Peak Oil Fund 09'07-Bericht


09.10.07 13:51
Aquila Capital Concepts

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Investmentfonds Peak Oil investiert in die Profiteure des Peak Oil-Zeitalters, so die Experten von Aquila Capital Concepts.

Das Portfolio enthalte einerseits klassische Aktiengewinner wie Erdgas-, Ölsand- oder Kohleproduzenten, denen bereits heute stark steigende Ölpreise zugute kommen würden. Andererseits investiere der Fonds in die langfristigen, versteckten Profiteure wie etwa Produzenten von Biomasse oder neuartigen Antriebskonzepten. Grade diese Unternehmen würden überproportional von steigenden Energiepreisen profitieren.

Das Portfoliomanagement wähle aus einer eigens entwickelten Datenbank mit mehr als 1.200 Unternehmen branchen- und länderübergreifend die Anlageziele aus. Der Fonds notiere in Euro und sichere Fremdwährungsrisiken weitestgehend ab. Hauptverantwortliche Manager seien Dr. Dieter Rentsch; Jan Erik Schulien.

Welche Faktoren den Preis für die amerikanische Ölsorte WTI im September auf das Rekordniveau von rund 84 US-Dollar getrieben hätten, daran würden sich die Geister scheiden. Während manche Analysten als Hauptursache die Hurrikansaison anführen würden, hätten andere Marktbeobachter Investoren, die sich gegen die US-Dollar-Schwäche absichern wollten, als Grund für die steigenden Notierungen ausgemacht.

In der Vergangenheit seien die amerikanische Währung und der Ölpreis negativ korreliert worden. Bleibe dieser Zusammenhang stabil, könnten Marktteilnehmer beispielsweise Aktienpositionen in US-Dollar absichern, indem sie in Öl investieren würden, das traditionell in US-Dollar gehandelt werde. Bei einem fallenden US-Dollar werde Öl aber auch für Käufer aus anderen Währungsräumen, etwa aus Europa, billiger. Das wiederum dürfte der Nachfrage aus solchen Regionen solange zusätzlichen Auftrieb geben, bis der währungsbedingte Discount wieder von einem gestiegenen Preis kompensiert sei.

Unterdessen hätten die Spekulanten ihre Long-Positionen an den Ölbörsen in den USA immer weiter abgebaut. Anders als in den vergangenen Monaten hätten sie den Preis also nicht nach oben, sondern tendenziell nach unten getrieben. Aus fundamentaler Sicht bleibe die Lage allerdings weiterhin angespannt. Das würden jedenfalls die jüngsten Förderdaten nahe legen. Denn auch nach dem Beschluss der OPEC, die Ölfördermenge um 500.000 Barrel (1 Barrel = 159 Liter) pro Tag auszuweiten, bleibe der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge ein durchschnittliches Produktionsdefizit von etwa 800.000 Barrel pro Tag, das im kommenden Jahr noch weiter ansteigen könnte.

Die wachsende Nachfrage auf dem internationalen Ölmarkt sei nach wie vor auf den hohen Verbrauch in China zurückzuführen, wo das verarbeitete Volumen deutlich schneller steige als die Fördermenge. Angesichts solcher Daten, sei es nicht überraschend, dass die meisten Marktbeobachter mit weiter steigenden Ölpreisen rechnen würden. Das gehe aus der jüngsten Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter 200 Energieexperten hervor. 82 Prozent der Befragten würden in den kommenden fünf Jahren höhere Notierungen für Öl erwarten.

Auch kurzfristig habe sich die Lage nach Ansicht der Experten verschärft. 45 Prozent würden in den kommenden sechs Monaten mit weiter anziehenden Preisen rechnen. Vor einem halben Jahr seien es lediglich 25 Prozent gewesen. Nun sei auch am Ölmarkt antizyklisches Handeln sinnvoller, als dem Konsens zu folgen. Wichtiger als Meinungsäußerungen seien aber die Positionierungen der Insider am Ölmarkt. Und diese so genannten Commercials hätten noch keine nennenswerten Gegenpositionen aufgebaut. Der beste Rat sei daher dem Trend zu folgen, bis zum Beweis des Gegenteils. (Ausgabe September 2007) (09.10.2007/fc/a/f)