Erweiterte Funktionen
Schweizer Großbanken im Fokus
16.05.11 14:01
Liechtensteinische LB
Vaduz (aktiencheck.de AG) - Nahezu unbemerkt hat sich der Schweizer Leitindex SPI nach dem Rückschlag Mitte März auf ein neues 52-Wochen-Hoch gekämpft, so die Analysten der Liechtensteinischen Landesbank.
Dafür verantwortlich seien mehrheitlich die starken Avancen des Roche-Genussscheins gewesen. Kontrovers diskutiert worden seien allerdings die Quartalszahlen der beiden Großbanken, die recht unterschiedlich ausgefallen seien.
Die Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2011 sollte vor allem Aufschluss darüber geben, wie die Banken die Umsetzung der Vorschriften zur Kapitalhinterlegung meistern wollten und die Umstrukturierung der Investment-Banking-Einheiten vorangetrieben werde. Genau in diesen Bereichen habe die UBS die Erwartungen nicht ganz erfüllen können. Das Private-Banking-Geschäft habe zwar mit einer hohen Nettomarge und unerwartet hohem Neugeldzufluss überrascht, was darauf schließen lasse, dass das Kundenvertrauen endgültig zurückgewonnen worden sei. Das äußerst kapitalintensive Investment-Banking-Geschäft habe derweil aber Marktanteile verloren und binde weiterhin die Mehrheit des Kapitals.
Ein gänzlich anderes Bild würden die Zahlen der Credit Suisse zeigen: Im Privatkundengeschäft sei zwar ein Rückgang der Marge zu verzeichnen gewesen, der Neugeldzufluss halte jedoch weiterhin an. Das Investment Banking habe den höchsten Nettoertrag seit der Finanzkrise erzielt. Zudem würden schon seit Längerem die risikogewichteten Aktiva reduziert und das Investment Banking stärker als Support für das Vermögensverwaltungsgeschäft ausgerichtet. Im Gegensatz zur UBS lasse sich hier der Trend zur schnellen Erfüllung der Basel-III-Richtlinien klar erkennen.
Die Analysten der Liechtensteinischen Landesbank sind weiterhin der Überzeugung, dass der Bankensektor deutlich zu tief bewertet sei und daher die tatsächliche Ertragskraft nicht widerspiegele. Das wieder erstarkte Private Banking verleihe der UBS sicherlich Rückenwind. Sobald der politische Druck und die "Too big to fail"-Diskussion ein Ende finden würden, dürften die Banken wieder in den Fokus der Anleger rücken. (Ausgabe Mai/Juni 2011) (16.05.2011/ac/a/m)
Dafür verantwortlich seien mehrheitlich die starken Avancen des Roche-Genussscheins gewesen. Kontrovers diskutiert worden seien allerdings die Quartalszahlen der beiden Großbanken, die recht unterschiedlich ausgefallen seien.
Ein gänzlich anderes Bild würden die Zahlen der Credit Suisse zeigen: Im Privatkundengeschäft sei zwar ein Rückgang der Marge zu verzeichnen gewesen, der Neugeldzufluss halte jedoch weiterhin an. Das Investment Banking habe den höchsten Nettoertrag seit der Finanzkrise erzielt. Zudem würden schon seit Längerem die risikogewichteten Aktiva reduziert und das Investment Banking stärker als Support für das Vermögensverwaltungsgeschäft ausgerichtet. Im Gegensatz zur UBS lasse sich hier der Trend zur schnellen Erfüllung der Basel-III-Richtlinien klar erkennen.
Die Analysten der Liechtensteinischen Landesbank sind weiterhin der Überzeugung, dass der Bankensektor deutlich zu tief bewertet sei und daher die tatsächliche Ertragskraft nicht widerspiegele. Das wieder erstarkte Private Banking verleihe der UBS sicherlich Rückenwind. Sobald der politische Druck und die "Too big to fail"-Diskussion ein Ende finden würden, dürften die Banken wieder in den Fokus der Anleger rücken. (Ausgabe Mai/Juni 2011) (16.05.2011/ac/a/m)
Werte im Artikel



