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Robeco Quant High Yield Fund: Anlagetipp der Woche - Fondsanalyse
20.07.15 10:27
Euro fondsxpress
München (www.fondscheck.de) - Die Experten von "Euro fondsxpress" stellen den Robeco Quant High Yield Fund als Anlagetipp der Woche vor.
Patrick Houweling sei Quantitative Researcher und Portfolio Manager bei Robeco. Bevor er bei Robeco begonnen habe, sei er in der Abteilung Risk Management & Modeling der Rabobank International beschäftigt gewesen. Houweling habe einen Doktor in Wirtschaftswissenschaften sowie einen Master in Finanzökonometrie der Erasmus-Universität Rotterdam.
Patrick Houweling, Fondsmanager des Robeco Quant High Yield Fund, warne davor, dass die geringe Liquidität gerade bei High-Yield-Papieren für Anleger ein Problem werden könne. Insbesondere für Anleger, die in High-Yield-ETFs investieren würden. "Der Markt für Unternehmensanleihen ist in den letzten Jahren beträchtlich gewachsen, was auch auf die zunehmende Beliebtheit von ETFs zurückzuführen ist. Unter normalen Marktbedingungen können ETFs problemlos gehandelt werden. Wenn sich die Märkte aber drehen und das Interesse an Unternehmensanleihen zurückgeht, kann dies bei den Anlegern zu unangenehmen Überraschungen führen", warne Houweling.
Wenn ungünstige Marktbedingungen geherrscht hätten und viele Anleger durch dieselbe Tür müssten, könnte es laut dem Robeco-Experten kritisch werden. Dies könne dazu führen, dass die ETFs deutlich unter ihrem Nettoinventarwert verkauft würden. "Manager von aktiv verwalteten Fonds können dann verschiedene Hebel in Bewegung setzen. Häufig ist es unklug, in Phasen zu verkaufen, in denen der Markt unruhig ist", sage er. Zudem könne man auch Derivate einsetzen. Diese seien im Allgemeinen liquider als die Anleihe selbst.
Diese Tatsache mache sich Houweling beim Robeco Quant High Yield Fund zu Nutze. "Das Portfolio besteht aus so genannten Credit Default Swap-Indices (CDS-Indices), die wesentlich liquider sind als einzelne Unternehmensanleihen und man ist mit 175 Titeln breit diversifiziert", sage der Experte. Konkret investiere er in den US-Index CDX High Yield und in sein europäisches Pendant iTraxx CrossOver. Houweling halte diese Vorgehensweise, insbesondere unter Risikogesichtspunkten, für interessant. "Da es bei den Indices keine Prämie für Illiquidität gibt, geraten sie in fallenden Märkten viel weniger unter Druck", erkläre der Niederländer.
Die Strategie des Fonds basiere auf drei Säulen. Da Houweling Derivate nutze, um in High Yield Indices zu investieren, werde fast das ganze Kapital in Staatsanleihen aus Deutschland und den USA investiert. Hier habe er ein Portfolio mit einer Duration von vier Jahren. Hinzu kämen die beiden CDS-Indices, bei denen er jedoch die Investitionsquote über ein Quantmodell variiere. Je nachdem wie sich die Märkte entwickeln würden, betrage das Marktbeta im Fonds zwischen 0,5 und 1,5. Diese Steuerung der Investitionsquote sei laut Houweling nur wegen der hohen Liquidität von CDS-Indices möglich. "So kann man sein Portfolio aktiv und kostengünstig positionieren, um von Markttrends zu profitieren", meine er.
Gerade in schwierigen Jahren wie 2008 hätte das Quant-Konzept sogar einen leichten Gewinn ermöglicht, obwohl Cash-Bonds aus Liquiditätsgründen massiv eingebüßt hätten. Unterm Strich bringe das Robeco-Quant-System jedoch eine deutliche Outperformance gegenüber Indices wie dem Barclays High Yield.
Der Robeco Quant High Yield ist nicht nur aufgrund der geringen Kosten eine Alternative zu ETFs, so die Experten von "Euro fondsxpress". Seine Beta-Steuerung mache ihn für jeden High-Yield-Fan interessant. Zudem sei die Performance bislang sehr gut gewesen. (Ausgabe 29 vom 17.07.2015) (20.07.2015/fc/a/f)
Patrick Houweling sei Quantitative Researcher und Portfolio Manager bei Robeco. Bevor er bei Robeco begonnen habe, sei er in der Abteilung Risk Management & Modeling der Rabobank International beschäftigt gewesen. Houweling habe einen Doktor in Wirtschaftswissenschaften sowie einen Master in Finanzökonometrie der Erasmus-Universität Rotterdam.
Patrick Houweling, Fondsmanager des Robeco Quant High Yield Fund, warne davor, dass die geringe Liquidität gerade bei High-Yield-Papieren für Anleger ein Problem werden könne. Insbesondere für Anleger, die in High-Yield-ETFs investieren würden. "Der Markt für Unternehmensanleihen ist in den letzten Jahren beträchtlich gewachsen, was auch auf die zunehmende Beliebtheit von ETFs zurückzuführen ist. Unter normalen Marktbedingungen können ETFs problemlos gehandelt werden. Wenn sich die Märkte aber drehen und das Interesse an Unternehmensanleihen zurückgeht, kann dies bei den Anlegern zu unangenehmen Überraschungen führen", warne Houweling.
Diese Tatsache mache sich Houweling beim Robeco Quant High Yield Fund zu Nutze. "Das Portfolio besteht aus so genannten Credit Default Swap-Indices (CDS-Indices), die wesentlich liquider sind als einzelne Unternehmensanleihen und man ist mit 175 Titeln breit diversifiziert", sage der Experte. Konkret investiere er in den US-Index CDX High Yield und in sein europäisches Pendant iTraxx CrossOver. Houweling halte diese Vorgehensweise, insbesondere unter Risikogesichtspunkten, für interessant. "Da es bei den Indices keine Prämie für Illiquidität gibt, geraten sie in fallenden Märkten viel weniger unter Druck", erkläre der Niederländer.
Die Strategie des Fonds basiere auf drei Säulen. Da Houweling Derivate nutze, um in High Yield Indices zu investieren, werde fast das ganze Kapital in Staatsanleihen aus Deutschland und den USA investiert. Hier habe er ein Portfolio mit einer Duration von vier Jahren. Hinzu kämen die beiden CDS-Indices, bei denen er jedoch die Investitionsquote über ein Quantmodell variiere. Je nachdem wie sich die Märkte entwickeln würden, betrage das Marktbeta im Fonds zwischen 0,5 und 1,5. Diese Steuerung der Investitionsquote sei laut Houweling nur wegen der hohen Liquidität von CDS-Indices möglich. "So kann man sein Portfolio aktiv und kostengünstig positionieren, um von Markttrends zu profitieren", meine er.
Gerade in schwierigen Jahren wie 2008 hätte das Quant-Konzept sogar einen leichten Gewinn ermöglicht, obwohl Cash-Bonds aus Liquiditätsgründen massiv eingebüßt hätten. Unterm Strich bringe das Robeco-Quant-System jedoch eine deutliche Outperformance gegenüber Indices wie dem Barclays High Yield.
Der Robeco Quant High Yield ist nicht nur aufgrund der geringen Kosten eine Alternative zu ETFs, so die Experten von "Euro fondsxpress". Seine Beta-Steuerung mache ihn für jeden High-Yield-Fan interessant. Zudem sei die Performance bislang sehr gut gewesen. (Ausgabe 29 vom 17.07.2015) (20.07.2015/fc/a/f)
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