NORD/LB Horizont Fonds mit AA+ bewertet - Fondsanalyse


23.02.15 15:15
TELOS GmbH

Wiesbaden (www.fondscheck.de) - Der NORD/LB Horizont Fonds (ISIN LU0438890526 / WKN A0X9BB, TF (A); ISIN LU0438892654 / WKN A0X9BD, TF (B); ISIN LU0438890013 / WKN A0X9BA, CF (A); ISIN LU0438891177 / WKN A0X9BC, CF (B)) ist ein aktiv gemanagter Multi-Asset-Klassen-Fonds, bei dem der Inflationsschutz und der Kapitalerhalt bei stetiger Wertentwicklung vorrangige Ziele sind, so die Experten der TELOS GmbH.

Dementsprechend würden die Fondsmanager eine defensive Ausrichtung des Portfolios anstreben und vor allem einer hohen Substanz der Asset-Klassen eine hohe Bedeutung beimessen. Durch antizyklische Investments (weg von klassischen Marktbewegungen) solle darüber hinaus eine Entkopplung von den klassischen Marktbewegungen erreicht werden.

Aufgrund der Struktur als Multi-Asset-Klassen-Fonds würden die Vorgehensweise und die für eine Investitionsentscheidung relevanten Kriterien stark von der zugrunde liegenden Asset-Klasse abhängen. In allen Asset-Klassen seien dabei sowohl quantitative wie auch qualitative Kriterien von Bedeutung.

Die Risikoauslastung ergebe sich anhand 3 Budgetblöcken (Realwert-Erhalt mit max. 70%; Nominalwert-Erhalt mit max. 40% und Anlagen mit geringer Korrelation zu den Kernmärkten mit max. 40%). Pro Block würden dabei 3 bis 4 Assetsegmente (Aktien, Renten, Rohstoffe oder sonstige alternative Anlage-Klassen) aus den Asset-Klassen ausgewählt.

Dabei würden "prospektierte" Anlagegrenzen hinsichtlich der Anlage-Klassen definiert: Aktien weniger als 30%, Commodities weniger als 30%, Renten mehr als 30%, Kasse weniger als 20%, Einzelfonds weniger als 20%, Emittentenrisiko weniger als 10% etc. Im Kalenderjahr 2012 seien die genutzten Asset-Klassen um klassische Zins- und Rentenstrategien ergänzt worden. Die Ausnutzung der einzelnen Risikobudgets sei dem Fondsmanagement überlassen.

Das Fondsmanagement orientiere sich an Vorgaben des übergeordneten Anlage-Ausschusses (Experten der Konzerneinheiten in Bremen, Braunschweig, Hannover und Luxemburg). Bei den Vorgaben handele es sich um Bandbreiten in den oben genannten drei Risikobudgetblöcken. Das Anlageuniversum des Fonds bestehe z.Z. aus zehn Asset-Klassen, die dem Anlage-Ausschuss inklusive der anzustrebenden Gewichtungen empfohlen worden seien. Dieses Spektrum werde einer halbjährlichen - bei Bedarf auch zwischenzeitlichen - Überprüfung durch den Anlage-Ausschuss im Hinblick auf ihre Angemessenheit unterzogen.

Dabei könnten sich die Asset-Klassen sowohl dahingehend verändern, dass neue hinzukommen würden, als auch dahingehend, dass Asset-Klassen aus dem Anlagespektrum eliminiert würden. Das Wegfallen einer Kategorie sei beispielsweise in Situationen denkbar, in denen die Gefahr einer Blasenbildung gesehen werde. Zum einen werde in traditionelle Anlage-Klassen wie Anleihen (insbesondere inflationsgeschützte), Geldmarkt, value-orientierte Aktien oder Immobilien investiert. Ein wesentlicher Bestandteil bei der Umsetzung der Anlagestrategie bilde aber auch die gezielte Einbeziehung neuer alternativer Anlage-Klassen.

Zu den seit Auflegung im Fonds berücksichtigten alternativen Asset-Klassen würden Cat-Bonds (Katastrophenanleihen) und Insurance-Linked Securities sowie das Mikrofinanz-Segment gehören. Unter Ausnutzung der niedrigen Korrelation dieser Anlage-Klassen mit traditionellen Assets solle eine Diversifikation und damit eine Verringerung des Anlagerisikos erreicht werden. Investitionen würden in Abhängigkeit von der jeweiligen Asset-Klasse entweder direkt oder indirekt über Fonds bzw. Zertifikate getätigt.

Um eine möglichst breite Streuung auch innerhalb einer Anlage-Kategorie zu erzielen, liege der Investitionsschwerpunkt seit Fondsauflage auf Zielfonds. Auch wenn der Fonds grundsätzlich mittel- bis langfristig ausgerichtet sei, spiele die Liquidität der zugrunde liegenden Werte bzw. Assets bei Investitionsentscheidungen eine wichtige Rolle.

Dr. (UCB) Ferdinand Verweyen habe den NORD/LB Horizont Fonds bis Januar 2014 gemanagt. Seit Januar 2014 seien Michael Feiten und Ludwig Schnieders gemeinsam für das Fondsmanagement des NORD/LB Horizont Fonds verantwortlich. Dr. (UCB) Ferdinand Verweyen agiere als Fallback-Fondsmanager und sei zuständig für "Alternative Investments" und regulatorische Fragen.

Angesichts der sehr defensiven Ausrichtung des Fonds sei im Kalenderjahr 2014 durch den Beschluss des Anlage-Ausschusses eine Dynamisierung des Fonds zur besseren Ausnutzung der Renditepotentiale beschlossen worden. Das Risikobudget im Block "Realwert-Erhalt" sei dabei im Mai 2014 von 60% auf 70% erhöht worden. Das Fondsmanagement habe wieder attraktive Chancen gesehen, speziell bei USA-Inflationsanleihen (Inflationsanleihen würden unter "Realwert-Erhalt" fallen). Dabei sei keine explizite Ausweitung des Aktien-Exposures angestrebt worden (i.d.R auf 50% begrenzt).

Aufgrund der vorgegeben Ziele (Kapitalerhalt und Inflationsschutz) sei das Portfolio grundsätzlich defensiv ausgerichtet. Seit 2013 liege ein erhöhter Fokus auf Möglichkeiten zur Erhöhung der Renditepotenziale und TER-Reduzierung. Besonders hervorzuheben sei die niedrige Volatilität des Fonds trotz der großen Korrekturen in manchen Anlage-Klassen in den letzten Jahren. Seit Januar 2014 biete das Fondsmanagement tagesaktuelle Transparenz aller Portfolio-Transaktionen auf der Webseite www.nordlbhorizont.lu und Twitter.

Der NORD/LB Horizont Fonds habe auf 3-Jahressicht (seit Konzept-Anpassungen am 28.11.2011) eine positive annualisierte Performance von 3,1% erzielt.

Der NORD/LB Horizont Fonds erhält die Bewertung AA+, so die Experten der TELOS GmbH. (Ausgabe 01/2015) (23.02.2015/fc/a/f)





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