Renditdeka volumenstark


11.10.04 12:53
DER FONDS.com

Der Renditdeka von der Sparkassen-Tochter Deka Investment ist mit einem Vermögen von 4,32 Milliarden Euro der größte Rentenfonds auf dem deutschen Markt, so die Experten von "DER FONDS.com".

Seine Masse mache ihn jedoch nicht unflexibel - im Gegenteil, meine Peter Flöck, Leiter der Rentenportfolio-Konstruktion bei der Deka Investment: "Wir investieren überwiegend in liquide Staatsanleihen und Jumbo-Pfandbriefe, also hypothekengesicherte Rentenpapiere von Kreditinstituten. Bei einem derart großen Fondsvolumen können wir jedoch auch zum Teil etwas weniger liquide und damit höherverzinsliche Rentenpapiere erwerben."

Laut Rating-Agentur Morningstar liege der Renditdeka trotzdem nur im Mittelfeld seiner Kategorie: Mit einem Plus von 30 Prozent in den vergangenen fünf Jahren komme er auf Platz 98 von 220 Fonds der Kategorie "Anleihen Euro diversifiziert". Für Flöck hinke dieser Vergleich jedoch. "Diese Kategorie ist außerordentlich breit gefasst. Sie beinhaltet unter anderem auch reine Unternehmensanleihen- und Schwellenländer-Fonds in Euro", sage er. Diese Marktsegmente hätten in den vergangenen Jahren, besonders aber im laufenden Jahr, sehr gut performt. Unternehmensanleihen dürften beim Deka-Fonds maximal die Hälfte des Portfolios ausmachen, aktuell seien es rund 10 bis 15 Prozent. In Schwellenländer-Anleihen investiere Flöck überhaupt nicht. "In einem Universum ohne Firmenanleihen-, Schwellenländer- und anderen Fonds mit spezieller Ausrichtung steht der Renditdeka im Konkurrenzvergleich entsprechend besser da", sage Flöck zu "DER FONDS.com". So seien die besten 14 Fonds in der Morningstar-Statistik nicht mit dem Renditdeka vergleichbar.

Der Rentenfonds setze nur auf Titel aus den Euroländern. Mit 56,1 Prozent sei der Großteil des Fondsgeldes derzeit in deutschen Titeln investiert. "Deutsche Staatsanleihen sind ausgesprochen liquide, und deutsche Pfandbriefe bieten besonders bei kürzeren Restlaufzeiten immer noch einen attraktiven Renditeaufschlag gegenüber europäischen Staatsanleihen", so Flöck. Der Renditdeka müsse laut Prospekt zu mindestens 51 Prozent in Papiere inländischer Aussteller investieren.

Außerdem könnten dem Fonds Derivate wie Futures und Optionen beigemischt werden. Aktuell würden Zinsfutures und Zinsoptionen rund 10 Prozent des Fondsvolumens ausmachen. Zinsfutures seien börsengehandelte Terminkontrakte auf kurzfristige Geldmarkt- oder Kapitalmarktpapiere mit fester Fälligkeit und Kontraktgröße. Mit Zinsoptionen könne sich das Fondsmanagement gegen steigende oder fallende Zinsen absichern. Die Vorteile des Einsatzes von Derivaten seien die niedrigen Transaktionskosten und die Risikoabfederung, so Flöck. In Zukunft solle die Position noch ausgebaut werden.

Das Portfolio bestehe aktuell aus 203 Werten. Bei der Auswahl der Papiere seien drei Kriterien ausschlaggebend: Der Titel müsse auf Euro notieren, eine sehr gute Bonität, also ein Investment-Grade-Rating, aufweisen und liquide sein. Rund 30 Analysten seien für den Renditdeka im Dienst: Sie würden die Zins- und Kreditmärkte analysieren, um Ertrag bringende Investmentideen aufzuspüren. Ein Portfoliokonstrukteur prüfe die Ideen anschließend, wäge Chancen und Risiken ab und baue das Portfolio zusammen. Die Umsetzung erfolge über hauseigene Händler. Die Minimierung der Transaktionskosten sei dabei das oberste Gebot. Flöck habe als Leiter der Portfoliokonstruktion die Oberaufsicht über den Fonds.

Der Fonds sei im Mai 1968 aufgelegt worden. Ein Einstieg sei per Einmalanlage und über einen Sparplan mit monatlich 50 Euro möglich. Der Ausgabeaufschlag betrage 3 Prozent, die jährliche Managementgebühr 0,7 Prozent.






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