Silberpreis zieht wesentlich stärker als Gold an


19.07.11 13:53
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Ein neuer Tag, ein neues Rekordhoch - dies ist derzeit bei Gold die Devise, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

In den meisten Währungen, wie z.B. US- und Kanadischen Dollar, Euro, Pfund oder Yuan, erreiche Gold mittlerweile Rekordwerte. Zum einen zeige dies den Vertrauensverlust in das "Papiergeld" und die zunehmende Rolle von Gold als Alternativwährung. Zum anderen aber locke der starke gegenwärtige Aufwärtstrend weitere Anleger an. So habe der weltweit größte Gold-ETF, SPDR Gold Trust, gestern den zweiten Tag infolge hoher Zuflüsse von 13,3 Tonnen berichtet, was knapp zwei Tagen der Weltgoldminenproduktion entspreche. Damit würden seine Goldbestände auf dem höchsten Stand seit sechs Monaten liegen.

Auch ETF Securities habe für die vergangene Woche die höchsten Zuflüsse in seine Gold-ETFs seit elf Monaten gemeldet. Allerdings würden sich die hohen Preise mittlerweile in der physischen Goldnachfrage bemerkbar machen. So gehe die Bombay Bullion Association davon aus, dass die indischen Goldimporte im Juli auf "nur noch" 10 bis15 Tonnen von über 30 Tonnen im Vorjahr deutlich zurückgehen dürften.

Wesentlich stärker als Gold ziehe zurzeit der Silberpreis an, der mühelos die 40-USD-Marke übersprungen habe und heute den Anlauf auf 41 USD je Feinunze unternehme. Damit habe Silber allein seit Anfang Juli rund 20% zugelegt. Auch hier würden starke Zuflüsse in ETFs den Preis unterstützen. Im Gegensatz zu Gold erscheine den Analysten jedoch der Preisanstieg bei Silber übertrieben, nachdem das viel beachtete Gold-Silber-Verhältnis zum ersten Mal seit Mai unter 40 falle. (19.07.2011/ac/a/m)




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