Erweiterte Funktionen
PRIMA - Global Challenges-Fonds: Fusionsgespräche und Immobilienmarkt sorgen für die Performance - Fondsanalyse
06.09.16 14:47
PRIMA Fonds
Wiesbaden (www.fondscheck.de) - Fusionsgespräche und ein weiterhin florierender Immobilienmarkt haben der Performance des PRIMA - Global Challenges (ISIN LU0254565053 / WKN A0JMLV) einen weiteren Schub gegeben, so die Experten von PRIMA Fonds.
So habe der Nachhaltigkeitsaktienfonds im abgelaufenen Monat ein Plus von 1,77 Prozent verzeichnen können, womit er den MSCI World Index (EUR) und den EURO STOXX 50 outperformt habe. Wachtumstreiber seien vor allem der Industriegashersteller Linde, das amerikanische Softwareunternehmen Autodesk, sowie der Schweizer Sanitärtechnikspezialist Geberit gewesen. Auf der anderen Seite hätten die beiden amerikanischen Werte Hain Celestial, REC Silicon sowie die britische BSkyB eine bessere Performance verhindert.
"Geberit hat dank des florierenden Immobilienmarktes deutlich mehr verdient als die meisten Analysten erwartet hatten", erkläre Thomas Hellener, der bei PRIMA Fonds für den Nachhaltigkeitsfonds verantwortlich zeichne. "So verbesserte sich der Nettoüberschuss von Januar bis Juni um satte 44,8 Prozent auf 316,3 Mio. Schweizer Franken. Die Umsatzerlöse kletterten im gleichen Zeitraum um 13,2 Prozent auf 1,48 Mrd. Franken."
Besonders stark hätten sich die Geschäfte in Deutschland entwickelt. "Durch die Zinsflaute stecken viele Leute ihr Geld in Immobilien", beschreibe Hellener die Situation. "Von dem Kauf-Boom profitiert Geberit als Hersteller von sanitären Anlagen wie Toiletten, Rohrleitungen und Installationsanlagen in ganz besonderem Maße." Vor zwei Jahren habe Geberit das finnische Unternehmen Sanitec übernommen. Hierdurch habe man in den Markt für Sanitärkeramik vorstoßen können. Diese Produkte würden außer in Neubauten auch oft bei Wohnungsmodernisierungen oder Renovierungen nachgefragt.
Aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten spreche für Geberit, dass das Unternehmen eine ehrgeizige CO2-Strategie verfolge und sich um eine ständige Reduzierung des Energie- und Wasserverbrauchs seiner Produkte und innerhalb der Produktion bemühe. "Auch von seinen Zulieferern verlangt Geberit die Einhaltung der hausintern gültigen Umweltschutz-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards", betone Hellener. "Das ist ein ganz wesentlicher Nachhaltigkeitsfaktor."
Bei Linde sei die Ausgangslage ganz anders: Gleich zweimal in Folge hätten die Münchner 2015 ihre Anleger mit Gewinnwarnungen geschockt. Im ersten Halbjahr 2016 habe der DAX-Konzern einen erneuten Umsatzrückgang von mehr als 5 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro verbucht. Jetzt aber würden Fusionsgespräche mit Praxair für Fantasie sorgen. Die Gespräche würden bereits seit einiger Zeit laufen, sodass vielleicht noch in diesem Jahr mit einem Ergebnis gerechnet werden könne.
"Für Linde-Aktionäre wäre natürlich eine Übernahme durch den US-Rivalen am lukrativsten, denn dann wäre ein Aufschlag fällig", gebe Hellener seiner Hoffnung auf höhere Kurse zum Ausdruck. Wahrscheinlicher erscheine allerdings eine Fusion unter Gleichen, aus der dann ein neues Unternehmen hervorgehen würde. Dieses wäre mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent auf einen Schlag Weltmarktführer vor dem französischen Konkurrenten Air Liquide.
