Schroder ISF Global Energy im Fokus


09.05.11 15:14
Schroders

London (aktiencheck.de AG) - Ohne Öl als Schmiermittel läuft in der Weltwirtschaft nichts, das "schwarze Gold" ist für die Energieversorgung, beim Transport und als Grundstoff in der chemischen Industrie auf absehbare Zeit kaum zu ersetzen, so die Experten von Schroders in ihrem Kommentar zum Schroder ISF Global Energy.

Als fossiler Energieträger sei Öl aber eine endliche Ressource, ebenso wie Gas oder Kohle. Die bekannten Ölquellen würden zur Neige gehen und neue Vorkommen seien meistens nur schwer zu erschließen, weil sie sich in entlegenen Regionen oder der Tiefsee befinden würden. Auch deshalb seien seit den 1990er Jahren zu wenige neue Ölvorkommen erschlossen und kaum neue Raffinerien errichtet worden. Die Produktionsmengen seien somit begrenzt und auch die globalen Erdgas-Lagerstätten würden irgendwann erschöpft sein.

Das begrenzte Angebot sei ein Faktor für steigende Öl- und Gaspreise, ein anderer sei die wachsende Energienachfrage. Vor allem wegen des anhaltenden Wachstums der Schwellenländer dürfte der Bedarf langfristig hoch bleiben oder weiter steigen. Bei zu geringer Produktion und steigendem Bedarf entstehe aber am Energiemarkt ein strukturelles Ungleichgewicht, das Wertsteigerungschancen vor allem für spezialisierte Unternehmen biete, deren Geschäftsmodelle auf mögliche Versorgungsengpässe abgestimmt seien. Beispiele dafür seien Firmen aus den Segmenten Forschung und Entwicklung, Erschließung und Förderung, Raffinerie und Produktion, Ausrüstung und Service sowie Transport und Lagerung.

Am globalen Energiemarkt würden einige der größten Unternehmen der Welt agieren: Schwergewichte wie Exxon Mobil, BP und Royal Dutch Shell, die mit ihrer Marktkapitalisierung die Indices und damit die Anlagestrategie vieler Benchmark-orientierter Aktienfonds beherrschen würden. Investoren in Energieaktien könnten aber auch ganz andere Wege beschreiten, wie der Schroder ISF Global Energy seit Jahren mit Erfolg beweise.

Das erfahrene Fondsmanagement investiere überwiegend in Aktien mittelgroßer Energieunternehmen weltweit, die sich nach einem rigorosen Auswahlprozess als besonders überzeugende Anlagegelegenheiten darstellen würden. Besonders gesucht seien Unternehmen mit folgenden Merkmalen: sich selbst finanzierende Geschäftsmodelle, produktive Vorkommen, starke Unternehmenszahlen, Liquidität, begrenzte geologische Risiken, erfahrenes Management, technologisch unkomplizierte Produkte.

Das Anlageuniversum sei dabei mit rund 750 Unternehmen weiter gefasst als der MSCI World Energy Index. In den Fonds würden es jedoch nur rund 30 Titel schaffen. So entstehe ein fokussiertes Portfolio, das nur die aus Sicht des Fondsmanagements besten Anlageideen enthalte und in dem die Energieriesen auffallend stark untergewichtet seien. Dagegen setze das Management Schwerpunkte auf den Gebieten Erkundung, Produktion und Ausrüstung. Der globale Öl- und Gasmarkt stehe dabei klar im Vordergrund, doch der Fonds habe die Flexibilität, auch auf Kohle, Kernkraft, erneuerbare Energien und Versorger zu setzen.

Basis für die Auswahl seien die fundamentale Analyse und intensive Unternehmenskontakte - allein 2009 habe es 250 1:1-Gespräche gegeben. In ihren Anlageentscheidungen seien die Fondsmanager John Coyle und Ben Stanton unabhängig von Länder- und Sektorenbeschränkungen. Beide hätten langjährige Erfahrung am Energiemarkt, und sie würden zudem unterstützt durch ein vierköpfiges Analystenteam.

Das Schroders Team betreue insgesamt ein Anlagevolumen von 11,1 Mrd. US-Dollar über alle Fonds von Schroders hinweg und finde daher - anders als die meisten anderen Investoren - bei den Entscheidern der Energiebranche jederzeit offene Türen.

Mit der anhaltenden Erholung der Weltwirtschaft steige die Nachfrage nach Energie. Die Tragödie in Japan und die Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika würden das weltweite Energiesystem unter Stress setzen. Fossile Energieträger wie Gas und Öl müssten unter Umständen kurzfristig für abgeschaltete Atomkraftwerke einspringen. Die Energiepreise würden sich daher vorerst weiterhin dynamisch und volatil entwickeln.

Mittelfristig seien aber auch folgende Punkte abzuwägen: Noch würden sich die Lagerstände auf einem relativ hohen Niveau bewegen. Ein Abklingen der Unruhen in Nordafrika und dem Nahen Osten könnte die Preise wieder zurückfallen lassen. Auch die erwartete Verlangsamung der weltweiten Exporttätigkeit werde den Ölpreis wahrscheinlich in Schach halten. Für langfristig orientierte Anleger gelte jedoch weiterhin: Öl sei das Schmiermittel der Weltwirtschaft und wir seien auf unabsehbare Zeit davon abhängig. Kurzfristige Rückgänge des Ölpreises könnten ein Signal für attraktive Einstiegschancen sein. (Ausgabe 25/2. Quartal 2011) (09.05.2011/fc/a/f)






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