Metzler Premium Aktien Global Jahresbericht zum 30. September 2011


02.02.12 14:40
Metzler Asset Management

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Fonds mit den Anteilklassen Metzler Premium Aktien Global A, Metzler Premium Aktien Global B und Metzler Premium Aktien Global C legt das von ihm verwaltete Vermögen in Aktien sowie Aktienfonds in- und ausländischer Unternehmen an, die auf Euro und auf andere Währungen lauten, so die Experten von Metzler Asset Management.

Das Sondervermögen strebe als Anlageziel eine marktgerechte Rendite an, mit der eine langfristig stabile risikoadjustierte Wertentwicklung erreicht werden könne.

Die Anlagepolitik sei auf Langfristigkeit und Kontinuität ausgerichtet. Bei den Investments überwögen europäische Aktien, ergänzt um nordamerikanische Werte. Im Rahmen des Investitionsprozesses würden die Experten auch andere Märkte, Regionen und Themen beleuchten, zum Beispiel Japan, Schwellenländer, Rohstoffe etc., und regelmäßig auch dort Anlagemöglichkeiten wahrnehmen - und zwar grundsätzlich über aktiv gemanagte Fonds. Auf diesem Wege seien sie im Berichtszeitraum sowohl in den Emerging Markets als auch in Japan investiert gewesen. Je nach Markteinschätzung würden nicht angelegte Beträge im Geldmarkt geparkt. Je nach Marktlage und ihren Erwartungen zu den Anlageperspektiven liege ihre Kassehaltung zwischen 0 und 40%. Während des Berichtszeitraums habe die Cashquote zwischen ca. 10 und 14% des Fondsvermögens geschwankt.

Die Anlagepolitik sei zwar nicht an einem Vergleichsmaßstab orientiert, einer so genannten Benchmark, die Experten würden jedoch ihre Investitionsentscheidungen grob an den Indices STOXX Europe 600 und MSCI World ausrichten. Allerdings führe ihr fokussierter Ansatz mit insgesamt ca. 25 bis 35 Aktientiteln und Fonds auf Einzeltitelebene grundsätzlich zu hohen Abweichungen von diesen Indices. Daher sei es allenfalls auf Basis von Ländern und Branchen sinnvoll, Abweichungen zwischen diesen Indices und ihrem Portfolio zu betrachten. Hierbei investiere der Fonds vor allem in (aus Sicht der Experten) attraktiv bewertete, große Standardwerte (Large Caps), ergänzt um einige Titel von mittelgroßen Unternehmen, so genannte Mid Caps. Die Unternehmen würden sich mehrheitlich durch eine überdurchschnittliche Bilanzqualität und stabile Gewinnentwicklung auszeichnen.

Nachdem sich die Weltwirtschaft von der vorangegangenen Rezession schnell habe erholen können, habe sich die globale Wachstumsdynamik in den vergangenen Monaten wieder verlangsamt. Insbesondere die sehr angespannte Verschuldungssituation verschiedener Staaten der Eurozone habe die Marktteilnehmer zunehmend verunsichert. Die Verschärfung der Staatsschuldenkrise in der Eurozone habe dann im dritten Quartal viele Finanzmarktteilnehmer veranlasst, sich aus Dividendentiteln zurückzuziehen. In der Folge sei es zu heftigen Kurseinbrüchen gekommen.

Aufgrund des ihres Erachtens niedrigen Bewertungsniveaus europäischer Aktien hätten die Experten die Gewichtung europäischer Unternehmen im Portfolio jedoch weiterhin beibehalten: Sie habe am Ende des Berichtszeitraums bei 78,8% gelegen. Der US-Anteil des Portfolios habe per 30. September 2011 13,7% betragen. Die Naturkatastrophe in Japan und die damit einhergehenden Sorgen vor den Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne hätten die Experten veranlasst, den Anteil japanischer Aktien im Fonds von 7,8% auf 4,1% zu senken.

Aus Branchensicht hätten die Experten die starke Übergewichtung von Aktien aus dem Industrie- und Chemiesektor beibehalten. Jedoch hätten sie das sehr starke Übergewicht des Chemiesektors reduziert, da sie FUCHS PETROLUB-Aktien mit hohem Gewinn veräußert hätten. Im Bereich Erdöl und Erdgas seien angesichts der steigenden Nachfrage nach Öl- und Gasexploration Aktien des Ölserviceunternehmens SBM Offshore neu in das Portfolio aufgenommen worden. Somit hätten die Experten in diesem Sektor ihre Untergewichtung vollständig abgebaut. Im Nahrungsmittelbereich seien die Positionen kontinuierlich ausgebaut worden, um von der stabilen Entwicklung der Unternehmensgewinne zu profitieren. Zusammen mit der positiven Wertentwicklung habe dies das Gesamtgewicht deutlich steigen lassen.

Titel aus konjunktursensiblen Branchen würden noch immer den Schwerpunkt des Portfolios bilden; dagegen hätten die Experten ihre Untergewichtung in Branchen beibehalten, in denen der Staat stark regulierend eingreife, wie Banken, Gesundheit, Telekommunikation und Versorger. Wie im Vorjahr sei der Bankensektor mit Abstand am deutlichsten untergewichtet gewesen; er habe sich von allen Branchen in diesem Zeitraum am schwächsten entwickelt. Im Versicherungssektor hätten die Experten dagegen die relative Schwäche dieser Aktien genutzt, um ihr bestehendes Übergewicht weiter leicht auszubauen. Die Untergewichtung der Sektoren Einzelhandel und Rohstoffe, deren Wertentwicklung sehr schwach gewesen sei, hätten sie beibehalten. Gleichzeitig habe jedoch die starke Untergewichtung des Healthcaresektors Rendite gekostet.

Im Berichtsjahr seien Veräußerungsgewinne von 8.602 TEUR (Anteilklasse A: 579 TEUR, Anteilklasse B: 3.319 TEUR, Anteilklasse C: 4.704 TEUR) und Veräußerungsverluste von 3.555 TEUR (Anteilklasse A: 239 TEUR, Anteilklasse B: 1.371 TEUR, Anteilklasse C: 1.945 TEUR) angefallen. Die Gewinne würden sich jeweils zu 97% aus Kursgewinnen aus Wertpapieren und zu 3% aus Devisengewinnen zusammensetzen. Die Verluste seien dagegen jeweils nur zu 28% Kursverluste aus Wertpapieren und dafür zu 72% Devisenverluste gewesen und seien überwiegend aus der Reduzierung des Japananteils entstanden. Die größten Gewinnbeiträge hätten die Experten aus dem Verkauf ihrer Position in der Bank Standard Chartered und aus einem Austausch ihrer Emerging Markets-Fonds erzielt.

Im Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 hätten die Anteilklassen folgende Wertverluste verzeichnet: Premium Aktien Global A -13,80%, Premium Aktien Global B -13,36%, Premium Aktien Global C -12,91%.

Da die aufkommenden Rezessionsängste die Kurse der von den Experten übergewichteten zyklischen Aktien vor allem im Euroland unter Druck gesetzt hätten, habe erstmals die Wertentwicklung vergleichbarer Aktienindices nicht erreicht werden können: So sei der STOXX Europ. 50 (Return) im selben Zeitraum um 9,98% gesunken, der Index MSCI World (auf USD-Basis) habe nur 4,35% verloren. (02.02.2012/fc/a/f)






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