PRIMA - Globale Werte-Fonds: Trump muss jetzt liefern! Fondsanalyse


19.01.17 12:30
PRIMA Fonds

Wiesbaden (www.fondscheck.de) - Die Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten hat den Märkten einen wahren Schub gegeben, so die Experten von PRIMA Fonds in ihrem Kommentar zum PRIMA - Globale Werte.

Doch der Effekt scheine aufgebraucht. Jetzt müsse sich zeigen, ob die Erwartungen, die Trump geschürt habe, auch erfüllt werden könnten, heiße es im jüngsten Marktkommentar der Fondsgesellschaft PRIMA Fonds. Zunächst einmal seien die Voraussetzungen aber gut: Aktien und Zinsen würden steigen und defensive Werte seien die Underperformer. Der US-Dollar verteuere sich und unterstütze die europäischen Exporte. Zyklische Aktien liefen genauso gut wie Bankentitel. Außerdem hätten US-Kreditinstitute wie Bank of America, J.P. Morgan und Wells Fargo bei der Vorlage ihrer jüngsten Quartalszahlen bewiesen, dass sie in der Lage seien, ihre Milliarden-Gewinne weiter zu steigern.

Hinzu komme die angekündigte US-Steuerreform, die den Unternehmen und den Bürgern zugute kommen solle. "Vielleicht dürfen die Aktienmärkte jetzt noch ein paar Wochen Party feiern", sage Frank Fischer, der Manager des global anlegenden, vermögensverwaltenden Fonds PRIMA - Globale Werte. "Aber dann wird der Markt wohl erst einmal etwas innehalten, wie schon seit Jahresanfang. Doch wenn Trump seine Ankündigungen wirklich umsetzen sollte, kann die Rally durchaus weitergehen. Das Zauberwort lautet jedoch "wenn", betone Fischer.

Sollte die amerikanische Notenbank FED gezwungen sein, die Zinsen schneller als erwartet anzuheben, könnte auch erhebliches Ungemach und negative Folgen für die Wirtschaft drohen. Wie erwartet, habe die Federal Reserve ihren Leitzins im Dezember um 0,25 Prozentpunkte auf die Spanne von 0,5 bis 0,75 Prozent angehoben. Bemerkenswert ist dabei vor allem die Zinsprojektionskurve der FOMC-Mitglieder, betonen die Experten von PRIMA Fonds. Diese seien nun für 2017 von drei statt zwei Zinsschritten ausgegangen. Das spiegele die Aussicht auf eine steigende Inflationsdynamik in den USA wider.

"Weiter steigende Zinsen kann aber nicht jede Firma verkraften", analysiere Thomas Hellener, der Chef von PRIMA Fonds. "Zinsen wirken schneller als fiskalpolitische Maßnahmen, denn hier dauert es zwischen Ankündigung und ihrer Umsetzung in der Realwirtschaft immer recht lang. Hierin liegen erhebliche Gefahren." Sollten die Zinsen für Unternehmen zu hoch werden, mache sich dies auch schnell bei den Unternehmensbewertungen bemerkbar. "Dann kehrt sich die Lage bei Dow Jones, S&P 500 und NASDAQ um und die Folge wird sein: Raus aus Aktien, rein in Anleihen. Der Aktien-Boom wäre vorbei", befürchte Hellener.

Doch die Experten der Wiesbadener Fondsboutique würden sich eher optimistisch geben. Dies gelte vor allem für europäische Aktien. Anders als in den USA werde die Europäische Zentralbank den Märkten weiter helfen. So habe die EZB ihr monatliches Wertpapieraufkaufprogramm um mindestens neun Monate bis Ende Dezember 2017 verlängert. Das monatliche Volumen solle zwar ab April von 80 auf 60 Milliarden gesenkt werden, dennoch stelle die Ausdehnung des Programmes eine zusätzliche Liquiditätsspritze von 540 Milliarden Euro für die Märkte dar.

"Die jüngsten Entscheidungen von FED und EZB deuten zwar auf eine allmähliche Änderung der Geldpolitik hin", bemerke Hellener. "Von einer Normalisierung, insbesondere im Euro-Raum, kann allerdings noch nicht gesprochen werden. Die EZB wird sich davor hüten, mit einer allzu schnellen Straffung die zarte konjunkturelle Erholung abzuwürgen."

Auf der anderen Seite würden die Wahlen in den Niederlanden, in Frankreich und in Deutschland die Märkte in Atem halten. "Doch von der Wertwahrnehmung der Anleger aus betrachtet, wird 2017 vor allem in Deutschland und in Euroland ein gutes Aktienjahr", gebe sich Fischer optimistisch. "Was kurzfristig noch im Weg steht, ist die teilweise hohe "Over-Confidence", mit der viele Investoren die Trends einfach fortschreiben. Nach einer Zeit des Durchatmens kann es aufgrund der sehr guten Konjunkturerwartungen und der hohen Wertwahrnehmung aber weiter nach oben laufen."

Deshalb bleiben die PRIMA-Experten auch weiterhin zuversichtlich, nachdem der Fonds im vergangenen Jahr eine für einen vermögensverwaltenden Fonds sehr gute Performance von 10,85 Prozent erzielen konnte. Es seien vor allem Value-Aktien von Unternehmen wie Retelit, STADA, GfK und der Software AG gewesen, die mit einer erfreulichen Performance hätten überzeugen können. "Solche Chancen werden sich auch 2017 wieder ergeben", sei sich Fischer sicher. (19.01.2017/fc/a/f)





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