Rize Cybersecurity and Data Privacy UCITS ETF: CrowdStrike kontra Microsoft?


24.07.24 10:00
ARK Invest Europe

London (www.fondscheck.de) - Es wird von vielen Beobachtern als größte IT-Panne der Geschichte bezeichnet: Am 19. Juli führte ein Fehler des Cybersicherheitsdienstleisters CrowdStrike zu massenhaften Ausfällen der globalen Recheninfrastruktur und kurzfristigen Störungen in allen möglichen Branchen, so die Experten von ARK Invest Europe im Kommentar zum Rize Cybersecurity and Data Privacy UCITS ETF.

Nur wenig später habe sich der IT-Riese Microsoft zur Schuldfrage zu Wort gemeldet und auf die Wichtigkeit geschlossener Betriebssysteme verwiesen. Rahul Bhushan, Managing Director ARK Invest Europe, erläutere die Hintergründe und die aktuelle Verfassung der Cybersicherheitsbranche.

Der am vergangenen Freitag aufgetretene, durch ein fehlerhaftes Update der CrowdStrike-Software verursachte IT-Ausfall bei Windows-Geräten habe nicht nur für Endkonsumenten weitreichende Auswirkungen gehabt. Auch die Aktie des Cybersicherheitsdienstleisters sei seit Freitag um mehr als 23 Prozent im Wert abgesackt. Was bedeute das mittelfristig für das Unternehmen?

"Trotz der aktuellen Herausforderungen, die auch Chancen für Branchenkonkurrenten wie SentinelOne und Palo Alto Networks umfassen, bleiben die Cybersicherheitslösungen von CrowdStrike von ausgezeichneter Qualität. Ein umfassender Austausch der installierten Systeme durch Konkurrenzprodukte ist unwahrscheinlich, da der Ausfall nicht auf eine Sicherheitslücke zurückzuführen ist, die das Vertrauen der Kunden erschüttert hätte", so Rahul Bhushan. Der Ausfall habe Kursverluste einer Reihe von Cybersicherheitsunternehmen gebracht - mit der Ausnahme der erwähnten Player SentinelOne und Palo Alto Networks, deren Aktien um rund 8 bzw. 2 Prozent zugelegt hätten.

"Neben den Auswirkungen auf den Börsen lässt auch die Reaktion des IT-Giganten Microsoft tief blicken", so der Branchenexperte Bhushan. So habe sich das Unternehmen gegenüber dem Wall Street Journal geäußert, dass der Ausfall auch darauf zurückzuführen sei, dass Microsoft Drittanbietern wie CrowdStrike Zugang zu dem Kernel - dem innersten Bestandteil - seines Betriebssystems Windows gewährt habe.

Matthew Prince, der CEO des Technologieunternehmens Cloudflare, habe jedoch in diesem Zusammenhang auf frühere, noch gravierendere IT-Zwischenfälle durch Microsoft hingewiesen: Ein Fehler von Microsoft habe einst dazu geführt, dass E-Mails seiner Kunden Dritten offengelegt worden seien. Im Gegensatz dazu habe der Fehler von CrowdStrike "nur" zu Netzwerkausfällen geführt. Die Lösung, so Prince, liege daher nicht in der Konsolidierung von Sicherheitsdienstleistungen, sondern im offenen Wettbewerb.

"Die Versuche der IT-Giganten, Monopole am Cybersicherheitsmarkt zu etablieren, sind klar ersichtlich - aber sie führen dennoch nicht zu den besten Ergebnissen für die Branche und seine Konsumenten. Durch eine weiter bestehende Koexistenz größerer, etablierter und jüngerer, aufstrebender Player am Markt ist eine Situation gewährt, die Innovation und Fortschritt begünstigt. Dies hat auch die Branche erkannt und stellt sich den IT-Giganten selbstbewusst in den Weg: Erst am heutigen Tag (23. Juli 2024) verkündete das Cybersicherheits-Startup Wiz, ein 23 Milliarden Dollar schweres Übernahmeangebot durch Google abzulehnen und selbst einen Börsengang ins Auge zu fassen", so Rahul Bhushan von ARK Europe. (Ausgabe vom 23.07.2024) (24.07.2024/fc/a/e)






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