S&H Income and Opportunities-Fonds: Idee, Chancen und Konzept - Fondsanalyse


05.04.17 09:00
Berenberg Bank

Hamburg (www.fondscheck.de) - Sven Hoppenhöft vom Berenberg Vermögensverwalter Office, das als Verwahrstelle für den S&H Income and Opportunities fungiert, hat das Interview mit Markus Steinbeis und Gerd Häcker, Geschäftsführer der steinbeis & häcker Vermögensverwaltung gmbh, zu Idee, Chancen und Konzept des Fonds geführt.

Niedrige Zinsen, politische Börsen - sei es ein guter Zeitpunkt, einen Mischfonds aufzulegen?

Markus Steinbeis: Gerade jetzt würden viele Anleger eine professionelle Unterstützung suchen. Insbesondere der makroökonomische und finanzpolitische Überblick sei nun wichtiger denn je, um die Auswirkungen auf die Finanzmärkte deuten zu können. Die in der Vergangenheit vielfach praktizierte Buy and Hold Strategie helfe in vielen Situationen nicht mehr weiter. Aktives Fondsmanagement sei aus unserer Sicht gefragt.

Income and Opportunities hätten Sie Ihren neuen Fonds genannt - heiße das Value und Growth und sei das kein Widerspruch?

Gerd Häcker: Nein, für uns würden Aspekte wie Ausschüttung, Bewertung und Qualität der Unternehmen die entscheidende Rolle spielen. Es ändere nichts daran, ob wir es mit einem Growth- oder Value-Titel zu tun hätten. Im jeweiligen Segment müssten die Bewertungsansätze natürlich immer Sinn machen. Es gehe darum, sich in strukturell wachsenden Märkten in aussichtsreichen Werten zu positionieren.

Welche Assetklassen würden Sie mit dem neu aufgelegten Fonds nutzen?

Steinbeis: Wir würden uns im internationalen Aktienbereich mit Schwerpunkt Europa, sowie in sämtlichen Anlageklassen im Anleihebereich bewegen. Edelmetalle, Rohstoffe und Fremdwährungen würden das Portfolio ergänzen.

Für welchen Anleger sei das die richtige Strategie?

Häcker: Der konservativ ausgerichtete Fonds sei für Wertpapiereinsteiger, Unternehmen und Stiftungen geeignet, die eine Antwort auf die negative Realverzinsung suchen würden und der daraus resultierenden Enteignung entfliehen möchten. Offensive Anleger könnten diesen Fonds durchaus als Cash-Plus-Ersatz in ihren Portfolios einsetzen, wenn sie sich zeitweise aus dem Markt zurückziehen möchten und das Geld trotzdem für sie "arbeiten" solle.

Lehne sich Ihr Fondskonzept an Strategien an, die Sie bei bisherigen beruflichen Stationen kennengelernt bzw. selbst entwickelt hätten?

Steinbeis: Die Strategie habe einen langfristigen Track-Record. Die Leitplanken für die bisherige Vorgehensweise seien an einen maximalen Drawdown von 6 Prozentpunkten auf Jahresbasis und einer Zielrendite von 2%-Punkten über Geldmarkt ausgelegt gewesen. Dies sei über viele Jahre mit einer äußerst geringen Volatilität im Vergleich zur Peergroup gelungen und habe nachhaltiges Vertrauen bei den Anlegern geschaffen. Deshalb würden wir auch weiterhin auf diese Kernpunkte der Anlagestrategie setzen.

Was mache Ihren Fonds besonders im Vergleich zu seinen Konkurrenten?

Häcker: Das Besondere an unserem Portfolio sei, dass wir uns nicht an Benchmarks sondern an der Qualität von Unternehmen orientieren würden. Beispielsweise würden südeuropäische Investitionen und Anlagen in gefährdeten Segmenten des Finanzbereiches nur eine untergeordnete Rolle spielen. Hier würden mittelfristig die nicht zu kontrollierenden Risiken etwaige Chancen solcher Anlagen überwiegen. Auch Werte, die nicht zwingend in den Indices zu finden seien, würden uns Chancen bieten, die Ineffizienzen des Kapitalmarktes zu nutzen. Klumpenrisiken würden wir konsequent vermeiden. (Interview vom 03.04.2017) (05.04.2017/fc/a/f)






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