Erweiterte Funktionen
S&P warnt die Vereinigten Staaten
26.04.11 08:50
Rohstoff-Trader
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Diese Woche gab die Ratingagentur Standard & Poor's eine Warnung heraus, worin erklärt wurde, dass die Vereinigten Staaten womöglich ihren Ranking-Status von AAA (Triple A) verlieren könnten, so die Experten vom "Rohstoff-Trader".
Dass gerade Standard & Poor's eine solche Warnung abgebe, scheine ein wenig absurd zu sein. Denn sie seien es gewesen, welche die Immobilienkrise und die Ratings der strukturierten Produkte (MBS, CDO, ABS) verschlafen hätten.
Darüber hinaus seien die Vereinigten Staaten in ihrer gesamten Geschichte noch nie niedriger eingestuft worden als AAA. Selbst eine Warnung, der Staat könne seine hervorragende Bonität verlieren, habe es noch nie gegeben. S&P habe angegeben, dass die Wahrscheinlichkeit einer Herabstufung bei 33% liege. Die Warnung sei definitiv berechtigt!
Grund für die Warnung sei, dass die Vereinigten Staaten keinen glaubwürdigen Plan aufweisen könnten, der das Ziel habe, die Schulden des Staates zu reduzieren. Die Auslandsverschuldung der Amerikaner betrage nun 300 Prozent der Leistungsbilanzeinnahmen. Kein Land mit einem Triple-A Rating habe eine solch hohe Auslandverschuldung! Jedes Land mit einer derartigen Verschuldung wäre schon lange herabgestuft worden. Nur die Vereinigten Staaten würden mit und vor allem wegen ihrer globalen Leitwährung das Privileg genießen, bei einem Verschuldungsgrad in dieser Höhe nicht herabgestuft worden zu sein. Ein anderes Land wie Kanada zum Beispiel wäre mit einem solchen Verschuldungsgrad schon lang herabgestuft worden. Deshalb sei diese Warnung auch nur schwer zu verdauen.
Die Vereinigten Staaten und ihre risikolosen T-Bonds, T-Bills und T-Notes würden im globalen Finanzsystem eine enorme Rolle spielen. Sei es zur Verwendung als Maßstab oder als Investmentmöglichkeit - Alternativen gebe es kaum bis wenige. Dennoch müssten Marktteilnehmer seit dieser Woche eine mögliche Herabstufung und die entsprechenden Konsequenzen in Kauf nehmen.
Falls es doch zu einer Herabstufung im Jahr 2012 kommen sollte, werde zwar die Welt nicht untergehen; trotzdem aber werde das verheerende Folgen für die Finanzwelt und vor allem für die Vereinigten Staaten haben. Eine Herabstufung würde vor allem zu einem enormen Vertrauensverlust führen. Marktteilnehmer (Banken, Investoren, Anleger) würden höchstwahrscheinlich ihre Gelder aus den Anleihen und dem US-Dollar entnehmen. Die USA könnten als Ausgleich die Druckmaschinen anwerfen und fleißig Dollar-Noten drucken. Dies würde die Attraktivität des Dollars noch weiter verschlechtern und die Inflationsquote in neue Höhen treiben. Mangelnde sichere Anlagealternativen würden das globale Wirtschaftssystem durcheinander bringen.
Noch sollte der Teufel aber nicht an die Wand gemalt werden. Die Vereinigten Staaten werden und müssen einen Plan entwickeln, um die Staatsverschuldung zu reduzieren, so die Experten vom "Rohstoff-Trader". Darüber hinaus dürfe aber auch nicht vergessen werden, dass die Trefferquote der Ratingagenturen extrem niedrig sei. Ratingagenturen seien bei ihren Ratings oft sehr zurückhaltend und spät dran. Dennoch sei diese Warnung berechtigt und solle vor allem der amerikanischen Regierung zeigen, dass die Alarmglocken schon läuten würden. (Ausgabe vom 25.04.2011) (26.04.2011/ac/a/m)
Dass gerade Standard & Poor's eine solche Warnung abgebe, scheine ein wenig absurd zu sein. Denn sie seien es gewesen, welche die Immobilienkrise und die Ratings der strukturierten Produkte (MBS, CDO, ABS) verschlafen hätten.
Darüber hinaus seien die Vereinigten Staaten in ihrer gesamten Geschichte noch nie niedriger eingestuft worden als AAA. Selbst eine Warnung, der Staat könne seine hervorragende Bonität verlieren, habe es noch nie gegeben. S&P habe angegeben, dass die Wahrscheinlichkeit einer Herabstufung bei 33% liege. Die Warnung sei definitiv berechtigt!
Die Vereinigten Staaten und ihre risikolosen T-Bonds, T-Bills und T-Notes würden im globalen Finanzsystem eine enorme Rolle spielen. Sei es zur Verwendung als Maßstab oder als Investmentmöglichkeit - Alternativen gebe es kaum bis wenige. Dennoch müssten Marktteilnehmer seit dieser Woche eine mögliche Herabstufung und die entsprechenden Konsequenzen in Kauf nehmen.
Falls es doch zu einer Herabstufung im Jahr 2012 kommen sollte, werde zwar die Welt nicht untergehen; trotzdem aber werde das verheerende Folgen für die Finanzwelt und vor allem für die Vereinigten Staaten haben. Eine Herabstufung würde vor allem zu einem enormen Vertrauensverlust führen. Marktteilnehmer (Banken, Investoren, Anleger) würden höchstwahrscheinlich ihre Gelder aus den Anleihen und dem US-Dollar entnehmen. Die USA könnten als Ausgleich die Druckmaschinen anwerfen und fleißig Dollar-Noten drucken. Dies würde die Attraktivität des Dollars noch weiter verschlechtern und die Inflationsquote in neue Höhen treiben. Mangelnde sichere Anlagealternativen würden das globale Wirtschaftssystem durcheinander bringen.
Noch sollte der Teufel aber nicht an die Wand gemalt werden. Die Vereinigten Staaten werden und müssen einen Plan entwickeln, um die Staatsverschuldung zu reduzieren, so die Experten vom "Rohstoff-Trader". Darüber hinaus dürfe aber auch nicht vergessen werden, dass die Trefferquote der Ratingagenturen extrem niedrig sei. Ratingagenturen seien bei ihren Ratings oft sehr zurückhaltend und spät dran. Dennoch sei diese Warnung berechtigt und solle vor allem der amerikanischen Regierung zeigen, dass die Alarmglocken schon läuten würden. (Ausgabe vom 25.04.2011) (26.04.2011/ac/a/m)


