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Rohstoffhandel bei den Banken immer beliebter
16.05.11 16:58
Rohstoff-Trader
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Der Rohstoffhandel scheint bei den Banken immer beliebter zu werden, so die Experten vom "Rohstoff-Trader".
Dabei sehe es so aus, als würde es im Bankensektor und der Finanzindustrie nur ein Ziel geben: Durch den Handel mit Rohstoffen möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Die letzten Tage haben uns sehr gut gezeigt, wie unstabil der Rohstoffmarkt, insbesondere der Agrarsektor, eigentlich ist, so die Experten vom "Rohstoff-Trader". Es sei mit den Rohstoffpreisen auf- und abgegangen. Der Handel mit Futures und Optionen steige stetig und dabei zähle eins: Je volatiler die Märkte, umso profitabler seien sie.
Laut einer Barclays Capital Studie seien Anleger Ende März mit 412 Mrd. US-Dollar im Rohstoffmarkt investiert gewesen. Innerhalb eines Jahres habe sich diese Summe um 50 Prozent gesteigert. Im Rahmen der Rohstoffspekulationen seien im letzten Monat die Augen auf die Barclays Plc (ISIN GB0031348658/ WKN 850403) gerichtet gewesen. Es heiße, das Unternehmen profitiere enorm vom Lebensmittelhandel. The World Development Movement gehe davon aus, dass Barclays allein durch Spekulationen mit Rohstoffen innerhalb eines Jahres 554 Mio. US-Dollar habe erwirtschaften können. Diese Schätzung möge zwar übertrieben sein, dennoch sei die Meinung bezüglich des Rohstoffhandels weit verbreitet.
Beispielsweise habe Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy vor allem die Spekulanten für die steigenden Rohstoffpreise (insbesondere Lebensmittel) verantwortlich gemacht. Andere Experten würden neue Einschränkungen beim Handeln von Rohstoffen fordern. Die Beschwerden seien durchaus berechtigt, denn verglichen zu anderen Sektoren gebe es bei den Rohstoffen einen Unterschied: Menschen seien direkt davon betroffen. Ob eine Aktie steige oder falle, spiele für Bewohner in Afrika oder China keine große Rolle. Würden jedoch die Rohstoff- und Lebensmittelpreise steigen, seien diese Bewohner direkt davon betroffen.
Es stelle sich die Frage, ob die Banken wirklich verantwortlich für die steigenden Preise seien? Banken könnten dabei folgenderweise argumentieren: Das erste Argument sei Angebot und Nachfrage. Langfristig treibe nicht die Spekulation der Banken die Preise nach oben, sondern Angebot und Nachfrage. Trotz einer steigenden Volatilität werde die grundsätzliche Richtung der Preise nicht beeinflusst.
Zweiter Punkt sei die monetäre Politik. Die Politik der Zentralbanken überflute die Märkte mit Liquidität. Dieses Geld müsse wiederum irgendwo investiert werden. Ein Paradebeispiel dafür sei QE2 der Federal Reserve. Deshalb könnten Privatbanken nicht die ganze Schuld auf sich nehmen.
Dritter Punkt sei, dass Rohstoffe inzwischen eine eigene Investitionsklasse geworden seien - und vor allem eine profitable. Um weiter vom Rohstoffsektor profitieren zu können, müssten sich Banken auf diese Art und Weise rechtfertigen. Je lauter es um die Banken und die Spekulation mit den Rohstoffen werde, desto schneller würden Politiker diese interessante Anlageklasse "wegregulieren". (Ausgabe vom 15.05.2011) (16.05.2011/ac/a/m)
Dabei sehe es so aus, als würde es im Bankensektor und der Finanzindustrie nur ein Ziel geben: Durch den Handel mit Rohstoffen möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Die letzten Tage haben uns sehr gut gezeigt, wie unstabil der Rohstoffmarkt, insbesondere der Agrarsektor, eigentlich ist, so die Experten vom "Rohstoff-Trader". Es sei mit den Rohstoffpreisen auf- und abgegangen. Der Handel mit Futures und Optionen steige stetig und dabei zähle eins: Je volatiler die Märkte, umso profitabler seien sie.
Laut einer Barclays Capital Studie seien Anleger Ende März mit 412 Mrd. US-Dollar im Rohstoffmarkt investiert gewesen. Innerhalb eines Jahres habe sich diese Summe um 50 Prozent gesteigert. Im Rahmen der Rohstoffspekulationen seien im letzten Monat die Augen auf die Barclays Plc (ISIN GB0031348658/ WKN 850403) gerichtet gewesen. Es heiße, das Unternehmen profitiere enorm vom Lebensmittelhandel. The World Development Movement gehe davon aus, dass Barclays allein durch Spekulationen mit Rohstoffen innerhalb eines Jahres 554 Mio. US-Dollar habe erwirtschaften können. Diese Schätzung möge zwar übertrieben sein, dennoch sei die Meinung bezüglich des Rohstoffhandels weit verbreitet.
Es stelle sich die Frage, ob die Banken wirklich verantwortlich für die steigenden Preise seien? Banken könnten dabei folgenderweise argumentieren: Das erste Argument sei Angebot und Nachfrage. Langfristig treibe nicht die Spekulation der Banken die Preise nach oben, sondern Angebot und Nachfrage. Trotz einer steigenden Volatilität werde die grundsätzliche Richtung der Preise nicht beeinflusst.
Zweiter Punkt sei die monetäre Politik. Die Politik der Zentralbanken überflute die Märkte mit Liquidität. Dieses Geld müsse wiederum irgendwo investiert werden. Ein Paradebeispiel dafür sei QE2 der Federal Reserve. Deshalb könnten Privatbanken nicht die ganze Schuld auf sich nehmen.
Dritter Punkt sei, dass Rohstoffe inzwischen eine eigene Investitionsklasse geworden seien - und vor allem eine profitable. Um weiter vom Rohstoffsektor profitieren zu können, müssten sich Banken auf diese Art und Weise rechtfertigen. Je lauter es um die Banken und die Spekulation mit den Rohstoffen werde, desto schneller würden Politiker diese interessante Anlageklasse "wegregulieren". (Ausgabe vom 15.05.2011) (16.05.2011/ac/a/m)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| GB0031348658 | 850403 | 5,87 € | 3,22 € | |
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