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Schwacher Dollar treibt Rohstoffe


21.03.16 13:14
Saxo Bank

Kopenhagen (www.fondscheck.de) - "Die Erholung des Rohstoffsektors setzte sich in der vergangenen Woche fort - der Bloomberg Rohstoffindex erreichte ein neues Drei-Monats-Hoch. Grund hierfür ist die negative Korrelation mit dem US-Dollar, die dem Sektor einen allgemeinen Schub verpasste", sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.

Diese Erholung sei durch das überraschend gemäßigte Statement im Anschluss an das Treffen des Federal Open Market Committee (FOMC) am Mittwoch ausgelöst worden. Dort seien die Erwartungen an das Tempo einer US-Zinsanhebung 2016 gezügelt worden. "Dies drückte den Dollarkurs und trieb Investoren in den Rohstoffsektor", sage Hansen.

"Rohöl befindet sich weiter auf Konsolidierungskurs. Zum ersten Mal in diesem Jahr stieg die Ölsorte WTI über die Marke von 40 USD pro Barrel. Angetrieben wurde dies durch den schwächeren Dollar, anhaltende Produktionskürzungen in den USA und wachsende Öl-Lagerbestände", sage Hansen. Das für den 20. April neu anberaumte Treffen zwischen Opec- und Nicht-Opec-Mitgliedern in Doha könne zudem den Weg für die Verkündung einer Förderungsdeckelung ebnen.

Mit ihrer Hoffnung, dass sich der Ölpreis mit der Zeit erholen werde, befänden sich die Ölmärkte in einem Rennen gegen die Zeit. "US-Förderkürzungen und eine, wenn auch geringer als zuvor, bestehende Nachfrage werden wahrscheinlich den Ausschlag geben. Sobald dies eintritt, könnte sich der Marktfokus von einer Über- zu einer potenziellen Unterversorgung in den kommenden Jahren verschieben", sage Hansen.

"Nach der erfreulichen Korrektur auf 1.227 USD pro Feinunze konnte auch Gold vom jüngsten FOMC-Statement profitieren und eine starke Rally verbuchen", sage Hansen. Zudem käme die Nachfrage von Investoren als Unterstützungsfaktor hinzu. Diese seien aufgrund der wachsenden Menge an Staatsanleihen, die zu negativen Zinsen gehandelt würden, zunehmend desillusioniert. "Dass Gold angesichts eines schwächeren Dollars und langsamerer US-Zinsschritte aber kein neues Hoch erreichen konnte, ist ein Indikator dafür, dass eine längere Konsolidierungsphase beim gelben Metall nötig ist", sage Hansen abschließend. (21.03.2016/fc/a/m)