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Rohstoffe durch starken US-Dollar belastet
08.09.14 15:11
Saxo Bank
Kopenhagen (www.fondscheck.de) - Auch vergangene Woche herrschte Flaute an den Rohstoffmärkten und der Bloomberg Rohstoffindex verlor mehr als 1 Prozent, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.
Ein Grund dafür sei nicht zuletzt der wiedererstarkte US-Dollar gewesen, der durch die erneute Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) weiteren Auftrieb erhalten habe. Die Senkung des Leitzinses durch die EZB auf ein Rekordtief von 0,05 Prozent habe den Euro auf ein 14-Monatstief gegenüber dem US-Dollar fallen lassen.
Die starke Wertentwicklung bei Industriemetallen gehe jedoch weiter: Nickel und Zink hätten zugelegt, während sich Kupfer nach dem Sturz an die untere Handelsspanne wieder stabilisiert hätte. "Nickel wird weiterhin von Angebotssorgen getrieben, nachdem Nachrichten kursierten, dass sich die Philippinen Indonesien beim Exportverbot für unbehandelte Erze anschließen würden", sage Hansen. Edelmetalle hingegen würden nicht nur vom starken US-Dollar belastet, sondern auch vom Abklingen geopolitischer Risiken. Gold habe ein 12-Wochentief erreicht und Silber nähere sich der wichtigen Unterstützungsmarke von 18,75 US-Dollar pro Feinunze. "Die zunehmend unterschiedliche geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank und der EZB stärkt den US-Dollar und stellt eine steigende Herausforderung für Edelmetalle dar", sage Hansen.
Der Energiesektor habe fast 2 Prozent verloren, nachdem Erdgas aufgrund steigender Lagerbestände kräftig gesunken sei. "Auch das Ende der so genannten "US-Driving Season" steht kurz bevor. In der Regel signalisiert es den Beginn ansteigender Lagerbestände aufgrund der sinkenden Nachfrage seitens der Raffinerien", sage Hansen. Dennoch hätten sich die beiden Ölsorten WTI und Brent nach dem dramatischen Ausverkauf in den vergangenen Wochen stabilisiert. "Für diese Woche rechnen wir mit Aktivitäten innerhalb der etablierten Handelsspannen von 100 US-Dollar bis 103,50 US-Dollar pro Barrel bei Brent und 92,50 US-Dollar bis 96 US-Dollar pro Barrel bei WTI", sage Hansen. (08.09.2014/fc/a/m)
Ein Grund dafür sei nicht zuletzt der wiedererstarkte US-Dollar gewesen, der durch die erneute Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) weiteren Auftrieb erhalten habe. Die Senkung des Leitzinses durch die EZB auf ein Rekordtief von 0,05 Prozent habe den Euro auf ein 14-Monatstief gegenüber dem US-Dollar fallen lassen.
Die starke Wertentwicklung bei Industriemetallen gehe jedoch weiter: Nickel und Zink hätten zugelegt, während sich Kupfer nach dem Sturz an die untere Handelsspanne wieder stabilisiert hätte. "Nickel wird weiterhin von Angebotssorgen getrieben, nachdem Nachrichten kursierten, dass sich die Philippinen Indonesien beim Exportverbot für unbehandelte Erze anschließen würden", sage Hansen. Edelmetalle hingegen würden nicht nur vom starken US-Dollar belastet, sondern auch vom Abklingen geopolitischer Risiken. Gold habe ein 12-Wochentief erreicht und Silber nähere sich der wichtigen Unterstützungsmarke von 18,75 US-Dollar pro Feinunze. "Die zunehmend unterschiedliche geldpolitische Ausrichtung der US-Notenbank und der EZB stärkt den US-Dollar und stellt eine steigende Herausforderung für Edelmetalle dar", sage Hansen.
Der Energiesektor habe fast 2 Prozent verloren, nachdem Erdgas aufgrund steigender Lagerbestände kräftig gesunken sei. "Auch das Ende der so genannten "US-Driving Season" steht kurz bevor. In der Regel signalisiert es den Beginn ansteigender Lagerbestände aufgrund der sinkenden Nachfrage seitens der Raffinerien", sage Hansen. Dennoch hätten sich die beiden Ölsorten WTI und Brent nach dem dramatischen Ausverkauf in den vergangenen Wochen stabilisiert. "Für diese Woche rechnen wir mit Aktivitäten innerhalb der etablierten Handelsspannen von 100 US-Dollar bis 103,50 US-Dollar pro Barrel bei Brent und 92,50 US-Dollar bis 96 US-Dollar pro Barrel bei WTI", sage Hansen. (08.09.2014/fc/a/m)


