Metzler Multi Asset Dynamic Sustainability A-Fonds: 10/2021-Bericht, Aktienmärkte zugelegt - Fondsanalyse


25.11.21 11:34
Metzler Asset Management

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Metzler Multi Asset Dynamic Sustainability A-Fonds (ISIN DE000A1J16Y5 / WKN A1J16Y) strebt als Anlageziel die Erwirtschaftung einer marktgerechten Rendite mit entsprechender laufender Wiederanlage der Erträge an, so die Experten von Metzler Asset Management.

Um dies zu erreichen, würden maximal 90% des Wertes des Fonds in Aktien, aktienähnliche Papiere, Zertifikate auf Aktien und Aktienindices sowie Investmentanteile einschließlich ETFs, die überwiegend in Aktien investieren würden (Aktienfonds), angelegt. Mindestens 51% des Fonds würden in Kapitalbeteiligungen im Sinne des § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz (InvStG) angelegt. Daneben könnten verzinsliche Wertpapiere, Geldmarktinstrumente, Indexzertifikate, sonstige verbriefte Schuldtitel, Investmentanteile einschließlich ETFs, sowie in Wertpapieren verbriefte Finanzinstrumente erworben werden.

Es sei vorgesehen, in ein breit diversifiziertes Portfolio anzulegen. Die Diversifikation umfasse beispielweise Aktien globaler Aussteller, Staatsanleihen, Credit (Unternehmensanleihen inklusive High Yield, Emerging Markets Anleihen, Covered Bonds) und alternative Anlageklassen. Unter alternativen Anlageklassen verstehe man neben der Investition in Edelmetall ETCs auch Strategien, die sich langfristig unabhängig von der allgemeinen Marktrichtung der traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen entwickeln könnten.

Der Fonds sei gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft.

Im Rahmen eines ganzheitlichen ESG-Ansatzes würden Nachhaltigkeitsfaktoren verwendet, um unternehmensspezifische Risiken (z.B. Reputationsrisiken) zu reduzieren und Chancen (z.B. aus dem Klimawandel) zu identifizieren. Es werde ausschließlich in Unternehmen investiert, die entsprechend einem Nachhaltigkeitsfilter nachhaltig seien. Dieser Filter umfasse folgende kontroverse Geschäftspraktiken und Geschäftsfelder:

- Sehr schwere Verstöße gegen internationale Normen, z.B. Prinzipien des UN Global Compact,
- Hoher Umsatzanteil durch Stromgewinnung aus thermaler Kohle oder Kohleabbau,
- Hoher Umsatzanteil durch Förderung von Erdöl und Erdgas mittels nicht-konventioneller Methoden (z.B. Fracking),
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion oder Handel von Tabakprodukten,
- Hoher Umsatzanteil durch die Produktion und Handel von Rüstungsgüter
- Unternehmen, die geächtete Waffen produzieren und/oder vertreiben würden.

Im Oktober zeigte sich einmal mehr, dass die Corona-Pandemie uns voraussichtlich länger beschäftigen wird als erhofft, so die Experten von Metzler Asset Management. Zwar habe es weitere Fortschritte beim Impfen gegeben, dennoch sei die Zahl der täglichen Neuinfektionen mancherorts deutlich gestiegen. Ein Grund hierfür dürfte unter anderem die Aufhebung von Coronabeschränkungen sein.

Die Notenbanken würden vor dem Hintergrund der Coronalage ihre Pläne zur Drosselung der sehr expansiven Geldpolitik behutsam umsetzen, trotzdem könnten sie die steigenden Inflationsraten nicht ignorieren. Insbesondere die anziehenden Energiepreise seien zuletzt verstärkt in den Fokus geraten. Aber auch Lieferkettenprobleme aufgrund mangelnder Transportkapazitäten und der Knappheit bestimmter Vorprodukte würden den Druck auf die Preise erhöhen und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum verzögern. Zudem dürfte die anhaltend hohe Lohndynamik in den USA, anders als bislang in der Eurozone, die US-Notenbank (FED) beunruhigen. Eine baldige Reduzierung der Anleihekäufe durch die FED gelte daher als sehr wahrscheinlich, ebenso eine Leitzinserhöhung im kommenden Jahr.

In dieser Gemengelage hätten die Aktienmärkte im Oktober zugelegt, da die überraschend gut angelaufene Berichtssaison die übergeordneten Belastungsfaktoren in den Hintergrund habe rücken lassen. Die Experten von Metzler Asset Management würden momentan nicht davon ausgehen, dass eine erwartete reduzierte Liquiditätszufuhr durch die Notenbanken den "Post-Covid"-Aufschwung in den USA und Europa abwürgen und damit den Aktienmarkt deutlich in die Knie zwingen werde. Aus Sicht der Experten von Metzler Asset Management sei noch viel aufgestautes Nachfragepotenzial vorhanden, das sich unter anderem wegen der derzeit gestörten internationalen Lieferketten nicht voll entfalten könne, die Aktienmärkte aber mittelfristig stützen sollte. Auch die negativen Realzinsen würden ein strukturell positiver Faktor für die Aktienmärkte bleiben. Die Nettoaktienquote sei deswegen im Oktober beibehalten worden und habe sich gegen Ende des Monats nahe der strategischen Aktienquote befunden.

Befürchtungen, eine Abschwächung der Inflationsraten könnte noch länger auf sich warten lassen, hätten zu einem neuerlichen Anstieg der Renditen im Oktober geführt. Zwar befürworte die FED einen Zinsanstieg, allerdings kämen mit Blick auf steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise zunehmend Zweifel auf, inwieweit es sich beim Anstieg der Inflationsraten doch nur um ein temporäres Phänomen handle. Das Zinsrisiko hielten wir daher im Oktober im Portfolio weiter niedrig, so die Experten von Metzler Asset Management. (Stand vom 29.10.2021) (25.11.2021/fc/a/f)






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