Linde verfolge ein systematisches Nachhaltigkeitsmanagement, bei dem Ziele qualifiziert und quantifiziert, ihre Erreichung geplant und kontrolliert werde. Entsprechende Maßnahmen des Industriegasherstellers würden die Produktqualität, Führung, Förderung und Rechte der Mitarbeiter, Sicherheit, Gesundheit, Umwelt- und Klimaschutz, Gesellschaft und Bildung, Geschäftspraktiken und Compliance betreffen. "Ob ein neues, mit Praxair geformtes Unternehmen auch diesen strengen Nachhaltigkeitskriterien gerecht werden kann, bleibt aber abzuwarten", zeige sich Hellener skeptisch. "Wenn nicht, dann ist ein Ausschluss aus dem PRIMA - Global Challenges unausweichlich." (06.09.2016/fc/a/f)
So habe der Nachhaltigkeitsaktienfonds im abgelaufenen Monat ein Plus von 1,77 Prozent verzeichnen können, womit er den MSCI World Index (EUR) und den EURO STOXX 50 outperformt habe. Wachtumstreiber seien vor allem der Industriegashersteller Linde, das amerikanische Softwareunternehmen Autodesk, sowie der Schweizer Sanitärtechnikspezialist Geberit gewesen. Auf der anderen Seite hätten die beiden amerikanischen Werte Hain Celestial, REC Silicon sowie die britische BSkyB eine bessere Performance verhindert.
"Geberit hat dank des florierenden Immobilienmarktes deutlich mehr verdient als die meisten Analysten erwartet hatten", erkläre Thomas Hellener, der bei PRIMA Fonds für den Nachhaltigkeitsfonds verantwortlich zeichne. "So verbesserte sich der Nettoüberschuss von Januar bis Juni um satte 44,8 Prozent auf 316,3 Mio. Schweizer Franken. Die Umsatzerlöse kletterten im gleichen Zeitraum um 13,2 Prozent auf 1,48 Mrd. Franken."
Aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten spreche für Geberit, dass das Unternehmen eine ehrgeizige CO2-Strategie verfolge und sich um eine ständige Reduzierung des Energie- und Wasserverbrauchs seiner Produkte und innerhalb der Produktion bemühe. "Auch von seinen Zulieferern verlangt Geberit die Einhaltung der hausintern gültigen Umweltschutz-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards", betone Hellener. "Das ist ein ganz wesentlicher Nachhaltigkeitsfaktor."
Bei Linde sei die Ausgangslage ganz anders: Gleich zweimal in Folge hätten die Münchner 2015 ihre Anleger mit Gewinnwarnungen geschockt. Im ersten Halbjahr 2016 habe der DAX-Konzern einen erneuten Umsatzrückgang von mehr als 5 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro verbucht. Jetzt aber würden Fusionsgespräche mit Praxair für Fantasie sorgen. Die Gespräche würden bereits seit einiger Zeit laufen, sodass vielleicht noch in diesem Jahr mit einem Ergebnis gerechnet werden könne.
"Für Linde-Aktionäre wäre natürlich eine Übernahme durch den US-Rivalen am lukrativsten, denn dann wäre ein Aufschlag fällig", gebe Hellener seiner Hoffnung auf höhere Kurse zum Ausdruck. Wahrscheinlicher erscheine allerdings eine Fusion unter Gleichen, aus der dann ein neues Unternehmen hervorgehen würde. Dieses wäre mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent auf einen Schlag Weltmarktführer vor dem französischen Konkurrenten Air Liquide.
Linde verfolge ein systematisches Nachhaltigkeitsmanagement, bei dem Ziele qualifiziert und quantifiziert, ihre Erreichung geplant und kontrolliert werde. Entsprechende Maßnahmen des Industriegasherstellers würden die Produktqualität, Führung, Förderung und Rechte der Mitarbeiter, Sicherheit, Gesundheit, Umwelt- und Klimaschutz, Gesellschaft und Bildung, Geschäftspraktiken und Compliance betreffen. "Ob ein neues, mit Praxair geformtes Unternehmen auch diesen strengen Nachhaltigkeitskriterien gerecht werden kann, bleibt aber abzuwarten", zeige sich Hellener skeptisch. "Wenn nicht, dann ist ein Ausschluss aus dem PRIMA - Global Challenges unausweichlich." (06.09.2016/fc/a/f)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 179,614 € | 178,044 € | 1,57 € | +0,88% | 17.04./12:32 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0254565053 | A0JMLV | 191,57 € | 166,66 € | |


