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Schmitz & Partner-Fonds: Die hohe Inflation ist das Ergebnis verantwortungsloser Politik - Fondsanalyse
31.01.22 11:30
SCHMITZ & PARTNER AG
Bad Marienberg (www.fondscheck.de) - Im Dezember vergangenen Jahres lagen die Verbraucherpreise in Deutschland laut Statistischem Bundesamt um 5,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, so Dr. Holger Schmitz, Vorstand der SCHMITZ & PARTNER AG im Kommentar zum Fonds Schmitz & Partner Global Offensiv und Schmitz & Partner Global Defensiv.
Damit habe sich der Preisauftrieb im abgelaufenen Jahr nicht nur nahezu stetig fortgesetzt. Die jüngsten Zahlen würden überdies den Höchstwert seit Juni 1992 markieren, als der Zuwachs sogar 5,8 Prozent betragen habe. Doch auch dieser traurige Rekord dürfte schon bald übertroffen werden. Mehr noch: Die Erzeugerpreise seien nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Dezember 2021 sogar um satte 24,2 Prozent gestiegen - und damit so stark wie niemals zuvor seit Bestehen der Bundesrepublik.
Als Gründe würden Politik und Notenbanken gerne anführen, dass steigende Ölpreise, Lieferengpässe, Nachholeffekte im Rahmen der Corona-Krise oder andere Faktoren außerhalb ihres Verantwortungsbereichs dafür ausschlaggebend gewesen seien, dass den Menschen real weniger Kaufkraft zur Verfügung stehe, sie also kalt enteignet würden. Doch beim genaueren Hinschauen werde klar, dass dies lediglich vorgeschobene Gründe seien, die von der wahren Ursache ablenken würden: der massiven Ausweitung der Geldmenge durch die Europäische Zentralbank (EZB) sowie anderen einflussreichen Notenbanken.
Schon von seinem Ursprung her stamme der Begriff Inflation von "inflare" ab, also aufblasen. Hierzu passe, dass die EZB die Geldmenge M3 im Euroraum seit Anfang 2020 um 18 Prozent ausgeweitet habe. Und in den USA habe die Federal Reserve die Geldmenge im selben Zeitraum sogar um 36 Prozent ausgedehnt. Dieses Überangebot an Geld treffe auf eine nahezu gleichgebliebene Gütermenge.
Hinzu komme: In der Vergangenheit sei ein Teil des übermäßigen Geldwachstums dadurch aufgefangen worden, dass die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes kontinuierlich gesunken sei. Dies sei jetzt jedoch nicht mehr der Fall. Das erwartbare Resultat seien die kräftig steigenden Preise. Daher ist die aktuelle Inflation für Schmitz alles andere als überraschend. Was einzig und alleine überrascht sei höchstens, dass der Wertverlust des Geldes erst jetzt in diesem massiven Ausmaß sichtbar werde.
Die oben beschriebene Argumentation der politischen Entscheidungsträger - und hier ziehe Schmitz die Notenbanker mit ein - werde jedoch erklärbar, wenn man sich die immense Zunahme der Staatsschulden vor Augen führe. Laut Eurostat habe die Staatsverschuldung innerhalb der Euro-Zone bereits im Jahr 2020 bei 98 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gelegen. Und die Maßnahmen zur finanziellen Bewältigung der Corona-Krise hätten sie seither weiter substanziell anwachsen lassen. Zur Erinnerung: Im Vertrag von Maastricht sei der Wert einst auf eine Höchstgrenze von 60 Prozent verankert worden.
Diese Schuldenlast müsse in der Zukunft - zumindest theoretisch - zurückbezahlt werden. Ebenso die immer höheren Kosten für die Finanzierung, denn die Kreditzinsen dürften kaum für immer im Bereich von null Prozent bleiben. Da sich somit nominal die Defizite kaum mehr abbauen lassen würden, bestehe lediglich noch die Möglichkeit, sie zumindest real erträglich zu gestalten, indem man eine höhere Inflation zulasse beziehungsweise sie sogar durch aktives politisches Handeln herbeiführe.
Bei einer Inflationsrate von sechs Prozent halbiere sich die Schuldenlast kaufkraftbereinigt bereits nach zwölf Jahren und nach 24 Jahren habe sie sich sogar geviertelt. Da gleichzeitig die Zinsen von der EZB weiterhin künstlich gedrückt würden, bestehe für die nur auf Zeit gewählten politischen Entscheidungsträger kein Grund mehr, die öffentlichen Haushalte mit schmerzhaften (aber notwendigen) Sparmaßnahmen zu konsolidieren. Doch klar sei: Werte bei der Staatsverschuldung von 206 Prozent in Griechenland oder 156 Prozent in Italien würden massive Bedrohungen für die Stabilität in der Euro-Zone darstellen - wobei die Auswirkungen auch für die Bürger hierzulande in der Preisentwicklung bereits jetzt offen zu Tage treten würden.
Vor diesem Hintergrund erwarte Schmitz einen weiter anhaltenden Kurs- und Wertverfall des Euro. Nicht unbedingt gegenüber dem US-Dollar, da sich dieser in einer gleichartigen Abwärtsbewegung befinde (7 Prozent Inflation im Dezember 2021), wohl aber gegenüber Währungen von Ländern mit soliden Staatsfinanzen wie etwa Norwegen oder der Schweiz. In der Schweiz habe die Inflationsrate im vergangenen Dezember bei minimalen 1,2 Prozent gelegen, für die Jahre 2022 und 2023 rechne die Nationalbank sogar mit noch niedrigeren Werten.
