Metzler Eastern Europe-Fonds: Q3/2021-Bericht, Investment in Banken deutlich ausgebaut - Fondsanalyse


29.10.21 09:45
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Das Ziel des Metzler Eastern Europe/Class A-Fonds ist es, eine langfristige Wertsteigerung zu erzielen, so die Experten von Metzler Asset Management.

Der Fonds investiere überwiegend in Aktien und aktienähnliche Wertpapiere. Zu jeder Zeit seien mindestens 51% des Fondsvermögens in osteuropäischen Aktien und aktienähnlichen Wertpapieren angelegt. Es sei nicht vorgesehen, dass der Fonds mehr als 35% seines Fondsvermögens in lokal gehandelte russische Aktien investiere. Derivate könnten eingesetzt werden, um das Engagement in Devisenmärkten zu erhöhen und/oder zu verringern. Der Vergleichsindex für den Fonds sei MSCI EFM Europe and CIS IMI Custom Capped ("MSCI EM Eastern Europe Custom").

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien.

Die Kurse an den Börsen Osteuropas hätten im dritten Quartal weiter zugelegt. Dabei habe die Region insbesondere von der guten Entwicklung am russischen Aktienmarkt profitiert. So habe der MSCI Russland aus Sicht eines Euro-Investors um 12,5% zugelegt - getrieben durch stark steigende Preise für Öl und Gas. Ebenfalls positiv entwickelt hätten sich die Aktienmärkte in Polen und der Türkei. So habe der MSCI Polen im abgelaufenen Quartal um 4,0% zugelegt und der MSCI Türkei gar um 4,5%.

Russland als weltweit größter Exporteur von Energie profitiere von den dramatischen Entwicklungen am europäischen Gasmarkt. Die Gaspreise hätten in den vergangenen Wochen neue Allzeithochs erreicht; kaltes Winterwetter Anfang des Jahres, niedrige Lagerbestände in Europa und eine starke Nachfrage nach Flüssiggas aus Asien seien die Hauptgründe für die aktuelle Gasknappheit. Der Ölpreis sei ebenso deutlich gestiegen, nachdem sich das OPEC-Kartell inklusive Russland darauf geeinigt habe, die Förderkürzungen bis Ende 2022 nur graduell abzubauen. Rohöl der Sorte Brent habe erstmals seit 2018 wieder über der Marke von 80 USD pro Barrel notiert. Die Experten von Metzler Asset Management würden weiterhin positiv gestimmt bleiben für die Aussichten am russischen Aktienmarkt. Dank stark steigender Gewinne seien russische Aktien trotz der jüngsten Kurszuwächse noch günstiger geworden. Der MSCI Russland habe aktuell ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7,0 und eine Dividendenrendite von 7,9% auf Basis der Gewinnschätzungen für 2022, was einem Bewertungsabschlag von 44% gegenüber dem MSCI Emerging Markets entspreche.

Die Wirtschaftserholung habe die Inflation angeheizt: Steigende Rohstoff- und Energiepreise, hohe Konsumnachfrage und weit verbreitete Lieferengpässe hätten zu Preissteigerungen geführt. Alle Zentralbanken Osteuropas - mit Ausnahme der Türkei - hätten daher begonnen, ihre Zinsen anzuheben, um der Inflationsdynamik entgegenzuwirken. Die Experten von Metzler Asset Management hätten daher im Berichtszeitraum ihr Investment in Banken deutlich ausgebaut. Das Ende der Niedrigzinsphase sei insbesondere für die Banken in Zentralosteuropa als sehr positiv zu werten. Steigende Zinsen, hohe Kreditnachfrage und niedrige Kreditausfälle sollten die Rentabilität in diesem Sektor deutlich verbessern. Zudem würden die meisten Banken in der Region auf hohen Kapitalpolstern sitzen, wovon ein Teil an die Aktionäre ausgeschüttet werden dürfte - sofern die Regulatoren dies erlauben sollten. Die Experten von Metzler Asset Management hätten Titel der Erste Bank und von Raiffeisen Bank International neu ins Portfolio aufgenommen und unter anderem ihre Position in OTP Bank aufgestockt. Dagegen würden die Experten bei Investments am türkischen Aktienmarkt weiterhin vorsichtig bleiben. (Stand vom 30.09.2021) (29.10.2021/fc/a/f)





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