzelwerten. Immer wieder sei es vorgekommen, dass die Fundamentaldaten der Einzelwerte keine Rolle mehr gespielt und die Investoren nur auf ihren Investitionsgrad geachtet hätten. 2012 und auch in den ersten Wochen des neuen Jahres seien die Korrelationen stark zurückgegangen.
Trotz der durchweg skeptischen Haltung vieler Marktteilnehmer seien die Kurse 2012 gestiegen - wenn auch bei geringen Handelsvolumina. Sowohl Hedgefonds als auch 45% der aktiv gemanagten Aktienfonds seien mit ihren Erträgen hinter den Marktindices zurückgeblieben. Die konservative Haltung der Investoren habe zu hohen Kassenbeständen geführt. Alle hätten eine Schwächephase erwartet, aber dazu sei es nicht gekommen. Jetzt scheine es, als würden die Investoren ihre Barmittel wieder investieren.
2012 seien Pensionsfonds und große, die Assetklassen übergreifende Investoren in Anleihen und Kasse übergewichtet gewesen. Der Aktienmarktanstieg habe sie auf dem falschen Fuß erwischt. Nun würden diese Investoren offenbar wieder auf Aktien setzen, da ihre Modelle von "risikobehafteten Wertpapieren" jetzt höhere Gesamterträge erwarten würden als von konservativeren Investments.
Große Kursausschläge seien typisch für fallende Märkte. 2012 seien die Kurse aber gestiegen, und die Volatilität sei deutlich zurückgegangen. Investoren, die vor allem auf kurzfristige Marktschwankungen setzen würden, hätten zurzeit nicht viel zu gewinnen.
Nicht nur Gewinn- und Fundamentaldaten, sondern auch Übertreibungen würden für Kursbewegungen sorgen. Jetzt, da die Unsicherheit wegen der Fiskalklippe und der Lage im Euroraum zurückgegangen sei, würden sich Privatanleger und professionelle Anleger wieder sicherer fühlen. Das Vertrauen kehre zurück. (20.02.2013/ac/a/m)