Für Anleger empfehle es sich daher aus Sicht von Schmitz, in Aktien aus diesen Ländern zu investieren, da sie darüber zusätzlich zu Wertzuwächsen auf Einzeltitelebene auch von der erwarteten Aufwertung auf Währungsebene profitieren könnten. Genau diese Strategie setze Schmitz in den beiden von ihm verwalteten Fonds Schmitz & Partner Global Offensiv und Schmitz & Partner Global Defensiv um. (31.01.2022/fc/a/f)
Damit habe sich der Preisauftrieb im abgelaufenen Jahr nicht nur nahezu stetig fortgesetzt. Die jüngsten Zahlen würden überdies den Höchstwert seit Juni 1992 markieren, als der Zuwachs sogar 5,8 Prozent betragen habe. Doch auch dieser traurige Rekord dürfte schon bald übertroffen werden. Mehr noch: Die Erzeugerpreise seien nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Dezember 2021 sogar um satte 24,2 Prozent gestiegen - und damit so stark wie niemals zuvor seit Bestehen der Bundesrepublik.
Als Gründe würden Politik und Notenbanken gerne anführen, dass steigende Ölpreise, Lieferengpässe, Nachholeffekte im Rahmen der Corona-Krise oder andere Faktoren außerhalb ihres Verantwortungsbereichs dafür ausschlaggebend gewesen seien, dass den Menschen real weniger Kaufkraft zur Verfügung stehe, sie also kalt enteignet würden. Doch beim genaueren Hinschauen werde klar, dass dies lediglich vorgeschobene Gründe seien, die von der wahren Ursache ablenken würden: der massiven Ausweitung der Geldmenge durch die Europäische Zentralbank (EZB) sowie anderen einflussreichen Notenbanken.
Schon von seinem Ursprung her stamme der Begriff Inflation von "inflare" ab, also aufblasen. Hierzu passe, dass die EZB die Geldmenge M3 im Euroraum seit Anfang 2020 um 18 Prozent ausgeweitet habe. Und in den USA habe die Federal Reserve die Geldmenge im selben Zeitraum sogar um 36 Prozent ausgedehnt. Dieses Überangebot an Geld treffe auf eine nahezu gleichgebliebene Gütermenge.
Die oben beschriebene Argumentation der politischen Entscheidungsträger - und hier ziehe Schmitz die Notenbanker mit ein - werde jedoch erklärbar, wenn man sich die immense Zunahme der Staatsschulden vor Augen führe. Laut Eurostat habe die Staatsverschuldung innerhalb der Euro-Zone bereits im Jahr 2020 bei 98 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gelegen. Und die Maßnahmen zur finanziellen Bewältigung der Corona-Krise hätten sie seither weiter substanziell anwachsen lassen. Zur Erinnerung: Im Vertrag von Maastricht sei der Wert einst auf eine Höchstgrenze von 60 Prozent verankert worden.
Diese Schuldenlast müsse in der Zukunft - zumindest theoretisch - zurückbezahlt werden. Ebenso die immer höheren Kosten für die Finanzierung, denn die Kreditzinsen dürften kaum für immer im Bereich von null Prozent bleiben. Da sich somit nominal die Defizite kaum mehr abbauen lassen würden, bestehe lediglich noch die Möglichkeit, sie zumindest real erträglich zu gestalten, indem man eine höhere Inflation zulasse beziehungsweise sie sogar durch aktives politisches Handeln herbeiführe.
Bei einer Inflationsrate von sechs Prozent halbiere sich die Schuldenlast kaufkraftbereinigt bereits nach zwölf Jahren und nach 24 Jahren habe sie sich sogar geviertelt. Da gleichzeitig die Zinsen von der EZB weiterhin künstlich gedrückt würden, bestehe für die nur auf Zeit gewählten politischen Entscheidungsträger kein Grund mehr, die öffentlichen Haushalte mit schmerzhaften (aber notwendigen) Sparmaßnahmen zu konsolidieren. Doch klar sei: Werte bei der Staatsverschuldung von 206 Prozent in Griechenland oder 156 Prozent in Italien würden massive Bedrohungen für die Stabilität in der Euro-Zone darstellen - wobei die Auswirkungen auch für die Bürger hierzulande in der Preisentwicklung bereits jetzt offen zu Tage treten würden.
Vor diesem Hintergrund erwarte Schmitz einen weiter anhaltenden Kurs- und Wertverfall des Euro. Nicht unbedingt gegenüber dem US-Dollar, da sich dieser in einer gleichartigen Abwärtsbewegung befinde (7 Prozent Inflation im Dezember 2021), wohl aber gegenüber Währungen von Ländern mit soliden Staatsfinanzen wie etwa Norwegen oder der Schweiz. In der Schweiz habe die Inflationsrate im vergangenen Dezember bei minimalen 1,2 Prozent gelegen, für die Jahre 2022 und 2023 rechne die Nationalbank sogar mit noch niedrigeren Werten.
Für Anleger empfehle es sich daher aus Sicht von Schmitz, in Aktien aus diesen Ländern zu investieren, da sie darüber zusätzlich zu Wertzuwächsen auf Einzeltitelebene auch von der erwarteten Aufwertung auf Währungsebene profitieren könnten. Genau diese Strategie setze Schmitz in den beiden von ihm verwalteten Fonds Schmitz & Partner Global Offensiv und Schmitz & Partner Global Defensiv um. (31.01.2022/fc/a/f)
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