PRIMA - Globale Werte-Fonds: Absicherung des Portfolios auf mittlere Sicht ratsam - Fondsanalyse


30.05.14 09:57
PRIMA Fonds

Wiesbaden (www.fondscheck.de) - In unterbewertete Aktien zu investieren, sei derzeit nicht einfach, so die Experten von PRIMA Fonds in ihrem Kommentar zum PRIMA - Globale Werte.

Vor allem steige das Risiko weiter an, denn viele Märkte seien in den letzten Wochen und Monaten gut gelaufen und hätten sich am oberen Rand ihrer fairen Bewertungen bewegt. Dies gelte vor allem für die Aktienmärkte USA und Deutschland. Einige europäische Aktienindices seien dagegen noch weit von ihren früheren Höchstständen entfernt. Das sei das Ergebnis der jüngsten Marktanalyse der Manager des globalen All-Cap-Fonds PRIMA - Globale Werte.

"Die zarte Konjunkturerholung ist von den Märkten bereist eskomptiert worden", betone Frank Fischer, Manager des PRIMA - Globale Werte. "Auch wenn durch die Liquiditätsschwemme der Notenbanken alle Asset-Klassen weiter nach oben gespült werden, so haben wir den Fuß lieber zu früh auf der Bremse und verlassen die Party vor dem letzten Drink." Nichtsdestotrotz könnten DAX, S&P 500 & Co. weiterhin neue Höhen erklimmen. Die Unternehmen befänden sich aber nicht im luftleeren Raum. Die Konjunktur müsse im Nachhinein einen Schub dafür liefern, was die Börse schon vorweggenommen habe. Doch das seien Unsicherheiten, die derzeit niemand seriös einschätzen könne. "Unsicherheit ist aber genau das, wofür wir als Value-Investoren ungerne bezahlen wollen", erkläre Fischer seine Zurückhaltung.

Die Unsicherheit im Markt komme von vielen Seiten, heiße es in der Analyse weiter. Zum einen seien viele Marktteilnehmer derzeit unentschlossen und würden "an der Seite" stehen. Neue, vom Volumen her bedeutende Investments in Aktien seien nicht zu beobachten, dazu sei die aktuelle Lage zu unübersichtlich. Allein die Ankündigung von EZB-Chef Mario Draghi, weiterhin den Märkten auch mit unkonventionellen Maßnahmen helfen zu wollen, würde eine Korrektur - zumindest der europäischen Aktienmärkte - momentan verhindern. "Wir sind und bleiben vorsichtig", erläutere Thomas Hellener, Chef der PRIMA Fonds Service GmbH, die den PRIMA - Globale Werte verantworte. "Um langfristig erfolgreich zu sein, müssen Anleger große und dauerhafte Kapitalverluste vermeiden. In der aktuellen Situation ist ein größerer Rücksetzer an den Aktienmärkten aber durchaus möglich."

Vor allem das Strategische Bias mache der Wiesbadener Fondsboutique derzeit Sorge. Dabei handle es sich um die Sechs-Monats-Erwartungen der Anleger und stelle die Grundüberzeugungen und Wertvorstellungen der befragten Investoren zu den jeweiligen Märkten dar. Der Indikator signalisiere also eine grundlegende Kauf- oder Verkaufsbereitschaft. Das Strategische Bias zeige momentan, dass die Anleger im kommenden halben Jahr mit niedrigeren Kursen rechnen würden, von echter Kaufbereitschaft sei nichts zu spüren. Eine vorsichtige Einstellung zum Markt sei daher angebracht.

"In Marktphasen, wie wir sie aktuell erleben, verschafft sich aktives Fondsmanagement seine Daseinsberechtigung. Es gibt in allen Marktphasen unterbewertete Aktien, so auch heute. Mit dem PRIMA - Globale Werte haben wir jüngst in METRO und die britische Hargreaves Services Group investiert. Aber solche Gelegenheiten bieten sich derzeit immer seltener", erkläre Fischer seine Zurückhaltung gegenüber Neuengagements. Eine Absicherung des Portfolios sei deshalb auf mittlere Sicht ratsam. (30.05.2014/fc/a/f)





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