Netto-Long-Positionen bei Kupfer fast vollständig abgebaut


16.04.12 12:02
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die neue Handelswoche beginnt für die Industriemetalle so wie die alte aufgehört hat: mit Verlusten, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Nach den am Freitag enttäuschenden Konjunkturdaten aus China stünden die Metallpreise auch heute Morgen unter Druck. Durch den Anstieg der Risikoaufschläge besonders für spanische Staatsanleihen rücke die Staatsschuldenkrise in der Eurozone wieder verstärkt in den Fokus der Marktteilnehmer. Der daraus resultierende Anstieg der Risikoaversion führe zu einer Aufwertung des US-Dollars und belaste wiederum die Metallpreise. Kupfer falle daher zum ersten Mal seit drei Monaten unter die Marke von 8.000 USD je Tonne und notiere zum Wochenauftakt bei rund 7.900 USD.

Wie die am Freitagabend veröffentlichte CFTC-Statistik zeige, hätten sich die spekulativen Finanzinvestoren bei Kupfer fast vollständig zurückgezogen. In der Woche zum 10. April seien die Netto-Long-Positionen um 84% auf nur noch 3 Tsd. Kontrakte reduziert worden, der tiefste Stand seit 13 Wochen. Dabei sei es sowohl zu einem kräftigen Abbau der Long-Positionen als auch zu einem starken Aufbau der Short-Positionen gekommen. Die spekulativen Finanzinvestoren dürften damit maßgeblich für den Preisrückgang von Kupfer in der Beobachtungsperiode - das rote Metall verlor knapp 7% bzw. fast 600 USD - verantwortlich gewesen sein. Da sich der Preisrückgang auch nach dem Datenstichtag fortgesetzt habe, dürften die Netto-Long-Positionen seitdem weiter abgebaut worden sein. Die Korrektur könnte sich im aktuellen Marktumfeld zunächst fortsetzen. (16.04.2012/ac/a/m)