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Rohstoffe im Minus trotz neuer Geldschwemme


24.09.12 12:11
Saxo Bank

Kopenhagen (www.aktiencheck.de) - Obwohl FED und Bank of Japan weitere Liquiditätsspritzen angekündigt haben, haben die Rohstoffmärkte darauf letzte Woche kaum reagiert, so Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.

"Zumindest für die Notenbanken dürfte das aber eine Erleichterung gewesen sein. Schließlich hat man sie in letzter Zeit oft für die massiven Preisanstiege bei Rohstoffen und Nahrungsmitteln verantwortlich gemacht", erkläre Hansen.

Zwar habe Eisenerz seine Erholungsphase fortgesetzt und um fast fünf Prozent zugelegt, dennoch habe der DJ-UBS Rohstoffindex insgesamt um drei Prozent nachgegeben. "Vor allem Energie- und Agrarwerte drückten ihn mit jeweils mehr als vier Prozent Verlust nach unten", erkläre der Saxo Bank-Experte.

Nach der FED-Ankündigung habe Rohöl zunächst ordentlich zugelegt. Schnell sei der Markt dann aber wieder von der Konjunkturrealität eingeholt worden: Auf Wochensicht seien Brent und WTI um 4,6 bzw. 5,3 Prozent eingebrochen. "Dazu beigetragen haben auch Äußerungen Saudi-Arabiens und der Internationalen Energiebehörde, wonach jeder zusätzlichen Nachfrage mit einem Produktionsanstieg begegnet werden soll", so Hansen.

Zu den Wochenbesten hätten mit plus ein Prozent Edelmetalle gezählt. Bei Industriemetallen seien zahlreiche Gewinne mitgenommen worden. Dennoch habe sich der Sektor im Monatsverlauf am besten entwickelt. (24.09.2012/ac/a/m)