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Ölpreis durch steigende US-Produktion robuster


29.08.14 11:33
Saxo Bank

Kopenhagen (www.fondscheck.de) - Ein neuer Bericht des amerikanischen Amtes für Energiestatistik (EIA) dokumentiert den außergewöhnlichen Produktionsanstieg von flüssigen Brennstoffen innerhalb der letzten Jahre, so die Analysten der Saxo Bank.

Dieser habe dabei geholfen, unplanmäßige Versorgungsstörungen, die aktuell ihren Höhepunkt seit dem 2. Golfkrieg vor 24 Jahren erreicht hätten, zu kompensieren.

"Der Bericht zeigt nochmals anschaulich, was wir schon wissen: Seit 2011 reagieren die Ölpreise nicht mehr so sensibel auf potenzielle und akute Versorgungsstörungen. Insbesondere reagierten sie nicht mehr auf die zahlreichen geopolitischen Ereignisse seit dem Arabischen Frühling und dem Sturz Muammar Gaddafis 2011", sage Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.

Von Anfang 2011 bis Mitte 2014 dieses Jahres sei die US-Produktion von flüssigen Brennstoffen wie Rohöl, Erdgas-Flüssigkeiten und Biokraftstoffen um vier Millionen Barrel pro Tag angestiegen. Davon seien drei Millionen auf die erhöhte Erdölproduktion und eine Million auf neue unkonventionelle Produktionsmethoden wie etwa dem Ölschieferabbau entfallen.

Das Resultat der erhöhten US-Produktion und der anschließenden Exporterhöhung, sei eine sinkende Importnachfrage gewesen, insbesondere nach afrikanischen Produkten. "Das hat zu einem Überangebot im atlantischen Becken geführt und ist der Hauptgrund dafür, dass Erdöl in den vergangenen Wochen unter Verkaufsdruck geraten ist", sage Hansen abschließend. (29.08.2014/fc/a/m)