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Rohstoff-Rally geht abrupt zu Ende?
15.11.10 12:20
Rohstoff-Trader
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Vielleicht wird der eine oder andere Leser jetzt etwas erschrocken sein angesichts der Überschrift, so die Experten vom "Rohstoff-Trader".
Aber die Experten könnten die Leser beruhigen. Dies sei keinesfalls ihre Meinung sondern nur Headline einer großen Finanztageszeitung in dieser Woche. Und nach den Preisrückgängen in den letzten Tagen bei einigen Rohstoffen möge der eine oder andere Beobachter sich sicherlich auch schon gefragt haben, ob man jetzt das Hoch an den Märkten gesehen habe.
Um dies zu klären müsse man vor allem die Frage des Zeithorizonts betrachten. Nachdem beispielsweise Baumwolle innerhalb von drei Monaten um gut 100 Prozent angestiegen sei, sei es nur logisch, dass es auch zu Rückschlägen komme. Und wie schaue dies bei anderen Rohstoffen aus? Kaffee sei in sechs Monaten um über 60 Prozent angestiegen. Sojabohnen seien um 50 Prozent angestiegen, Mais um 65 Prozent, Kupfer um 40 Prozent, Silber um nahezu 70 Prozent, Gold um 20 Prozent, usw. Das es nach solchen Bewegungen kurzfristig auch mal wieder in die anderen Richtung gehen könne, sei doch mehr als normal, oder? Aber sei die langfristige Story vorbei?
Im oben erwähnten Artikel werde eine Abkühlung der Nachfrage aus Asien und hier insbesondere Chinas befürchtet. Hier müsse man jetzt aber unterscheiden. Sicherlich könnte ein Einbruch oder Rückgang des Wachstums in Asien einen Nachfragerückgang nach einigen Rohstoffen bedeuten. Könnte, müsse aber nicht! Und es gebe Rohstoffe die von einer solchen Entwicklung kaum bis gar nicht berührt wären.
Man nehme als Beispiel die Agrarmärkte. Die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten vieler Chinesen werde auch eine langsam wachsendere Wirtschaft nicht wieder rückgängig machen. Also werde China weiterhin massiv Nahrungsmittel einkaufen müssen, wolle es seine Bevölkerung ernähren. Kurzfristig schaue alles auf das Wetter oder ob in einer bestimmten Anbauregion viel oder wenig Regen falle. Aber sei dies für den langfristigen Trend wirklich entscheidend?
Wer kurzfristig denke, sollte sich beim Handel von Rohstoffen mehr dem Trading verschreiben. Langfristig sei es besser, sein Geld als Investor in die Märkte zu geben. Und dazu mache es Sinn, Rücksetzer in übergeordneten Trends als Kaufgelegenheiten zu nutzen. Und dann aber bitte nicht jammern wenn man mal ein paar Prozent zu früh eingestiegen sei oder es ein paar Monate dauere bis der große Gewinn komme. Das sei nun einmal das Schicksal langfristig orientierter Anleger. Das Geschäft mit Rohstoffen sei schon immer etwas nervenaufreibender als andere Investments. Angesichts der Chancen die bestünden, sollte man aber dafür bereit sein! (15.11.2010/ac/a/m)
Aber die Experten könnten die Leser beruhigen. Dies sei keinesfalls ihre Meinung sondern nur Headline einer großen Finanztageszeitung in dieser Woche. Und nach den Preisrückgängen in den letzten Tagen bei einigen Rohstoffen möge der eine oder andere Beobachter sich sicherlich auch schon gefragt haben, ob man jetzt das Hoch an den Märkten gesehen habe.
Im oben erwähnten Artikel werde eine Abkühlung der Nachfrage aus Asien und hier insbesondere Chinas befürchtet. Hier müsse man jetzt aber unterscheiden. Sicherlich könnte ein Einbruch oder Rückgang des Wachstums in Asien einen Nachfragerückgang nach einigen Rohstoffen bedeuten. Könnte, müsse aber nicht! Und es gebe Rohstoffe die von einer solchen Entwicklung kaum bis gar nicht berührt wären.
Man nehme als Beispiel die Agrarmärkte. Die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten vieler Chinesen werde auch eine langsam wachsendere Wirtschaft nicht wieder rückgängig machen. Also werde China weiterhin massiv Nahrungsmittel einkaufen müssen, wolle es seine Bevölkerung ernähren. Kurzfristig schaue alles auf das Wetter oder ob in einer bestimmten Anbauregion viel oder wenig Regen falle. Aber sei dies für den langfristigen Trend wirklich entscheidend?
Wer kurzfristig denke, sollte sich beim Handel von Rohstoffen mehr dem Trading verschreiben. Langfristig sei es besser, sein Geld als Investor in die Märkte zu geben. Und dazu mache es Sinn, Rücksetzer in übergeordneten Trends als Kaufgelegenheiten zu nutzen. Und dann aber bitte nicht jammern wenn man mal ein paar Prozent zu früh eingestiegen sei oder es ein paar Monate dauere bis der große Gewinn komme. Das sei nun einmal das Schicksal langfristig orientierter Anleger. Das Geschäft mit Rohstoffen sei schon immer etwas nervenaufreibender als andere Investments. Angesichts der Chancen die bestünden, sollte man aber dafür bereit sein! (15.11.2010/ac/a/m)


