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Die Nachwehen der Golfkatastrophe
27.09.10 10:25
Rohstoff-Trader
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Sie haben sicherlich die Entwicklung der Katastrophe im Golf von Mexiko mit verfolgt, so die Experten vom "Rohstoff-Trader".
Die gute Nachricht sei, dass die Ölquelle am Grund des Ozeans nun endlich verschlossen sei und kein Öl mehr austreten könne. Die schlechte Nachricht sei jedoch die Vorgehensweise der Regierung in den USA sowie deren weitreichende Auswirkungen. Im Zuge der Katastrophe hätten die Politiker sofort reagiert und ein Verbot für Ölbohrungen im Golf von Mexiko ausgesprochen. Hierbei sei weniger rational als emotional reagiert worden.
In den USA stünden in Kürze wieder Wahlen an und man habe der Öffentlichkeit zeigen wollen, dass man nun etwas gegen die Ölbohrungen unternehme. Vor allem die Umweltlobby in den USA dürfte sich sehr über diesen Schritt gefreut haben. Während zunächst die Medien das Bohrverbot gefeiert hätten, seien immer mehr Skeptiker mit eigenen Studien gekommen, die ganz andere Meinungen vertreten hätten.
Das Verbot sei wenig durchdacht gewesen, da schätzungsweise 20.000 Jobs oder sogar mehr verloren gegangen seien. Des Weiteren würden Analysten schätzen, dass dieser Ausfall einem Rückgang der Kaufkraft um zwei Mrd. US-Dollar gleichkomme. Während die US-Regierung momentan erneut über neue Hilfspakete für die Wirtschaft berate und jede kleine Stelle, die geschaffen werde, als Erfolg verbucht, würden in den Ölfördergebieten am Golf reihenweise Stellen vernichtet. Die Zahl von 20.000 vernichteten Jobs könnte sogar höher sein, da Selbstständige nicht in den Statistiken der Arbeitsämter aufgeführt würden.
Konfrontiert mit diesen Zahlen, habe die US-Regierung eine eigene Analyse veröffentlicht, die natürlich deutlich positiver ausgefallen sei. Zudem habe man gesagt, dass die Stellen bald wieder zurückkämen und nur temporär vernichtet wären. Allerdings würden viele Analysten damit rechnen, dass die Ölfirmen abwandern und in Richtung Brasilien gehen würden, wo Tiefseebohrungen weniger reguliert seien. Auf Aktionäre von Bohrfirmen könnten schwere Zeiten zukommen, wenn das Bohrverbot bestehen bleibe und die Firmen wirklich gehen müssten. (27.09.2010/ac/a/m)
Die gute Nachricht sei, dass die Ölquelle am Grund des Ozeans nun endlich verschlossen sei und kein Öl mehr austreten könne. Die schlechte Nachricht sei jedoch die Vorgehensweise der Regierung in den USA sowie deren weitreichende Auswirkungen. Im Zuge der Katastrophe hätten die Politiker sofort reagiert und ein Verbot für Ölbohrungen im Golf von Mexiko ausgesprochen. Hierbei sei weniger rational als emotional reagiert worden.
Das Verbot sei wenig durchdacht gewesen, da schätzungsweise 20.000 Jobs oder sogar mehr verloren gegangen seien. Des Weiteren würden Analysten schätzen, dass dieser Ausfall einem Rückgang der Kaufkraft um zwei Mrd. US-Dollar gleichkomme. Während die US-Regierung momentan erneut über neue Hilfspakete für die Wirtschaft berate und jede kleine Stelle, die geschaffen werde, als Erfolg verbucht, würden in den Ölfördergebieten am Golf reihenweise Stellen vernichtet. Die Zahl von 20.000 vernichteten Jobs könnte sogar höher sein, da Selbstständige nicht in den Statistiken der Arbeitsämter aufgeführt würden.
Konfrontiert mit diesen Zahlen, habe die US-Regierung eine eigene Analyse veröffentlicht, die natürlich deutlich positiver ausgefallen sei. Zudem habe man gesagt, dass die Stellen bald wieder zurückkämen und nur temporär vernichtet wären. Allerdings würden viele Analysten damit rechnen, dass die Ölfirmen abwandern und in Richtung Brasilien gehen würden, wo Tiefseebohrungen weniger reguliert seien. Auf Aktionäre von Bohrfirmen könnten schwere Zeiten zukommen, wenn das Bohrverbot bestehen bleibe und die Firmen wirklich gehen müssten. (27.09.2010/ac/a/m)


